Bürgermeister
Grußwort zu Weihnachten 2007
Rückblick und Ausblick
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher!
Wieder geht ein Jahr zu Ende. Ein Anlass für viele von Ihnen und auch für mich als Bürgermeister unserer Stadt, zurück zu blicken und nach vorne zu schauen. Ein Ereignis im Januar hat dieses Jahr geprägt wie kein anderes: Der Orkan Kyrill. Bundesweite Aktionen wie "Licht aus" am 8. Dezember und die zahlreichen Aufrufe und Initiativen zum Energiesparen, um unser Klima zu schützen, haben seit diesem Tag für viele von uns eine neue Bedeutung erhalten. Keine große Überraschung, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache vor kurzem als Wort des Jahres 2007 die "Klimakatastrophe" ausgewählt hat. Die durch den Orkan verursachten Schäden haben uns erstmals sehr direkt bewusst gemacht, dass auch wir in Hilchenbach von den Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar bedroht werden. Dank zahlreicher unermüdlicher Helferinnen und Helfer hielten sich die Folgen des Orkans in Grenzen, insbesondere was die Gesundheit der Menschen betrifft. Gott sei Dank! Dennoch waren unter anderem die durch Kyrill verursachten Stromausfälle ein deutliches Signal dafür, dass Energie und Licht uns nicht immer auf Knopfdruck unbegrenzt zur Verfügung stehen. Viele Haushalte waren froh, dass man mit Kerzen ein wenig Licht in die Wohnung bringen konnte. Und besonders erleichtert waren die Mitmenschen, die während des Orkans unterwegs sein mussten, als sie zu Hause vom Schein einer Kerze empfangen wurden.
Doch nicht nur bei Stromausfall, sondern gerade in der Weihnachtszeit genießen wir gerne solchen Kerzenschein. Dabei hat die Kerze in dieser Zeit auch eine besondere symbolische Bedeutung, die wir nicht vergessen sollten. In wenigen Tagen feiern wir die Geburt von Jesus Christus, der auch als das Licht der Welt bezeichnet wird. Er bringt im übertragenen Sinne, wie die Kerze, Licht in die Dunkelheit und erhellt unser Leben. Doch was ist das besondere an diesem Licht, an dieser Energie? Bei Jesus Christus gibt es keinen Stromausfall, keinen Schadstoffausstoß, keinen ständigen Preisanstieg und auch keinerlei andere Nachteile, die wir von der uns sonst bekannten Energieproduktion und -nutzung kennen. Sein Licht und seine Energie stehen uns immer kostenlos zur Verfügung. Und bei Jesus Christus gibt es schon gar keine Klimakatastrophe, obwohl er das beste Beispiel für einen Klimawandel gibt. Diese Veränderung soll sich allerdings in unserem Inneren abspielen. Folge dieses Klimawandels, die Jesus Christus bewirken will, sind auch nicht umgestürzte Bäume und andere Schäden, sondern unter anderem mehr Mitmenschlichkeit und die Bereitschaft, sich selbstlos für andere einzusetzen.
Seit Beginn meiner Amtszeit habe ich mich in Hilchenbach für das Energiesparen eingesetzt. Angefangen von Projekten in der Stadtverwaltung bis hin zu Beratungs- und Förderangeboten für die privaten Haushalte konnten bereits zahlreiche Maßnahmen verwirklicht werden. Viele von Ihnen machen mit beim Umwelt- und Klimaschutz und sorgen so dafür, dass wir in Hilchenbach auf einem guten Weg sind und deutliche Fortschritte bei der effizienten und sinnvollen Nutzung von Energie erzielen.
Bei Jesus Christus mache ich jedoch eine Ausnahme vom Energiesparen. Nutzen Sie seine kostenlose Energie, sein Licht so viel und so oft sie können. Je mehr "christlichen Strom" Sie aufnehmen, um so mehr kann unsere Gesellschaft in Hilchenbach, in Siegen-Wittgenstein, in Südwestfalen und darüber hinaus von Ihrem Handeln profitieren. Jeder persönliche, ehrenamtliche Einsatz für unsere Mitmenschen leistet einen wichtigen Beitrag zu einem dauerhaft lebenswerten Leben am Rothaarsteig für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen angenehmen Jahreswechsel.
Ich würde mich freuen, wenn wir alle viel Energie auftanken, um uns im nächsten Jahr wieder gemeinsam für unsere Stadt einsetzen zu können.
IhrHans-Peter Hasenstab
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