Stadt Hilchenbach

Barrierefrei

Auf dem Weg zum barrierefreien Hilchenbach

Teilhabe am Stadtleben für behinderte Menschen
 

Die Stadt Hilchenbach setzt darauf, auf die lokalen Verhältnisse abgestellte Lösungen und Formen für die Verbesserung der Beteiligung behinderter Menschen am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben zu entwickeln. Bezogen auf die Hilchenbacher Stadtverwaltung ist eine Betroffenheit und Verantwortung aller Fachbereiche für die Interessen behinderter Menschen gegeben.

Zur Verbesserung der Lebenssituation von Behinderten in unserer Stadt können dabei sowohl kleinere als auch größeren Maßnahmen und Projekte beitragen. Als Beispiel ist die Einrichtung eines barrierefrei zugänglich Briefkastens, über den das Rathaus mittlerweile verfügt, und den Anfang des Jahres 2009 völlig neu gestalteten Internet-Auftritt der Stadt Hilchenbach nennen. Eine zusätzliche Briefeinwurfstelle am Rathauseingang hat die Stadtverwaltung angebracht, nachdem ein Betroffener den Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab darauf aufmerksam gemacht hat, dass der Hausbriefkasten für Rollstuhlfahrer nur sehr schwer erreichbar ist. Auch der neue Internet-Auftritt ist möglichst barrierefrei gestaltet. 

Ziel in Hilchenbach ist aber nicht nur, dass die Stadtverwaltung offene Augen und Ohren für die Anliegen von Menschen mit Handicap hat. Auch die Geschäfte und Einrichtungen sollen den Interessen Behinderter Rechnung tragen. Letztlich können nicht nur die Betroffenen selbst, sondern alle Bürgerinnen und Bürger mit Ideen zur Verbesserung der Lebensumstände von behinderten Menschen beitragen. Dies gilt es zu erkennen, zu vermitteln und zu nutzen.

In Hilchenbach besteht daher eine Arbeitsgruppe, die sich im Rahmen der von mir angestoßenen "Demografie Initiative Hilchenbach" gebildet hat und sich besonders mit dem Thema "Barrierefreiheit" beschäftigt. Diese Gruppe setzt sich aus Mitgliedern von Selbsthilfegruppen, Vereinen und Verbänden der lokalen Behindertenarbeit zusammen. Außerdem wirken Vertreter der Neurologische Fachklinik und der Stadtverwaltung mit. Die Arbeitsgruppe ist wie die Stadtverwaltung der Meinung, dass man etwas ändern sollte, auch wenn dies nicht von heute auf morgen und überall gleichzeitig gelingen kann.

Um zu informieren, aber auch um Mitstreiter zu gewinnen und den Menschen die Augen für Hindernisse zu öffnen, hat die Demografie-Initiative Hilchenbach im Juni 2009 zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern möchte die Arbeitsgruppe Hindernisse aller Art erfassen und nach Lösungen suchen, um sie bestmöglich zu beseitigen. Erste Gedanken über abzubauende Barrieren sind von den Mitgliedern zusammengetragen und aufgelistet worden. Angesichts der Themenfülle ist man überein gekommen, sich zunächst auf Schwerpunkte zu konzentrieren, da die Umsetzung mancher Dinge relativ einfach sein kann, andere Maßnahmen dagegen nur mittel- bis langfristig angegangen werden können.

Ein Faltblatt über "Rollstuhlgerechte Wege in Hilchenbach" ist bereits vor einiger Zeit herausgegeben worden. Das Einlegeblatt mit Informationen über barrierefreie Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Trinken in Hilchenbach, Handwerk, Geschäfte, Ärzte, Apotheken, Behinderten-WC, Dienstleister und sonstige Einrichtungen, ist neu erstellt worden und soll in nächster Zeit um den touristischen Bereich erweitert werden.

Die Arbeit der Gruppe und der dahinterstehenden Stadtverwaltung steht unter dem Motto "Auf dem Weg zur barrierefreien Stadt", wobei allen Beteiligten sehr wohl bewusst ist, dass dies ein sehr langer Weg sein wird. Wichtig ist jedoch, dass dieser Weg Schritt für Schritt gegangen und damit nach und nach die Lebensumstände behinderter Menschen in unserer Stadt verbessert werden.

Gerade durch die Fachklinik für Neurologie haben Menschen mit Handicap in Hilchenbach eine besondere Präsenz und Bedeutung, der man Rechnung tragen möchte. Das Thema "Teilhabe von Menschen mit Behinderung" findet alleine schon daher eine der hohen Bedeutung dieser Gesellschaftsgruppe angemessene Beachtung in Hilchenbach. Mit der Einrichtung der Arbeitsgruppe hat die Stadt Hilchenbach einen geeigneten Weg eingeschlagen. Hier wird das Thema einerseits ehrenamtlich von fachkundigen und einsatzfreudigen Menschen behandelt und anderseits von der Stadtverwaltung in starkem Maße unterstützt.

Um in diesem Zusammenhang von weiterem Fachwissen profitieren zu können, hat Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab Interesse gezeigt, mit der aktiven Arbeitsgemeinschaft Begegnung, in der sich Betroffene und Fachleute im Kreis Siegen-Wittgenstein für die Anliegen von behinderten Menschen einsetzen, zusammen zu arbeiten.

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Barrierefrei zugänglicher Briefkasten für Psot an das Rathaus

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