Stadt Hilchenbach

Toleranz und Zivilcourage

Gegen Rechtsextremismus

„Wehret den Anfängen!" -
Hilchenbach setzt beim Bürgerfest ein Zeichen für
Null Toleranz für Nazis


Über 500 Menschen haben am 5. Juni in Hilchenbach beim Bürgerfest "Bunt statt Braun" ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt und deutlich gemacht, dass Nazis in unserer Stadt unerwünscht sind. 

Blick ins Publikum beim Bürgerfest gegen Nazis

Die Bühne in der Gerichtswiese an der Wilhelmsburg war symbolisch mit vielen bunten Luftballons geschmückt. Einige Gruppen hatten sich spontan bereit erklärt hier aufzutreten. Mit dabei waren die Rockband Farrago mit Gastmusikern, die Tanzgruppe der Stadtjugendpflege To The Limits und das Jugendorchester der Stadt Hilchenbach unter Leitung von Marcus Heider. 

Besonderer Höhepunkt war der Musikvortrag von Jan Vering mit Pianist Mark Heilmann (Apollotheater), die Auszüge ihrer Eigenproduktion nach Martin Luther King "Ich habe einen Traum" vorstellten und bei ihrer Zugabe auch das Publikum zum Mitsingen bewegten.

Jan Vering (rechts) mit Pianist Mark Heilmann (links) vom Apollotheater bei ihrem Auftritt auf dem Bürgerfest gegen Nazis in Hilchenbach

Weitere Angebote wie das Rockmobil mit Hans-Dieter Klug, ein Schminkstand mit Judith Neuhaus und eine Hüpfburg (bereit gestellt von der Stadtsparkasse Hilchenbach) machten das Bürgerfest zu einer gelungenen und friedlichen Veranstaltung mit viel Musik, Unterhaltung, Kinderangeboten
und Null Toleranz für NAZIS!!!

Alle Beteiligten waren spontan der Einladung gefolgt, die das Hilchenbacher Bündnis für Toleranz und Zivilcourage, die Stadt Hilchenbach vertreten durch  Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab, die Fraktionen des Rates, der DGB, die Hilchenbacher Schulen, Kirchen und Feuerwehr sowie zahlreiche weitere gesellschaftliche Gruppen ausgesprochen hatten, um gemeinsam gegen den Rechtsextremismus zu handeln. Gemeinsam bedeutete auch, dass jede Bürgerin und jeder Bürger das Vorgehen gegen die Rechtsextremen durch die Teilnahme am Bürgerfest unterstützen konnte. Und dies haben die Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher in erfreulich großer Zahl getan. Zusammen haben wir sehr deutlich gemacht, dass die NPD in Hilchenbach unerwünscht ist.

Dazu diente nicht nur das Bürgerfest, sondern auch ein "stummer" Protest in Dahlbruch, wo zahlreiche Plakate und ein Banner in direkter Umgebung der NPD-Kundgebung den ungebetenen Gästen klar gemacht haben, dass Hilchenbach keine Nazis haben möchte, auch nicht die deutlich weniger als 20 Personen, die in Dahlbruch ihre menschenfeindlichen Botschaften kund taten. Um die Solidarität und Verbindung mit Dahlbruch zu zeigen, war das gleiche Banner gegen Nazis auch in Hilchenbach aufgehängt. 

Banner mit Aufschriften Keine Nazis in Hilchenbach und Null Toleranz für Nazis
 
Dort ging es allerdings beim Protest "gegen Rechts" weniger stumm zu. Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab freute sich über die große Resonanz der Menschen und dankte allen Akteuren, die kurzfristig zum Auftreten bereit waren. Gegen den Rechtsradikalismus gerichtet betonte er, dass man aus der Geschichte lernen müsse und, dass das ewig gestrige Gedankengut der Nazis keinen Platz mehr in unserer vielfältigen Gesellschaft habe. Hilchenbach sei eine bunte Stadt für alle Menschen und dies solle das Bürgerfest auch deutlich machen. 

Pfarrer Martin Assauer (Kath. Kirchengemeinde St. Augustinus) griff für die Kirchen auf das biblische Bild des Regenbogens zurück und machte deutlich, dass der Regenbogen bunt und nicht nur braun sei. Ein deutliches Zeichen, dass Gott die Vielfalt der Menschen möchte. 

Rüdiger Schnurr erinnerte für das Hilchenbacher Bündnis für Toleranz und Zivilcourage an den vor kurzem verstorbenen Altbürgermeister Günter Schlabach, der die Initiative des Bündnisses sofort und vorbehaltlos unterstützt habe. Auch machte er deutlich, dass heutzutage die Nazis nicht mehr so leicht zu erkennen sind wie in den Anfangsjahren des Bündnisses, als Springerstiefel noch zur Kleidung dazu gehörten. Heute kämen die Rechtsradikalen als "Wölfe im Schafspelz" zu den Menschen. 

Wolfgang Schlabach (Betriebsrat SMS Siemag) hob für die Gewerkschaften hervor, wie wichtig schon das Wählen ist, denn jeder Nichtwähler stimme für den Extremismus. Außerdem mahnte er, in der Gesellschaft gegen Armut und für sozial Schwächere einzutreten, um den Nazis den Nährboden für Ihre Ideologie zu entziehen. Allen Rednern gemeinsam war die Wichtigkeit, frühzeitig zu protestieren gegen Rechtsextremismus und Menschenverachtung. Nur wer handelt, sorgt für den Erhalt unserer vielfältigen Demokratie.

Hilchenbach hat gemeinsam deutlich Flagge für unsere Demokratie und "Null Toleranz für Nazis" gezeigt.

Hilchenbach und ganz Deutschland müssen demokratisch bleiben!

Aus der Geschichte lernen – mit Zivilcourage für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit...

Wir rufen daher alle Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Verbände weiterhin auf: Wehret den Anfängen!!!

Weitere Informationen:

Bildergalerie vom Bürgerfest "Bunt statt Braun"

Anlass und Einladung zum Bürgerfest


Wichtige Links  •  Hilchenbacher Bündnis für Toleranz und Zivilcourage

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Logo des Hilchenbacher Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage mit einer Hand und gleichlautendem Text darauf

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