Stadt Hilchenbach

Internatsmuseum

Das Internatsmuseum Stift-Keppel

Vergangenheit mit viel Liebe zum Detail erleben...


Das erstmals 1239 erwähnte Stift Keppel ist heute Gymnasium, Tagungshaus und Veranstaltungsort für zahlreiche Kulturangebote. Vielen Besuchern des ansehnlichen Gebäudes ist jedoch nicht bekannt, dass es viele Jahrzehnte als Kloster der Prämonstratenserinnen diente.

Blick in einen Waschraum mit mehreren Plätzen in dem mehrere gleiche Waschtische mit Utensilien zu sehen sind

Neben der Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist daher besonders sehenswert das Internatsmuseum, in dem Dorothea Jehmlich mit viel Liebe zum Detail dafür gesorgt hat, dass die Besucher sich wunderbar in die Vergangenheit der "Klosterschule" zurück versetzen können.

Einen ersten guten Eindruck aus dem Internatsmuseum und von weiteren sehenswerten Räumen des Stiftes Keppel bekommen Sie, wenn Sie den folgenden Bericht über einen Besuch des Schul- und Kulturausschusses im Oktober 2008 lesen.

Hilchenbacher Kulturausschuss lässt sich von Stift Keppel begeistern!


Organisiert von der Vorsitzenden, Gerda Siemann, besuchten die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses der Stadt Hilchenbach vor kurzem das Stift Keppel. Die Führung durch den historischen Gebäudeteil übernahm Dorothea Jehmlich, die die Gruppe sehr informativ und auch unterhaltend durch verschiedene Räume und damit auch geschichtliche Epochen begleitete.

Der Rundgang begann in der Stiftskirche, wo sich Marianne Feindler-Jungbluth, Olaf Kemper, Marita Krautheim, Gerda Siemann und Edith Thomas fragten, ob nun wirklich etwas dran ist an der Erzählung von der Nonne, die hier in einer Säule eingemauert worden sein soll. Nach diesem kleinen Ausflug in die Sagenwelt von Stift Keppel legte Dorothea Jehmlich im weiteren Verlauf der Führung verstärkten Wert darauf, von tatsächlichen Begebenheiten zu berichten.
Im Konventssaal erzählte sie den Besuchern von den zahlreichen bedeutenden und weniger bedeutenden Nutzern und Nutzungen des Raumes. Deutlich wurde, dass der wunderschöne, nun zum Beispiel für Konzerte des Gebrüder-Busch-Kreises verwendete Saal auf eine sehr wechselvolle Geschichte und Gestaltung zurückblicken kann. Dabei gibt der Raum selbst nach seiner weitgehenden Restaurierung bis heute noch nicht alle Geheimnisse seiner Vergangenheit preis, denn die kunstvoll gestaltete Decke verbirgt immer noch einen besonderen Schatz.

Dritte Station beim Rundgang war das Internatsmuseum, das Dorothea Jehmlich mit viel Liebe zum Detail selbst ausgestattet und eingerichtet hat. Öffentlich gestartet ist die lebensnahe Ausstellung 2003 mit dem Wohn- und Schlafzimmer einer "Stiftsdamen-Lehrerin".

Blick in den Schalfraum der Internatsschülerinnen mit mehreren Einzelbetten nebeneinander und religiösen Bildern an den Wänden

Zwei Jahre später folgte die Erweiterung um Flur sowie Wohn- und Schlafräume der Schülerinnen (Foto), so dass sich die Besucher nun in die Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zurück versetzen und interessante Einblicke in das Leben im Internatsbetrieb nehmen können. 

Bei der Gestaltung hat Dorothea Jehmlich zunächst auf Möbel und andere Einrichtungsgegenstände zurück gegriffen, die ihr abgelegene Kammern und der Dachboden von Stift Keppel geboten haben. Natürlich waren diese teilweise zu restaurieren, aber hier bekam Dorothea Jehmlich tatkräftige Unterstützung, wie sie gerne betont: "Mein Mann hat mir mit seinen handwerklichen Fähigkeiten sehr geholfen." Freundliche Spenden und Leihgaben von Freunden des Hauses und aus dem Stadtmuseum in der Wilhelmsburg ergänzen die Ausstattung. Ihren Gästen berichtete sie weiter, dass die Auswahl der richtigen, zur damaligen Zeit passenden Tapete für die einzelnen Räume eine besondere Herausforderung dargestellt hat.

Wie die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses feststellen konnten, hat Dorothea Jehmlich auch diese Aufgabe hervorragend gelöst. Die Gäste durften schließlich auch teilhaben am Erfolgsrezept der Museumsgründerin. Besonders hilfreich für die originalgetreue Gestaltung der Räume, Möbel, Schrankinhalte, Kleidung und so weiter sind Fotos aus dieser Zeit. Wie viel Wert Dorothea Jehmlich auf Ursprünglichkeit legt, erstaunte die Besucher immer wieder. Besonders beeindruckend war dies, als sie das Lehrerinnenschlafzimmer, das heutzutage nicht mehr über ein Fenster verfügt, mit künstlichen, ersten Sonnenstrahlen durch ein aufgemaltes Fenster erhellte, so dass man im Raum neben der Abendstimmung auch Morgenstimmung erzeugen kann.

Marianne Feindler-Jungbluth, Edith Thomas, Olaf Kemper, Gerda Siemann und Marita Krautheim lassen sich von Dorothea Jehmlich das Ausgehkleid einer Stiftsschülerin zeigen.

Für die Ausschussmitglieder endete nach knapp zwei Stunden ein begeisterndes Erlebnis. Der Dank der Teilnehmer galt Dorothea Jehmlich (Bildmitte), die nun auf ihre 38. Führung in 2008 zurück blicken kann. Sie machte deutlich, dass sie damit ganz nah an ihrem Ziel ist, in jedem Jahr 40 Rundgänge durch ihr Kleinod durch zu führen und weitere Gruppen gerne willkommen sind. Wer Interesse hat, kann mit Dorothea Jehmlich jederzeit einen Termin abstimmen.

Wichtige Links


Innhof des Internatsmuseum Stift Keppel in Hilchenbach-Allenbach

Internatsmuseum Stift Keppel

Stift-Keppel-Weg 37
57271 Hilchenbach-Allenbach

Ansprechpartnerin:

Dorothea Jehmlich
Telefon: 02733/3281

E-Mail: jehmlich@stiftkeppel.de 

Sideboard mit Spiegel im Internatsmuseum