Solaranlagen
Nutzung von Sonnenenergie
Fünf Dächer im Jahr 2010 mit Solaranlagen versehen
Information vom 31. Januar 2012:
Einsatz in Sachen Klimaschutz macht sich für Hilchenbach "bezahlt"
Die Strategie und Zielsetzung der Stadt Hilchenbach ist aufgegangen. Die Strategie und Zielsetzung der Stadt Hilchenbach ist auf gegangen. Ein Konzept aus 5 städtischen Gebäuden mit Photovoltaikanlagen wurde 2010 umgesetzt. Ziel war es, neben den Klimaschutzaspekten durch die Installation der Photovoltaikanlagen aus den Erträgen aus der Einspeisevergütung die finanzielle Möglichkeit zu schaffen, bei drei Objekten, die in den nächsten Jahren anstehende oder bereits längst überfällige Dachsanierung, zu verwirklichen.

Aus diesem Grund nahm die Stadtverwaltung die Dachsanierungen mit einem Auftragsvolumen von etwa 240.000 Euro in das Maßnahmenpaket mit auf und sorgte so für die Möglichkeit, das Gesamtprojekt zu finanzieren.
Bei der Grundschule Allenbach und dem Hauptgebäude der Kläranlage konnte auf Grund des guten Zustand des Daches auf eine Dachsanierung verzichtet werden. Diese beiden Anlagen tragen mit zur Refinanzierung der sanierungsbedürftigen anderen Dächer bei. Die Photovoltaikanlage der Turnhalle Dahlbruch bezuschusste die Bezirksregierung Arnsberg aus dem "Programm für Rationelle Energieversorgung, Regenerative Energien und Energiesparen" als Multiplikatorenanlage mit 5.000 Euro. Die Photovoltaikanlagen finanzierte die Stadtverwaltung im Weiteren über ein zinsgünstiges KfW-Darlehn mit einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren ohne anfallende Restschuld.
Die dringend erforderlichen Dachsanierungen wurden über die sehr günstigen Kommunalkredite finanziert. Um hierbei auch die langfristige Wirtschaftlichkeit beurteilen zu können, berücksichtigte die Stadt Hilchenbach als Berechnungsgrundlage für die Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Durchschnittszinssatz der letzten Jahre. Nach der unter diesen Gesichtspunkten aufgestellten Wirtschaftlichkeitsberechnung ging die Stadtverwaltung davon aus, dass nach Ausschöpfung der steuerlichen Vorteile und Leistung aller Darlehenszahlungen ein jährlicher Überschuss in Höhe von etwa 18.000 Euro durch die Photovoltaikanlagen erwirtschaftet wird, so dass man bei diesem Projekt auch von einem neuen Finanzierungsmodell zur Konsolidierung des städtischen Haushalts sprechen kann.
Die vom Versorgungsunternehmen zwischenzeitlich erstmalig eingegangenen Jahresabrechnungen für 2011 bestätigen und übertreffen sogar die Erwartungen. Insgesamt wurden etwa 176.000 kWh Strom erzeugt. Dies führte zu Einnahmen aus der Einspeisevergütung in Höhe von 55.500 Euro.
Dem gegenüber stehen Belastungen aus Zins und Tilgung in Höhe von jährlich 35.000 Euro.
Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab ist über die Ergebnisse hoch erfreut: „Wir haben damit über 20.000 Euro mehr erwirtschaftet als für die Deckung der Finanzierung erforderlich sind. Der erzeugte Strom deckt den Strombedarf von 45 bis 50 Haushalten und spart 104 Tonnen CO2. Die Stadt Hilchenbach leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und so werden uns als Stadt auch neue wirtschaftliche Entwicklungen ermöglicht. Der damalige Kampf um die Finanzierung der Maßnahme hat sich gelohnt.“, und ergänzt schmunzelnd: „Auf dass noch viele sonnige Jahre für Hilchenbach folgen mögen“.
Information vom 24. März 2011:
Photovoltaikanlagen liefern mehr Strom als gedacht
Durchschnittlich 15 bis 20 % mehr als kalkuliert verdient die Stadt Hilchenbach aus den Einspeisevergütungen für den Strom, den die fünf neuen Photovoltaikanlagen seit knapp einem halben Jahr liefern. Dies gilt auch für die Anlage auf dem Dach der Turnhalle in Dahlbruch (Foto), obwohl dort noch ein Baum mit seinem Schatten die optimale Nutzung der Sonnenenergie ein wenig verhindert.

Wenn die Sonne weiter scheint, wird sich die Investition in den Klimaschutz auch finanziell für die Stadt Hilchenbach weiterhin lohnen.
