Bildungspartner Schule
Stadtbücherei und Florenburg-Grundschule sind Bildungspartner
Spaß an Poesie - Workshops in der Stadtbücherei Hilchenbach gingen in die 2. Runde
Insgesamt sieben Workshops mit Olaf n. Schwanke hat die Stadtbücherei Hilchenbach im Jahr 2009 für insgesamt rund 150 Schulkinder in diesem Herbst veranstaltet. Im Rahmen des vom Land NRW geförderten Projekts „Bildungspartner Bibliothek und Schule" und dank der damit verbundenen Förderung konnte die Stadtbücherei Hilchenbach wieder spannende Workshops zu Sprache, Rhythmus, Reim und Poesie anbieten. Mit Reim-Memory, lebendig vorgetragenen Gedichten, Kanon singen, der Anleitung zum Selberschreiben und Darbieten von kleinen Texten konnte der Siegener Dichter Olaf n. Schwanke die teilnehmenden Kinder für die Poesie begeistern.
Die Schülerinnen und Schüler der Hilchenbacher Florenburg-Grundschule, der Projekt-Partnerschule der Stadtbücherei, hatten viel Spaß und haben viele höchst interessante Dinge gemacht und gelernt. Für die Kinder aus den zweiten Schuljahren ging es im ersten Workshop "Poesie - aber wie?" um das Spiel mit Reim und Rhythmus: sie haben zusammen Reime gehört, Reime kombiniert und Reime im Rhythmus gesungen und geklatscht.

Die Kinder aus den dritten und vierten Schuljahren, die den Aufbau-Workshop "Wir dichten" besuchten, betätigten sich dann selber als DichterInnen oder Vorlesende. So verfassten sie Monovokalgedichte, Limericks oder Haiku, die sie anschließend in einer Dichterlesung reihum vortrugen und mit viel Applaus würdigten. Am Vortrag feilen und die "Performance" verbessern konnten die Schülerinnen und Schüler im dritten Workshop "Poesie gespielt - gezeigt", in dem es zum Beispiel um die Darstellung von spannenden Balladen mit verteilten Rollen ging. Die manchmal kniffligen Aufgaben wechselten sich natürlich mit Kostproben der locker-lebendigen Vortragskunst des Siegener Dichters und Künstlers Olaf n. Schwanke ab, der für die kleinen Poeten immer wieder auch Einblicke in die große Poesie gab.
Nach dem Hören berühmter Gedichte wie „Das große Lalula" oder „Gruselett" von Christian Morgenstern, "Ottos Mops" oder "Schtzngrmm" von Ernst Jandl, oder auch von Gruselballaden wie Droste-Hülshoffs "Der Knabe im Moor" oder Mörikes "Die Geister am Mummelsee", fällt das Selberdichten schon gleich viel leichter. Das Gedicht „Moral" von Erich Kästner („Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es!") haben alle Kinder mit nach Hause genommen als ein wichtiges Gedicht. Es ist nicht nur ein Kästner-Klassiker, der fast schon zum Sprichwort geworden ist und beeindruckt daher Eltern wie Lehrer, wenn die Kinder es bei passender Gelegenheit nebenbei in ein Gespräch einwerfen können. Es hat auch noch einen anderen, nicht zu unterschätzenden Vorteil: Alle schaffen es, dieses Gedicht mühelos in weniger als 30 Sekunden auswendig zu lernen, ohne dass es sich wirklich wie Auswendiglernen anfühlt... Aufregend und lustig kann der Umgang mit Poesie sein.
Die Beschäftigung mit Sprache, Lauten, Sprechen und Rhythmus kann leise sein und laut, spannend und lebendig. Alles in allem haben die Workshops den Beteiligten rundum Spaß gemacht und sollen - sofern das Land NRW wieder die Projektfördergelder dafür bewilligt - im nächsten Jahr fortgeführt werden. Dann wird das Angebot der Stadtbücherei um einen neuen Workshop erweitert, der sich mit Witzen, Sprichwörtern und Ironischen Redewendungen beschäftigt.
Wichtige Links www.bildungspartner.nrw.de
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