Seiteninhalt
11. Januar 2022

Integration und Flüchtlingshilfe

Hilchenbach ist "sicherer Hafen"
Mitgliedschaft im Bündnis offiziell bestätigt


Jetzt ist es amtlich: Die Stadt Hilchenbach ist „sicherer Hafen“ und erklärt sich damit bereit, freiwillig zusätzliche geflüchtete Menschen aufzunehmen. Mike Schubert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam, in der das Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ koordiniert wird, hat am 20. Oktober 2021 einen offiziellen „Willkommensgruß“ ins Hilchenbacher Rathaus geschickt. Damit gab es grünes Licht für den Mitgliedsantrag, den der zuständige Fachdienst für Soziales und Integration zuvor über die Homepage der Initiative „Seebrücke“ gestellt hatte. Kürzlich ging nun auch das offizielle Mitgliedslogo des „Bündnis Städte Sicherer Häfen“ in Hilchenbach ein.

Den Grundstein für die Mitgliedschaft legte der Rat der Stadt Hilchenbach in seiner Sitzung am 23. Juni 2021 und beschloss, dass die Stadt Hilchenbach die Initiative „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ unterstützen, sich offiziell als „sicherer Hafen für geflüchtete Menschen“ erklären und dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ beitreten soll.

Das Bündnis wurde 2019 auf einem Kongress der Initiative „Seebrücke“ von zwölf deutschen Städten gegründet. Die „Seebrücke“ setzt sich konkret dafür ein, dass Menschen, die sich auf der Flucht befinden, einen „Sicheren Hafen“ finden, an dem sie ankommen können.


Die beigetretenen Städte erklären sich zum einen bereit, freiwillig zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen. Zum anderen soll so eine klare Haltung gegenüber der Bundes- und Landesregierung dokumentiert werden, sich nachhaltig für die Bekämpfung von Fluchtursachen einzusetzen und eine transparentere Vorgehensweise im Umgang mit Geflüchteten und den diesbezüglichen Regelungen vorzunehmen.

Öffentliche Solidaritätserklärungen, der Einsatz für sichere Fluchtwege und die Unterstützung der Seenotrettung und natürlich auch die Aufnahme von Menschen auf der Flucht, zum Beispiel durch das „Resettlement-Programm“ und Programme der Bundesländer nach Paragraf 23 Aufenthaltsgesetz zählen zu den Aufgaben, zu denen sich die Bündnispartner bereit erklären.

Städte vernetzen sich untereinander

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Vernetzung und ein gezielter Informationsaustausch untereinander, von dem alle profitieren können: „Wir freuen uns, dass erste Gespräche mit den Bündnispartnern – zumindest virtuell – bereits stattgefunden haben“, berichtet Hilchenbachs Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis. Ein aktuelles Thema, das viele Städte bewegt, ist die Integrationsarbeit in Zeiten der Corona-Pandemie.

„Wir stehen außerdem schon in Kontakt mit der Bezirksregierung Arnsberg, die die Zuteilung der geflüchteten Menschen koordiniert. Silvia Schwarzpaul, unsere Fachdienstleiterin für Soziales und Integration, hat dort die Bereitschaft der Stadt Hilchenbach signalisiert, zusätzliche Menschen, zum Beispiel aus Afghanistan aufzunehmen. Hier ist jedoch bis jetzt noch keine Rückmeldung erfolgt“, berichtet der Rathauschef weiter.

Dass die Stadt Hilchenbach nun „sicherer Hafen“ ist, soll auch nach Außen deutlich gezeigt werden. „Das vor kurzem eingetroffene Logo der Initiative verwenden wir auf der Homepage der Stadt Hilchenbach; ebenso wie zukünftig auch bei diversen öffentlichen Auftritten. Wir setzen damit bewusst ein ‚Statement‘ und dokumentieren damit die Einstellung unserer Stadt“, sagt Andrea Hartmann, die das Thema „sicherer Hafen“ im Fachdienst betreut. Für Rückfragen und weitere Informationen steht sie telefonisch unter 02733 288125 oder per E-Mail an a.hartmann@hilchenbach.de zur Verfügung.  

Weitere Informationen zum Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ gibt es auch unter https://www.potsdam.de/potsdamer-erklaerung-der-staedte-sicherer-haefen