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Dahlbrucher Männerchor in Finnland:
Finnen waren großartige Gastgeber
(Foto und Bericht vom Dahlbrucher Männerchor)Es war die schönste Reise seit Jahren, darüber waren sich alle Teilnehmer einig. Die Herzlichkeit und Freundlichkeit der finnischen Gastgeber ist immer etwas Besonderes. Das haben die älteren Sänger bereits vor 31 Jahren erfahren; denn solange ist es her, als die freundschaftlichen Kontakte zu Finnland geknüpft wurden.
Nachdem der finnische Männerchor „Mikkelin Mieslaulajat“ zuletzt im Jahre 2007 in Dahlbruch war, wurde nun der Gegenbesuch in die Tat umgesetzt. Vom Flughafen Düsseldorf ging es nach Helsinki und von dort mit einem Bus durch die finnische Seenlandschaft nach Mikkeli. Mikkeli (schwedisch St. Michel) ist eine Stadt mit rund 48.000 Einwohnern in der finnischen Region Savo am Ufer des Saimaa-Sees.
Die Verantwortlichen der Stadt Mikkeli (Referent für Stadtentwicklung Herr Timo Airas und Kulturdezernentin Marita Kajander) haben es sich nicht nehmen lassen, den Dahlbrucher Chor zu einer offiziellen Feierstunde gemeinsam mit dem gastgebenden Chor im historischen Rathaus zu empfangen. Die Gastgeber hatten in den vier Tagen ein abwechslungsreiches Programm für die Dahlbrucher Sänger vorbereitet. Da Mikkeli Garnisonsstadt war, besuchte man folgende Museen: Das einzige Infanteriemuseum Finnlands (befindet sich in den 1881 errichteten Holzkasernen) und das Hauptquartiermuseum, das an die wechselvolle finnische Geschichte des 2. Weltkriegs erinnert. Auch der Besuch in dem Torf- und Holzheizkraftwerk, von dem aus etwa 85% der Stadt mit Wärme versorgt werden wurde interessiert aufgenommen.

Ein im Zentrum der Stadt gelegener Park war Kulisse für ein gemeinsames Konzert der beiden Chöre. Der DMC trug unter der Leitung seines langjährigen Chorleiters Matthias Merzhäuser, ICV mit internationalen und deutschen Liedern, wie dem russischen Lied „Tebje Pajom“, dem amerikanischen Lied „All night, all day“ oder dem afrikanischen Lied „Siyahamba“ zur Unterhaltung bei. Lockere Weisen, aber auch getragene Lieder von Komponisten unterschiedlichster Stilrichtungen kamen zum Vortrag, wie: „Lasst uns ein Stündlein lustig sein“ (Melchior Franck), „Gesellen stimmet mit mir ein“ (Walther Schneider), „Steh´n zwei Stern am hohen Himmel“ (Walter Rein) und „Die Sterne sind erblichen“ (Ludwig Erk). Natürlich durfte bei dem internationalen Konzertprogramm auch finnisches Liedgut nicht fehlen. Das Besondere bei finnischen Konzerten ist, dass daraus ein kleines Volksfest gemacht wird. Jeder Besucher, jede Familie bringt Getränke und Selbstgebackenes mit. Unter alten Bäumen im Park macht man es sich auf Bänken oder, wenn es die Witterung zulässt, auf dem Boden sitzend, gemütlich, lauscht der Musik und tauscht die mitgebrachten Speisen und Getränke untereinander aus. So entstehen neben musikalischen Verbindungen auch zwischenmenschliche, die die Freundschaft beider Männerchöre auch in Zukunft weiter festigen wird.
Bereits bei der Rückfahrt wurden Stimmen laut, dass dies bestimmt nicht die letzte Reise in das nordische Land war.
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