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21. Dezember 2018

Bürgermeister

Grußwort zu Weihnachten 2018 und zum Jahreswechsel

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

liebe Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher!

„Ja ist denn heut´ schon Weihnachten?“ hieß es in einem Werbeslogan und sollte ausdrücken, dass wieder einmal ein Jahr wie im Fluge vorübergegangen ist. Dem kann ich mich nur anschließen. Traditionell möchte ich in der letzten Ausgabe des ABB die wichtigsten Hilchenbacher Ereignisse in 2018 nochmals Revue passieren lassen.

Doch erlauben Sie mir auch einen Blick über den Hilchenbacher „Tellerrand“ hinaus. Die Ereignisse in der Welt machen auch mich oftmals fassungslos. Kriege, Hungersnöte, Diktaturen und scheinbar willkürlich handelnde Staatschefs in „geordneten“ Ländern mögen den Eindruck entstehen lassen, dass die Welt politisch aus den Fugen gerät. In der europäischen, aber auch in der übrigen Welt scheint der Populismus die alleinige Lösung der aktuellen Problemstellungen zu sein. Sicher machen die anstehenden Veränderungen bspw. durch den demografischen Wandel, dem Klimawandel und der daraus entstehenden Völkerbewegungen, aber auch die Digitalisierung und deren Folgen nachdenklich, möglicherweise auch ängstlich. Populismus kann aber nicht die richtige Antwort auf die kommenden Fragestellungen sein. Gepaart mit Ellenbogenmentalität ergibt sich eine brisante Mischung, die schnell zu größeren Verwerfungen in unserer eigenen Gesellschaft führen kann. Und das bei wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserem Land, die kaum einmal besser waren. Leider trifft diese positive Situation nicht auf jeden Menschen zu, auch nicht in Hilchenbach. Dies sollten wir ernst nehmen und gemeinsam am wirtschaftlichen Wohl aller Menschen arbeiten. Lassen Sie uns aber auch ein Zeichen gegen den Populismus setzen. Denn eines ist sicher: Es geht auch anders und das sollten wir in unserem täglichen Leben offen zeigen und leben. Am Ende hilft es uns allen!

Aber auch die dramatischen Veränderungen bei unserem Klima sind das erste Mal deutschlandweit mit Rekordtemperaturen weit in den Herbst hinein, aber auch mit einer besorgniserregenden Regenarmut aufgeschlagen. Nun mag das beinahe mediterrane Klima durchaus positive Effekte für den Einzelnen haben, aber leider ist auch klar:

Dies ist nur der Anfang!

Wir sollten unsere Bemühungen, Hilchenbach als Klimakommune weiterzuentwickeln, nicht aufgeben. Ein tolles Beispiel hierfür ist die Nahwärmeversorgung auf dem Hilchenbacher Schulhügel, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch erfolgreich ist. Ökonomisch, weil sie über einen Zeitraum von 15 Jahren die dortige Wärmeversorgung kostenneutral sichert. Ökologisch, weil dies über eine hocheffiziente Holzhackschnitzel-Anlage weitestgehend CO2-neutral erfolgt und zudem noch zu Energieeinsparungen in einer Größenordnung von rund 300.000 kWh pro Jahr führt.

Für einen Stadtteil war das Jahr 2018 ein besonderes Jahr. Die Helberhäuser feierten ihren 700. Geburtstag mit einem tollen Fest und schafften fast nebenbei noch etwas viel wichtigeres: Sie wuchsen weiter zusammen und stärkten ihre ohnehin schon sehr aktive Dorfgemeinschaft. Wie wichtig eine aktive Dorfgemeinschaft ist, hat sich aber auch beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit der SILBER-Prämierung von Müsen gezeigt.

Hierfür nochmal beiden Dorfgemeinschaften: Herzlichen Glückwunsch!

