Stadt Hilchenbach

Stadtmarketing

Umfrage zum Stadtmarketing

Geschäftsleute sind zufrieden, aber wünschen sich mehr!


Einfach mal hören, was die Geschäftsleute meinen und was sie bewegt" - mit diesem Auftrag des Bürgermeisters Hans-Peter Hasenstab war Rathausmitarbeiter Kyrillos Kaioglidis in den ersten Monaten des Jahres 2008 immer wieder einmal unterwegs in Hilchenbach und seinen Stadtteilen. Zu seinen Gesprächspartnern gehörten dabei Unternehmer aus Industrie, Handel, Handwerk, der Gastronomie und dem weiteren Dienstleistungsbereich.

Der für das Stadtmarketing zuständige Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatte dabei nicht nur ein offenes Ohr für die Anliegen der Hilchenbacher Betriebe, sondern auch einen kurzen Fragebogen dabei. Über 60 Geschäftsleute nutzten die Gelegenheit, an dieser mit dem Aktionsring Hilchenbach abgestimmten Umfrage teilzunehmen. Eine Beteiligung, die Kyrillos Kaioglidis an sich schon als sehr erfreulich bewertet, zeigt sie doch, dass bei vielen Unternehmern Interesse besteht, die weitere Entwicklung Hilchenbachs als Wirtschaftsstandort zu begleiten.

Die zwölf Fragen der Umfrage bezogen sich in erster Linie auf die Beurteilung des Aktionsrings, der Stadtverwaltung und der bisherigen Marketingaktivitäten. Neben einer Bestandsaufnahme war das Anliegen der Stadtverwaltung aber auch, zu erfahren, was verbessert werden kann. "Befriedigend" war die Durchschnittsnote, die die Geschäftsleute sowohl der Stadtverwaltung allgemein und ihren Marketingaktivitäten als auch dem Aktionsring gaben. Wie in der Schule sieht Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab diese Bewertung von zwei Seiten: "Wir sind nicht schlecht, aber eine "3" bietet auch noch reichlich Möglichkeiten, sich zu steigern. Insofern sehe ich die Bewertung als Ansporn, noch besser zu werden, und ich würde mich freuen, wenn uns viele Geschäftsleute dabei unterstützen."

Hilfreich ist für die Stadtverwaltung und den Aktionsring dabei der Blick auf die Beurteilung einzelner Marketingaktivitäten. Während das Bonuskartensystem weiterhin mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen hat und der bisherige Internetauftritt nur von etwa der Hälfte der Befragten als gut bis sehr gut empfunden wird, erreicht die Hilchenbacher Stadtzeitung mit der Durchschnittsnote "gut" den besten Wert. Ähnlich positiv sehen die Geschäftsleute die intensivierte Außendarstellung der Stadt am Rothaarsteig mit Logo und Slogan auf Fahnen und Begrüßungsschildern.

Bei möglichen weiteren, von der Stadtverwaltung ins Auge gefassten Maßnahmen im Stadtmarketing sehen Dreiviertel aller Befragten eine Zertifizierung von Servicequalität und Kundenfreundlichkeit als besonders wünschenswert an, sicherlich auch im Vertrauen auf die eigene Stärke der Hilchenbacher Unternehmen in diesem Gebiet. Die 2008 druchgeführte Wahl des kundenfreundlichsten Geschäfts ist eine erste Aktion in dieser Richtung. Gute Chancen werden auch einem stadtweiten Gutscheinsystem eingeräumt. Immerhin zwei von drei Befragten halten es für eine gute Idee, wenn Gutscheine in allen Hilchenbacher Geschäften einlösbar wären. Schon als deutlich weniger interessant wird ein spezielles Einkaufsangebot für Kinder (KiddiCard) beurteilt.

Bei der offenen Frage nach dem, was die Stadt Hilchenbach aus Sicht der Unternehmer besser machen könnte, wünschten sich die Geschäftsleute zum Beispiel eine Attraktivitätssteigerung des Marktplatzes als Aufenthaltsort durch Cafes und ähnliches. Ziel muss nach Ansicht der Befragten auch weiterhin eine stärkere Kaufkraftbindung sein unter dem Motto "Hilchenbacher kaufen in Hilchenbach". Deutlich auch das Anliegen, die Stärken der Stadt am Rothaarsteig nach außen noch besser zu vertreten. Dazu passt auch der Wunsch, klare Konzepte im Hinblick auf Wirtschaft, Tourismus und Seniorenpolitik zu entwickeln und diese dann auch konsequent umzusetzen.

Die Umfrage zeigt aber nicht nur der Stadtverwaltung Ziele auf, sondern steigern kann sich auch der Aktionsring. Trotz eines hohen Bekanntheitsgrades bei über 90 % der Befragten, sind weniger als die Hälfte der Unternehmen Mitglied oder wollen es werden. Bei den Aufgaben, die die Gemeinschaft nach Ansicht der Geschäftsleute wahrnehmen sollte, ergibt sich ein breit gefächertes Bild: 27 % erwarten vom Aktionsring das Schaffen eines gemeinsamen Werbeauftritts. Auf den weiteren Plätzen folgen als Hauptaufgaben die Veranstaltung von Festen, die Interessenwahrnehmung des Handels gegenüber der Stadtverwaltung und der Politik, der Erfahrungsaustausch und die Begleitung von Existenzgründungen bis hin zu Bildungsangeboten für das Personal, die sich immerhin noch 5 % wünschen.

Bei der Frage nach der Wichtigkeit und Gewährleistung allgemeiner wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und Standortfaktoren ergibt sich ebenfalls eine sehr breite Streuung der Bewertung bei allen genannten Merkmalen. Im Ergebnis wird den Kriterien von wirtschaftspolitischem Klima über Attraktivität, Image, Marketing und Kulturangebot der Stadt bis hin zum Gastronomie- und Hoteleriebestand und der Verkehrsanbindung in etwa die gleiche Bedeutung beigemessen.

Abschließend speziell befragt wurden nur die Händler zum Thema Einzelhandelskonzept. Hier zeigte sich, dass der Aktionsring mit seiner Forderung, solche Vorgaben in Hilchenbach zu erstellen, auf dem richtigen Weg ist. 80 % der Befragten halten ein Einzelhandelskonzept in Hilchenbach für wichtig. "Ein klares Signal an die Politik", fühlt sich auch Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab bestärkt in seinem Wunsch, hier Unterstützung im Rat zu erhalten.


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Foto von Kyrillos Kaioglidis an seinem Arbeitsplatz

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57271 Hilchenbach

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E-Mail: k.kaioglidis@hilchenbach.de

Begrüßungsschild mit Logo und Slogan Hilchenbach Leben am Rothaar