Stadt Hilchenbach

Fachbereich 4 - Schulen und Soziales

Öffentlicher Personennahverkehr

Fahrplanwechsel sorgt für größere Schwierigkeiten in der Schülerbeförderung


Aufgrund eines Antrages von Dr. Peter Neuhaus hat sich der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig dafür ausgesprochen, eine Beschwerdestelle im Rathaus einzurichten.

Diese steht insbesondere den Eltern, aber auch Schülerinnen und Schülern zur Verfügung, die deutlich machen möchten, wo Mängel in der Beförderung zur Schule und nach Hause bestehen.

Ansprechpartner ist aus dem Fachbereich Schulen und Soziales
Wolfgang Treude
Telefon 02733/288-149
E-Mail
w_treude@hilchenbach.de

Während die Veränderungen im allgemeinen Öffentlichen Personennahverkehr durch den Fahrplanwechsel Mitte Juli 2010 weiterhin gewöhnungsbedürftig sind, hat der Schulbeginn deutlich gemacht, das zwischen gut (gemeinter) Theorie des neuen Fahrplans und der Praxis mit zahlreichen Schwierigkeiten in der Schülerbeförderung ein großer Unterschied besteht. Die Stadtverwaltung ist in intensiven Verhandlungen mit den Verantwortlichen, den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd und der Firma TRANSDEV, um kurzfristig Verbesserungen zu erreichen.

In diese Bemühungen fließen, wie bisher, auch die Informationen ein, die der nun eingerichteten Beschwerdestelle vorgetragen werden.

Gerne können Sie sich auch direkt an die für den Bustransport verantwortliche Firma TRANSDEV wenden, die einen Online-Fragebogen bereit stellt, in dem Sie Ihrem Ärger Luft und Vorschläge zu Verbesserungen machen können.

Zum Fragebogen des Beförderungsunternehmens TRANDEV...

Darüber hinaus hat der Stadtentwicklungsausschuss folgenden weiteren Beschluss gefasst:

Die Stadt Hilchenbach behält sich finanzielle Konsequenzen vor, für den Fall, dass die Missstände nicht in absehbarer Zeit abgestellt sind.

Mitteilung zum Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehrsplanung am 8. September 2010

In einer Mitteilung hat Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab den Sachstand und die Aktivitäten der Stadtverwaltung zum Öffentlichen Personennahverkehr sowie besonders zur unbefriedigenden Schülerbeförderung nach dem Fahrplanwechsel im "Linienbündel Mitte" dargestellt:

Zum 15. Juli 2010 ist es im "Linienbündel Mitte" auch für Hilchenbach zu einem umfangreichen Fahrplanwechsel gekommen.

Zu den größten Veränderungen zählt hier die Umstellung des Fahrtaktes der Linie R11 zwischen Hilchenbach und Kreuztal vom 1/2- Stunden-Takt, zum 1-Stunden-Takt. Hier hat der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) eine Abstimmung mit dem Bahnverkehr erreichen können, so dass der 1/2-Stunden-Takt, nun abwechselnd mit beiden Verkehrsmitteln, weiterhin gegeben ist. Dieser für die Wirtschaftlichkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) notwendigen Fahrplanänderung hat der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehrsplanung bereits am 8. Juni 2005 aufgrund der Vorlage 145 im Grundsatz zugestimmt.

Über die Verbesserungen der Nahverkehrsanbindungen der Stadtteile Grund, Oechelhausen und Ruckersfeld sowie Helberhausen durch die Einführung eines sogenannten Taxibusses im 2-Stunden-Takt hatte ich den Rat am 28. April 2010, sowie den Schul- und Kulturausschuss am 24. Juni 2010 mit Mitteilung 65 bereits ausführlich berichtet.

Überraschend war für die Stadtverwaltung und die Bürgerinnen und Bürger der Wegfall der Haltestellen Rathaus (Markt) und Bruchstraße. Hier konnte ich durch die Beteiligung der Bezirksregierung und der Firma TRANSDEV innerhalb eines Tages erreichen, dass die ursprüngliche Linienführung mit den Haltestellen Markt und Bruchstraße wieder hergestellt worden sind.

Mit dem Ende der Sommerferien und dem Beginn des Schülerverkehrs ist es dann jedoch in Hilchenbach zu zahlreichen Beschwerden gekommen. Besonders ärgerlich ist dabei, dass sogar im Fahrplan vorgesehene Busse mehrere Tage nicht gefahren sind. Zum Beispiel haben mich Eltern und Schulen informiert, dass der Bus der Linie A371 mit Abfahrt 11.45 Uhr ab Hilchenbach Schulzentrum über Allenbach Bahnhof (11.55 Uhr) weiter über Grund nach Ruckersfeld nicht gefahren ist. Weitere Beschwerden sind, dass verschiedene Anbindungen, zum Beispiel nach Schulschluss von Dahlbruch nach Müsen, mit sehr langen Wartezeiten für die Schülerinnen und Schüler geplant wurden. Auch der Einsatz von kleineren Bussen hat dazu geführt, dass Kinder aufgrund der Überfüllung dieser Busse nicht befördert werden konnten.

Diese Missstände und Beschwerden hat die Stadtverwaltung an die TRANSDEV umgehend mitgeteilt und um Abhilfe beziehungsweise Stellungnahme gebeten. Erstes Ergebnis: Die Linie A371 wird nun fahrplangerecht bedient und ein Mitarbeiter der Firma kontrolliert die Durchführung durch das hier eingesetzte Busunternehmen.

Auch bin ich der Einladung des Verkehrsausschusses des Kreistages zum Thema "ÖPNV – Linienbündel Mitte" am 2. September 2010 gefolgt. Neben Vertretern der anderen betroffenen Städte und Gemeinden waren auch die Verantwortlichen der ZWS und von TRANSDEV anwesend. Ich habe bei dieser Gelegenheit die schon weitergeleiteten Beschwerden aus Hilchenbach vorgetragen. Sehr gut unterstützt worden bin ich dabei von den Ausschussmitgliedern aus Hilchenbach.

Außerdem habe ich die Beschwerden und Verbesserungswünsche nochmals gesammelt schriftlich dem Verantwortlichen der TRANSDEV übergeben. Dieser hat mir eine zeitnahe Fehlerbeseitigung gerade im Schülerverkehr zugesagt.

Ich werde die Verantwortlichen beim Wort nehmen und erwarte, dass die Busse sofort ordnungsgemäß eingesetzt werden. Für Routen, die mit längeren Wartezeiten für die Schülerinnen und Schüler verbunden sind, gehe ich davon aus, dass TRANSDEV zeitnah Vorschläge zur Verbesserung dieser Anbindungen macht.


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Foto von Fachbereichsleiter Werner Krönert an seinem Arbeitsplatz

Stadt Hilchenbach

Werner Krönert
Fachbereichsleiter
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