Information vom 9. Oktober 2010:
3 von 5 Anlage mittlerweile fertiggestellt
Bis zur Energiesparwoche Anfang Oktober 2010 konnte die Stadt Hilchenbach bereits 3 Solaranlagen, und zwar auf den Dächern der Grundschule Allenbach und der Turnhalle Dahlbruch sowie auf dem Betriebsgebäude der Kläranlage Ferndorftal technisch betriebsfertig bei RWE melden. Damit sind diese Photovoltaikanlagen von der erneuten Kürzung der Einspeisevergütung zum 1. Oktober 2010 in Höhe von 3 %, nicht betroffen.
Mit einer Gesamtleistung von etwa 87 kWp werden diese über die gesamte Vertragslaufzeit von 20 Jahren jährlich etwa 21.500 Euro Ertrag erwirtschaften.
Mit den Arbeiten für die Solaranlagen auf den Dächern der Realschule-Turnhalle und der Florenburg-Grundschule wird in den Herbstferien begonnen.
Information vom 5. August 2010:
Vorreiterrolle im Klimaschutz: Stadt Hilchenbach darf nun doch investieren
Mit der Genehmigung der Kommunalaufsicht des Kreises Siegen-Wittgenstein zur Errichtung von Photovoltaikanlagen mit einer Fläche von insgesamt 1440 Quadratmetern, baut die Stadt Hilchenbach ihre Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz stetig aus.
Die Stadtverwaltung Hilchenbach hat ihre Hausaufgaben gemacht: Bei diesem Projekt werden auch betriebswirtschaftliche Rentabilitätsaspekte berücksichtigt. Die Idee ist einfach und logisch. Mit dem Aufbau einer 196-kW-Photovoltaikanlage - unterteilt in fünf Einzelanlagen: die Florenburg-Grundschule, die Turnhalle der Realschule, die Grundschule Allenbach, die Turnhalle Bernhard-Weiss-Platz und dem Hauptgebäude der Kläranlage – mit dem Investitionsvolumen von rund 561.000 Euro (netto), werden durch den Ertrag der Stromgewinnung auf eine Laufzeit von etwa 20 Jahren insgesamt die Dächer zweier Turnhallen sowie das Dach der Florenburg-Grundschule in Höhe der Bauinvestition von 239.000 Euro (brutto) saniert.
Die Gesamtleistung aller fünf Anlagen beträgt jährlich 155.000 Kilowattstunden. Diese reicht zur Versorgung von 40 bis 45 Haushalten bei einem Jahresverbrauch pro Haushalt von rund 3.500 Kilowattstunden und spart jährlich 90 Tonnen CO2.
Bei den zu erwarteten Einnahmen aus der Einspeisevergütung in Höhe von netto 50.000 Euro jährlich und einem jährlichen Abtrag von etwa 38.500 Euro, ergibt sich sogar ein Überschuss in Höhe von über 11.000 Euro und das jedes Jahr!
Am Ende kostet es der Stadt Hilchenbach und dem Steuerzahler keinen Cent mehr!
Neben dem Klimaschutz und der Wirtschaftlichkeit, leistet die Stadtverwaltung auch ihren Beitrag zum Thema „Wirtschaftsförderung“. Drei ortsansässige Elektrofirmen sind beauftragt, dieses Projekt zu verwirklichen.
Vorhergehende Informationen zum Projekt im Rückblick:
Projektplanung für den Klimaschutz stößt auf SchwierigkeitenAls größte Investition für das Jahr 2010 hat die Stadtverwaltung die Errichtung von fünf Photovoltaikanlagen vorgesehen. Für insgesamt 580.000 Euro sollen diese auf den Dächern der Grundschule Allenbach, der Florenburg-Grundschule, der Turnhalle Dahlbruch, der Turnhalle der Carl-Kraemer-Realschule sowie auf der Kläranlage Ferndorftal entstehen.
"Diese Investitionen refinanzieren wir durch die Einnahmen aus der Stromeinspeisung", hatte Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab im Zusammenhang mit der Vorstellung der Haushaltsplanung angekündigt, dass sich diese Maßnahme für den Umweltschutz mittelfristig auch finanziell rechnet.
Daher war die Stadtverwaltung optimistisch, dass ein Vorzeigeprojekt in Hilchenbach geplant ist, das in Zeiten schlechter finanzieller Möglichkeiten auch "armen" Städten und Gemeinden Spielraum für notwendige Investitionen wie die Dachsanierung von städtsichen Gebäuden schafft.
