Stadt Hilchenbach

Stahlbergmuseum

Stahlbergmuseum in Müsen

Schaubergwerk „Stahlberger Erbstollen" und Bergwerksmuseum


Wer mehr über den Bergbau erfahren und sehen möchte, kann dies bestens im Stahlbergmuseum in Müsen tun. Der Altenberg- und Stahlbergverein bietet Führungen durch das Bergwerksmuseum und auch das besonders sehenswerte Schaubergwerk "Stahlberger Erbstollen" an. 

Stahlbergmuseum


Im Stahlbergmuseum sind eindrucksvolle Zeugnisse der vergangenen Wirtschafts- und Heimatgeschichte im nördlichen Siegerland zu finden. Die Grube Stahlwerk war von 1313 bis zum 31. März 1931, also mehr als 600 Jahre, nahezu ohne Unterbrechung in Betrieb. Sie ist somit eines der ältesten Bergwerke im Siegerland. Gefördert wurde in erster Linie Siegerländer Späteisenstein, der berühmte Müsener Grund, daneben auch große Mengen Bleiglanz, Zinkblende sowie Kupfererz und Fahlerz.

Ausstellungsstücke im Stahlbergmuseum

Bereits im Jahre 1924 wurde von dem letzten Grubendirektor, Hermann Fuhr, im ehemaligen Bethaus ein Bergbaumuseum eingerichtet, welches an die große Zeit der Grube Stahlberg erinnert. Hier sind eine größere Auswahl an Mineralien des Siegerlandes sowie der näheren Umgebung, Bergmannsuniformen, Grubenlampen, Werkzeuge, Gezähe, alte Stiche und Grubenrisse, Karten sowie Fotos von unter und über Tage ausgestellt.

Stahlberger Erbstollen


Noch spannender wird Ihr Besuch in Müsen, wenn Sie dem Weg der Bergleute unter die Erde folgen. Die Besichtigung des Stahlberger Erbstollens eröffnet dem Besucher einen interessanten Blick zurück in die Geschichte des Bergbaus und vermittelt einen spürbaren Eindruck von den Arbeitsbedingungen der Menschen.

Die mit Helmen ausgestatteten Besucher beim Betreten des Stahlberger Erbstollens

Der auch der "Tiefe Müsener Stollen" genannte Bereich wurde in den Jahren 1740 bis 1780 ursprünglich als Wasserstollen gebaut und hatte eine Länge von 1.114,5 Meter.  Ab 1833 wurde über diesen Stollen das Erz aus der Grube gefördert. Von der gesamten Länge sind heute 380 Meter zur Besichtigung freigegeben. Bei Stollenmeter 310 berührt der Stollen ein Sandsteinlager. Dieses Lager wurde teilweise abgebaut, die dort gewonnenen Steine wurden beim Bau von Hochöfen in Müsen und Umgebung als sogenannte Gestellsteine verwendet. In diesem Abbau werden heute ein Firstenstoßbau (um 1930) und ein Abbau aus dem 17. Jahrhundert dargestellt. Im Jahre 1979 anlässlich der 900-Jahr-Feier des Ortes Müsen, wurde der Stollen als Schaubergwerk eröffnet und kann seitdem besichtigt werden.

Bestandteil der Besichtigung unter Tage ist das Wasserrad im Stahlberger Erbstollen

Ebenfalls im Stollen zu sehen ist ein voll funktionsfähiges großes Wasserrad. Und seit Mai 2009 hat der Stollen im vorderen Bereich nun eine weitere Attraktion aufzuweisen, den eingebauten Revisionsschacht, der bei einer Tiefe von sage und schreibe 1,70 m erst auf das Gewölbe der von den Erbauern aus Natursteinen zusammengefügten Rösche stößt. Das beachtliche Loch wurde für Besucher einsehbar gestaltet und mit Beleuchtung versehen. Dem erstaunten Gast kann nun ein Eindruck davon vermittelt werden, in welcher Tiefe sich das ursprüngliche Niveau der Strecke befand.

Dafür das Geschichte lebendig wird, sorgen die einsatzfreudigen Mitglieder des Altenberg- und Stahlbergvereins bei ihren Führungen durch den Stollen. Durch viel Wissenswertes und ihre Geschichten zur Geschichte wird die Besichtigung nicht nur zu einer sehenswerten Tour, sondern ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene interessant, informativ und nicht zuletzt lehrreich. Darüber hinaus wird das Stahlbergmuseum einmla pro Jahr zum Tatort Technik. Bei dieser Sonderveranstaltung locken besondere Angebote nach Müsen, unter anderem eine Schatzsuche für Kinder und Jugendliche.

Ausgrabungsgelände "Bergbausiedlung Altenberg"


Erkennbar ist ein Raum mit einer Treppe abwärts als Ausgrabungsstätte der Grube Altenberg.

Ergänzend zum Stahlbergmuseum bietet sich ein Besuch des Ausgrabungsgeländes auf dem Altenberg (von Müsen etwa 2 km Richtung Littfeld) an. Hier sind die Reste einer mittelalterlichen Bergbausiedlung zu sehen. Heimatforscher und Archäologen haben hier in den 60er und 70er Jahren auf der Bergkuppe die Überreste einer mittelalterlichen Wohn- und Arbeitsstadt von Berg- und Hüttenleuten freigelegt. Der mit Schautafeln erläuterte Rundweg ist frei zugänglich. Eine Besichtigung der Außenanlagen ist bei entsprechender Witterung in der Regel von April bis Oktober gut möglich.

Bergbaukundlicher Lehrpfad "Auf alten Bergmannspfaden"

Der Rundwanderweg "Auf alten Bergmannspfaden" wurde vom Verein Altenberg & Stahlberg e.V. angelegt. Inzwischen ist der etwa 12 km lange Weg in die Jahre gekommen.

Eine Erneuerung des Weges ist in Planung und nach der Fertigstellung soll er zum Jubiläum "700 Jahre Stahlberg" im Juni 2013 neu eröffnet werden.

Weitere Informationen:


24. Juli 2011: Sommerfest am Stahlberger Erbstollen in Müsen
Ausstellung: Auf den 'Spuren des Oberbergmeisters Johann Heinrich Jung (Februar 2011)
2010: Tatort-Technik-Tag im Stahlbergmuseum
2009: Stahlbergmuseum als Tatort Technik

Wichtige Links


Besucher vor dem Gebäude des Stahlbergmuseums in Hilchenbach-Müsen

Stahlbergmuseum Müsen

Auf der Stollenhalde 4
57271 Hilchenbach- Müsen

Träger/Betreiber:

Verein Altenberg und Stahlberg e. V.

Ansprechpartner/
Führungen:

Rolf Golze
Telefon 0170/4114260
oder
Gerhard Klein
Telefon 02733/891289
(besonders für Schulklassen!)

Öffnungszeiten:

- von März bis November 
immer am 2. Sonntag im Monat
- in den Sommerferien
jeden Sonntag im Monat
jeweils von 14.30 bis 16.30 Uhr
zusätzlich
Führungen durch das Museum
und in den Stahlberger Erbstollen
Gruppen nach Terminvereinbarung

Eintritt:

Erwachsene 3,50 Euro
Kinder bis 14 Jahre 2,50 Euro
Kleinkinder bis 6 Jahre frei

Gruppen ab 15 Personen
pro Erwachsenem 3,00 Euro
pro Kind bis 14 Jahre 2,00 Euro

Internet:
www.stahlbergmuseum.de