Stadt Hilchenbach

Ausstellungen

Stadtmuseum

Ausstellung "Jung-Stilling auch heute nicht vergessen"
im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg
in der Zeit vom 2. Dezember 2008 bis 1. März 2009

1.657 Besucher interessierten sich für Jung-Stilling

Er ist schon fast 200 Jahre tot, aber wie der Titel der Ausstellung schon richtig vermutete "auch heute nicht vergessen": Jung-Stilling! Bester Beleg dafür ist das größte Publikumsinteresse an einer Ausstellung seit zwei Jahren. Drei Monate lang bot das Stadtmuseum in der Wilhelmsburg Gelegenheit, mehr über einen der berühmtesten Söhne der Stadt am Rothaarsteig, Johann Hein-rich Jung genannt Stilling, zu erfahren. Und die Besucher nutzten die volkstümliche Ausstellung, die Stadtarchivar und Museumsleiter Reinhard Gämlich, Alfred Marenbach aus Dormagen und Dr. phil. Erich Mertens aus Lennestadt sowie der Präsident der Jung-Stilling-Gesellschaft, Ortwin Brückel aus Kreuztal, zusammen gestellt hatten, bis zum letzten Tag.

Am Sonntag, dem 1. März, waren noch einmal 34 Gäste in der Jung-Stilling-Ausstellung, so dass Reinhard Gämlich insgesamt 1.657 Besucher verzeichnen konnte: Eine erfreuliche Bilanz und ein sehr guter Start ins Ausstellungsjahr 2009. Allerdings konnte keiner dieser Besucher das gestellte Rätsel lösen. Gesucht war nicht wie bei den meisten Lösungen genannt, Getreide, sondern die Butter, wie sie Jung-Stilling in einem Buch selbst beschrieben hat.

Auch die nächste Ausstellung richtet den Blick auf Spuren der Vergangenheit. Allerdings steht diesmal nicht ein Mensch im Mittelpunkt, sondern vergessene Wege und Grenzen im Siegerland. Professor Dr. Berthold Stötzel, Vorsitzender des Ortskuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für den Raum Siegen, hat die noch vorhandenen Reste oder Spuren der Siegerländer Verkehrsinfrastruktur der früheren Jahrhunderte aufgespürt und in Bild- und Texttafeln anschaulich dokumentiert und dargestellt. Ergänzt wird die Ausstellung durch wissenswerte Informationen zum Warenverkehr und der früheren Verkehrstechnologie. Nicht zuletzt soll mit einigen gezeigten Exponaten auch ein vergessener, aber ehemals sehr bedeutsamer Beruf ins Licht der Erinnerung gehoben werden und zwar der des Fuhrmanns. Die Ausstellung "Spuren der Vergangenheit: Vergessene Wege und Grenzen im Siegerland" wird ab 24. März im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg zu sehen sein."

Einladung zur Ausstellung

Wegen des großen Interesses und zahlreicher Nachfragen hat die Stadt Hilchenbach die Ausstellung um einen Monat verlängert. Noch bis zum 1. März kann man sich über einen der berühmtesten Söhne der Stadt am Rothaarsteig, Johann Heinrich Jung genannt Stilling, im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg näher informieren. 

Ausstellungseröffnung Jung-Stilling durch Bürgermeister HasenstabDie Ausstellung "Jung-Stilling auch heute nicht vergessen" hat Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab am 2. Dezember eröffnet. Die Einführung übernahm Ortwin Brückel als Präsident der Jung-Stilling-Gesellschaft. Beide betonten in ihren einleitenden Worten die Vielseitigkeit des berühmten Grunders, die die etwa 40 Besucher dann auch auf ihrem Weg durch die Ausstellung insbesondere anhand der zahlreichen von Jung-Stilling verfassten Schriften nachvollziehen konnten. Zu den interessierten Gästen zählte mit Jürgen Baron von Engelhardt aus Eschborn auch ein Ur-Ur-Ur-Enkel von Jung-Stilling, ein Nachfahr des Sohnes Friedrich (1795-1853), der mit dem Namen "Jung-Stilling" geadelt und durch Zar Alexander I. im Jahr 1838 zum Oberpostmeister von Livland bestellt wurde.

Besonderheit ist, dass die Besucher auch die Gelegenheit haben ein kleines Rätsel zu lösen. 

Die volkstümliche Ausstellung hat der Stadtarchivar und Museumsleiter Reinhard Gämlich mit Unterstützung von Alfred Marenbach aus Dormagen und Dr. phil. Erich Mertens aus Lennestadt sowie des Präsidenten der Jung-Stilling-Gesellschaft, Ortwin Brückel aus Kreuztal, zusammen gestellt. Auch wenn die Präsentation keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, so macht der Titel "Jung-Stilling auch heute nicht vergessen" neugierig auf diese Ausstellung zu einem bedeutenden Stück Hilchenbacher Geschichte.

Portrait von Jung-Stilling (Ölmalerei)Johann Heinrich Jung genannt Stilling wurde am 12. September 1740 als Sohn des Johann Helmann Jung (1716-1802) und der Johanna Dorothea Katharina Fischer (1717-1742) im Dorf Grund im damaligen Fürstentum Nassau-Siegen geboren. Jung-Stilling war Schneider, Lehrer, Augenarzt, Professor für Staatswissenschaften und seit 1803 Berater sowie 1808 Geheimer Hofrat des badischen Großherzogs. Während seines Medizinstudiums in Straßburg war er mit Johann Wolfgang von Goethe befreundet und erlangte selbst literarischen Ruhm als pietistischer Schriftsteller. Am 2. April 1817 verstarb er elf Tage nach seiner dritten Gattin Elisabeth Coing (1760-1817) in Karlsruhe, wo beide an der Apsiswand der evangelischen Friedhofs-Kapelle begraben wurden.

Die Ausstellung zeigt Titelblätter und Illustrationen zu Jung-Stillings Aufsätzen sowie seinen Werken und Schriften. Detailreiche Kupferstiche und Porträts, Originalbriefe, deutsche und fremdsprachliche Bücher, Reclam-Ausgaben und gegenständliche Exponate über Jung-Stilling aus der Neuzeit runden die Schau ab.

Für die Besichtigung des Stadtmuseums und der aktuell gezeigten Ausstellung gilt: Eintritt frei!



zurück
Collage des Fotoclubs Blende 5.6 aus seiner Ausstellung Rund um Florenburg

Stadtmuseum Hilchenbach

Im Burgweiher 1

Eintritt frei -
Spende erwünscht!

Öffnungszeiten:

Montag
14:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Dienstag
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Mittwoch
10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Donnerstag
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag
10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Sonntag
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Feiertage:
Bitte vorab telefonisch anfragen, ob geöffnet ist.