Rückblicke
Bauspielplatz 2011 "Der Schatz von Atlantis"
Die versunkene Stadt in Hilchenbach angespült
In diesem Jahr fand der 7. Hilchenbacher Bauspielplatz unter dem Thema „der Schatz von Atlantis“ statt. Um passend zum Thema die örtlichen Möglichkeiten wie Freibad und den Ferndorfbach zu nutzen, zog man vom Alten Rathauspark auf das Gelände des Bolzplatzes in Hadem. 72 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren bewaffneten sich mit Hammer und Nägeln um in der Woche vom 2. bis zum 8. August die versunkene Stadt wieder aufleben zu lassen.
Nach der Eröffnung durch den 1. Beigeordneten der Stadt Hilchenbach, Udo Hoffmann, der traditionell ein Rundholz zersägte, gab es eine ausführliche Kennenlernrunde zwischen den jungen Bauarbeiterinnen und Bauarbeitern sowie den Betreuerinnen und den Betreuern. Bei dieser bekamen die Mädchen und Jungen wichtige Informationen zum Ablauf der gemeinsamen Bauwoche und konnten sich anschließend in verschiedene Bauprojekte einschreiben. Mögliche Einsatzbereiche waren dabei beispielsweise Amphitheater, Tempel, Fischerhütte, Schatzkammer, Zeitungsprojekt, Möbelbau und Tanz- und Theatergruppe. So stand dem Baubeginn nichts mehr im Wege. Die über 70 fleißigen Arbeiterinnen und Arbeiter sorgten für ein kontinuierliches Hämmern in Hadem. Jedem war bewusst, die „versunkene Stadt“ kam wieder zum Vorschein.
Neben dem Hüttenbau bestand auch der diesjährige Bauspielplatz aus einem umfangreichen Programm mit ganz unterschiedlichen Angeboten, die durch Vereine, Fachleute und Organisationen vorbereitet wurden. So gab es am Mittwoch die Möglichkeit mit Christel Weber zu Töpfern, also kreativ mit Ton zu arbeiten und der Phantasie freien Lauf zu lassen. Dabei entstanden tolle Kunstwerke und praktische Gegenstände, die in den Projekten themenbezogen genutzt werden konnten.
Das Rockmobil von Momu e. V. als Stammgast steuerte auch dieses Mal den Bauspielplatz an. So hauten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit den Kindern in Saiten, auf Tasten und Trommeln.
Die Projektgruppe „Zeitung“ folgte der Einladung der Druckerei Wilke und besichtigte deren Unternehmen. Dabei verfolgten sie den Produktionsablauf – von der Vorlagenerstellung bis zum fertigen Druck. Als praktisches Andenken bekam jede Besucherin beziehungsweise jeder Besucher einen Block mit dem Bild der Zeitungsreporter auf dem Umschlag.
Die Bauleute, die an der Schatzkammer inklusive der Schatztruhe arbeiteten, holten sich bei einem Besuch der Stadtsparkasse Inspiration für ihr eigenes Projekt. Der Tresorraum wurde erforscht und jeder durfte ein Bündel Geld in der Hand halten. Auch wenn es schwer war, musste dieses aber im Tresor bleiben. Zum „Trost“ gab es eine Erfrischung und Kekse für die jungen Schatzmeister.
Wer zwischen dem Handwerken den Pinsel schwingen wollte, konnte dies am Donnerstag unter der Anleitung von Silke Krah von der Jugendkunstschule tun und Bilder für die kunstvolle Einrichtung der Hütten malen.

Was in der Ferndorf so alles schwimmt, wurde am Freitag untersucht. Sabine Portig begab sich gemeinsam mit den kleinen Forscherinnen und Forschern der Fischerhütte, bewaffnet mit Speziallupe, auf die Suche nach allem was in dem Bach kreucht und fleucht – von Groß bis Klein.
An einem Tag unterstützte Klaus Stötzel, 1. Stellvertretender Bürgermeister von Hilchenbach, die jungen Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter. In Blaumann und Arbeitsschuhe gestiegen und mit Werkzeug ausgestattet, zeigte er seine umfangreichen Erfahrungen im Umgang mit Holz und war eine große Hilfe bei der Fertigstellung der Bauten.
Am Freitag wurde nach „Feierabend“ gemeinsam gegrillt, bevor nach einem Geländespiel, bei dem man an verschiedenen Stationen Geschicklichkeit und Logik beweisen musste und anschließender Nachtwanderung auf dem Platz übernachtet wurde. Die spannende und bewegungsreiche Abendgestaltung sowie die ereignisreiche Woche sorgten dafür, dass die Nachtwandererinnen und Nachtwanderer sofort nach Wiedereintreffen auf dem Baugelände ihre Zelte bezogen und - erschöpft aber glücklich - in den verdienten Erholungsschlaf fielen.
Durch ein leckeres Frühstück gestärkt nahm man am nächsten Morgen die Einladung ins Freibad an und vergnügte sich im kühlen Nass oder schwang den Schläger auf der benachbarten Minigolfanlage. Anschließend wurden die letzten Vorbereitungen für das Abschlussfest am Sonntag getroffen.
Zu diesem fanden sehr viele Besucher den Weg zu der zum Leben erweckten Stadt Atlantis. Eltern, Oma, Opa, Geschwister, Freunde und alle Interessierten besichtigten und bestaunten die Ergebnisse sowohl der Bauarbeiten als auch der Workshops. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, da zahlreiche Eltern sich bereit erklärt hatten, Kuchen und anderes Gebäck beizusteuern. Frische Waffeln, Stockbrot, kalte und warme Getränke, ein Luftballonwettbewerb, Nagelbalken und vieles mehr sorgten für einen gemütlichen, abwechslungsreichen Ausklang einer tollen Veranstaltung, dessen Durchführung auch in diesem Jahr ohne die zahlreichen Helfererinnen und Helfer sowie Unterstützerinnen und Unterstützer nicht möglich gewesen wäre.

Daher gilt der besondere Dank der Jugendpflege allen 16 Betreuerinnen und Betreuern, dem Baumeister Jürgen „Bob“ Groll vom Baubetriebshof der Stadt Hilchenbach, den vielen Spendern von Holz und weiteren Materialien, der Kindertagesstätte „Arche“ und Klaus Stötzel für die Bereitstellung des Bauwagens, dem Baubetriebshof der Stadt Hilchenbach, den Stadtwerken, dem TuS Hilchenbach, der Feuerwehr Hilchenbach, dem Tourismus- und Kneipverein Hilchenbach e. V., den oben genannten Ausrichtern der verschiedenen Zusatzangebote, Klaus-Henning Moll, dessen gepachtete Wiese mitgenutzt werden durfte, den Nachbarn für den mit Geduld ausgehaltenen Baulärm und natürlich den Kindern für ihre tolle Mitarbeit sowie den Eltern, die mit köstlichem Gebäck das Abschlussfest bereichert haben.
Weitere Informationen:
Bildergalerie zum Bauspielplatz 2011
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