Seiteninhalt
06. Januar 2022

Der Mikrozensus 2022 startet in NRW

Auch in diesem Jahr werden im Rahmen des jährlich durchgeführten Mikrozensus wieder rund 80 000 Haushalte in Nordrhein-Westfalen befragt.

Der Mikrozensus 2022 startet in NRW: Statistisches Landesamt befragt 80 000 Haushalte

Düsseldorf (IT.NRW). Auch in diesem Jahr werden im Rahmen des Mikrozensus wieder rund 80 000 Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen vom Statistischen Landesamt befragt. Diese seit 1957 bundesweit jährlich durchgeführte Haushaltsbefragung gibt Antworten auf von Politik, Wissenschaft und Medien häufig gestellte Fragen, wie z. B.: Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in Nordrhein-Westfalen? Wie ist die Bildungs- und Erwerbssituation der Bevölkerung? Wie viele Familien mit Kindern gibt es in NRW? Wie viele Menschen haben einen Migrationshintergrund?

Die Befragungen der Haushalte sind gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt. Im Januar werden beispielsweise in 45 zufällig ausgewählten Düsseldorfer Auswahlbezirken etwa 360 Haushalte befragt (die durchschnittliche Zahl je Bezirk liegt bei etwa acht Haushalten). NRW-weit setzt IT.NRW für die Befragungen der Haushalte unterstützend rund 220 Interviewerinnen und Interviewer ein. Um Datenschutz und statistische Geheimhaltung zu gewährleisten, sind diese zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation finden die Befragungen zurzeit nicht wie gewohnt persönlich, sondern telefonisch statt. Neben der Auskunftserteilung an die sorgfältig ausgewählten und intensiv geschulten Interviewer können die Haushalte aber auch online antworten oder einen Papierfragebogen ausfüllen und an das Statistische Landesamt schicken.

Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht nach dem Mikrozensusgesetz eine Auskunftspflicht. Erfragt werden z. B. persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit. Seit dem Jahr 2021 sind neben den Fragen zur europäischen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) auch Fragen zur europäische Erhebung „Haushalte in der Informationsgesellschaft” (IKT) als Unterstichprobe im Mikrozensus integriert.

Der Mikrozensus wird seit 1957 jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Es handelt sich um eine sog. Flächenstichprobe, das heißt, es werden Straßenzüge bzw. Gebäude nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt. Haushalte, die in diesen „ausgelosten” Gebäuden wohnen, werden innerhalb von fünf aufeinanderfolgenden Kalenderjahren bis zu viermal zum Mikrozensus befragt.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

Düsseldorf, den 6. Januar 2022

Weitere Informationen zum Mikrozensus: https://www.it.nrw/mikrozensus-881

Weitere Informationen:

Quelle: Information und Technik NRW