Im Zuge der Ausschreibung konnte die Stadtverwaltung dann sogar einen weiteren wegweisenden Erfolg erzielen. Drei anbietende einheimische Handwerksbetriebe sind bereit, dass Großprojekt gemeinsam und zu den jeweils günstigsten Preisen zu verwirklichen. Unter der Leitung der Firma Profit Solar, die sich mit der Koordination von Maßnahmen und der Beschaffung von Photovoltaikelementen in dieser Größenordnung auskennt, wollen die Betriebe Dickel, Griesing und Menn alle fünf Dächer bis 30. Juni 2010 ausrüsten. Auf etwa 1.400 qm Dachfläche könnten so Solaranlagen mit 198 Wp Leistung entstehen.
Alles deutete auf ein besonders gelungenes Modellprojekt hin, bis die Kommunalaufsicht Anfang April 2010 deutlich machte, dass sie der Stadt Hilchenbach die Investition nicht genehmigen kann. Eine Richtlinie verhindert dies, denn diese legt fest, dass solche Maßnahmen nur zugelassen werden dürfen, wenn die Refinanzierung durch Gebühren und Beiträge sichergestellt wird, also grundsätzlich die Bürger für städtische Einrichtungen zur Kasse gebeten werden.
Mit Unverständnis hat Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab diese Erklärung des Kreises Siegen-Wittgenstein aufgenommen und sich sofort persönlich an den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen gewandt. Das Schreiben enthält die Bitte und Forderung, diese sinnvolle Maßnahme nicht an einer Vorschrift scheitern zu lassen, die wegweisende Finanzierungsmöglichkeiten außer Acht gelassen hat.
Politiker unterstützen Hilchenbacher Vorzeigeprojekt
Unterstützung erhält die Stadt Hilchenbach bei ihren Bemühungen von verschiedenen Parteien.
So wollte sich sich der Landtagsabgeordnete Johannes Remmel auf der "Grünen Tour durch die Betriebe" von den drei Handwerksfirmen in einem Treffen über das Hilchenbacher Modellprojekt informieren lassen. Aufgrund der aktuellen Problematik fand dieses Treffen im Rathaus statt, wo sich die anwesenden Chefs der betroffenen Handwerksbetriebe und anwesende Poltiker (Foto unten) insbesondere auch den Hinterungsgrund für die Genehmigung von Vertretern der Stadtverwaltung erklären ließen.

Neben der Vorreiterrolle, die die Stadt am Rothaarsteig seit einigen Jahren beim "Ernst machen mit der Energiewende" einnimmt, war besonders die vorbildliche Firmenkooperation Anlass für das Gespräch in Hilchenbach.
Johannes Remmel hob diese beiden Punkte entsprechend deutlich hervor. Durch das Hilchenbacher Projekt würden wichtige Anliegen der heutigen Zeit, die Nutzung regenerativer Energieerzeugung und der Klimaschutz sowie das Sichern von Arbeitsplätzen vor Ort, in idealer Weise verbunden. Dies konnten die drei anwesenden Firmenchefs nur bestätigen. Mindestens 50 % der Arbeitsplätze hängen in allen drei am Projekt beteiligten Handwerksbetrieben mittlerweile an der Installation von entsprechenden, umweltfreundlichen Anlagen zur Energieerzeugung und -nutzung. Stellvertretend für seine Partner machte Holger Menn außerdem deutlich, dass mit Ausnahme des Klärwerks durch die Photovoltaikanlagen aus den anderen vier Einrichtungen Plus-Energiegebäude würden. Das heißt, die erwartete Stromerzeugung auf den Dächern liegt höher als der Verbauch in der jeweiligen städtischen Einrichtung.
Johannes Remmel machte daher deutlich, dass diese bürger- und ortsnahe sowie umweltfreundliche Energieerzeugung in Zusammenarbeit mit örtlichen Handwerkern der Stadtverwaltung nicht mit der Auslegung als wirtschaftliche Betätigung untersagt werden dürfe: "Dies wäre grotesk und ich werde an den Innenminister appellieren, die Vorschrift, die dieses vernünftige und arbeitsplatzsichernde Verhalten verhindert, anzupassen!"
Unterstützung in gleicher Richtung erhält die Stadt Hilchenbach auch von der örtlichen FDP. Diese will den direkten Draht zu ihrem Parteifreund und Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Ingo Wolf, nutzen, um das Hilchenbacher Vorzeigeprojekt doch noch zeitnah zu ermöglichen.
Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab ist für jede Hilfe dankbar, denn ein Scheitern der fünf Photovoltaikanlagen wäre ein Rückschlag...für Hilchenbach, für die drei Handwerksbetriebe und nicht zuletzt für den Umweltschutz.
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