Um alle Dorfgemeinschaften weiter zu stärken und die jeweilige Dorfentwicklung im Sinne der Einwohner vorzunehmen, wurde in 2018 die Erstellung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) vorangetrieben und zum Abschluss gebracht. Dass das über 200 Seiten fassende Konzept nicht nur bedrucktes Papier bleibt, zeigen die ersten Erfolge mit dem Spielplatz Herrenwiese (als Teilprojekt der Bewegungs- Begegnungs- und Erlebnisroute Hilchenbach Aktiv), der bevorstehenden Anschaffung eines mobilen Backes in Müsen (der dann auch von anderen Dorfgemeinschaften genutzt werden kann) sowie der Vorplanungen in beiden Freibädern oder auch der Initiative zur Umgestaltung der Dorfmitte in Helberhausen. Alle anderen Start- und Leitprojekte, aber auch die kleinen Anregungen aus den Ortschaften, werden nicht vergessen, auch wenn die Realisierung sicher Zeit benötigt.

Auf dem ehemaligen USH-Gelände nähern sich die Baumaßnahmen so langsam dem Ende und schaffen in 2019 einen attraktiven Einkaufsstandort, der möglicherweise noch um ein weiteres Gebäude ergänzt wird. Und auch für den Gerberpark wird dann hoffentlich schnell eine nachhaltige und für Hilchenbach gute Lösung gefunden werden. Gespräche zwischen Eigentümer und möglichen Nutzern finden zumindest schon statt. Damit dies auch planungsrechtlich abgesichert ist, wurde das Einzelhandelskonzept in 2018 endlich fertiggestellt.

Die Bemühungen, das Gelände des ehemaligen Hammerwerks in Allenbach zu reaktivieren, haben in diesem Jahr mit der erfolgreichen Bewerbung in das Landesprogramm „Flächenpool NRW“ einen hoffentlich wichtigen Schritt genommen. Aktive Wirtschaftsförderung bedeutet für Hilchenbach zunächst einmal die bestehenden nicht genutzten beziehungsweise zurzeit nicht nutzbaren Gewerbeflächen zu reaktivieren und nach Möglichkeit zu erweitern. Aber mit der Neuaufstellung des Regionalplans durch die Bezirksregierung Arnsberg in Zusammenarbeit mit der örtlichen IHK werden die Weichen für die Zukunft auch in Richtung der Erschließung neuer Gewerbeflächen gestellt.

Der Startschuss für das langjährige Projekt in Hilchenbach mit dem Umbau der B 508 mit der Anlage eines beidseitigen und sicheren Geh- und Radweges vom neu entstehenden Kreisel bis zur SMS in Dahlbruch wurde gegeben. Die Baumaßnahmen entlang der B 508 in Hilchenbach und in Kreuztal, aber auch an der B 62 in Richtung Erndtebrück werden zukünftig sicher insgesamt die Geduld der Verkehrsteilnehmer oftmals noch (über-) strapazieren. Für die Bereitstellung einer sicheren und leistungsfähigen Straßeninfrastruktur sind die geplanten Baumaßnahmen jedoch alternativlos.

Im touristischen Bereich führt die (Wieder-)Verleihung des Prädikats „Luftkurort“ neben Imagegewinn und genereller Aufwertung des Urlaubsziels Hilchenbach auch den positiven Effekt zusätzlicher jährlicher Fördermittel von etwa 40.000 €, die in die touristische Infrastruktur investiert werden kann und somit auch Ihnen, liebe Hilchenbacherinnen und Hilchenbach, zugutekommt.

Aber auch viele kleine Projekte führen am Ende dazu, dass die Zukunft aus ökonomischer und ökologischer Sicht nachhaltig gesichert wird und wir gemeinsam mit jedem kleinen Schritt hin weiter in Richtung des IKEK-Titels: „Stadt Hilchenbach – sehenswert – lebenswert – liebenswert“ kommen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes, friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest mit Familie und Freunden und vor allem viel Gesundheit, Zufriedenheit und Glück für das Jahr 2019.

Ihr

Holger Menzel