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27. September 2021

Kultureller Marktplatz Dahlbruch

Gestaltung des Außengeländes im Blickpunkt

Das „Haus der Alltagskultur“, der erste von drei Bauabschnitten am Kulturellen Marktplatz Dahlbruch, wächst und wächst. Mit jeder neu eingezogenen Wand und ein wenig Verständnis für Baupläne, kann sich der kreative Besucher die fertige Anlage noch besser vorstellen. Bei einem lebendigen Austausch am Kulturellen Marktplatz konnten sich die Vertreterinnen und Vertreter der späteren Nutzergruppen ein Bild von der Außenanlage machen und gemeinsam überlegen, wie die verschiedenen Bereiche genutzt werden sollen.

Ein einladender und barrierefreier Haupteingang im vorderen Bereich des neuen Gebäudes soll alle Besucherinnen und Besucher mit einer großen Terrasse willkommen heißen. Verena Simonazzi vom Integrationsbüro der Stadt Hilchenbach sorgt sich jedoch um die verschiedenen Feste, die dort in der Vergangenheit stattgefunden haben, da die Fläche später überbaut wird. Sie fragt, ob diese dennoch an der gleichen Stelle stattfinden können. „Es soll alles möglich sein“, versichert ihr der Architekt Reinhard Angelis. 

Als direkter Freibereich vor dem Jugendzentrum ist eine drei Meter breite Terrasse mit Sitzmöglichkeiten geplant. „Dort möchten wir zum Beispiel Palettenmöbel aufstellen“ wünschen sich die Jugendlichen vom Jugendforum. Direkt neben dem Jugendzentrum soll ein besonderer „Sporteingang“ später in Schwimmbad und Turnhalle führen. Momentan befindet sich dort noch ein Behelfszugang, der später entfernt wird.

Große Sorge macht den Anwesenden der Verkehr. Immer wieder stören durchfahrende Autos die Außenbegehung, um zu den Parkplätzen hinter dem Hallenbad zu gelangen. Auch in Zukunft sollen die Besucherinnen und Besucher hinter dem Hallenbad parken, da die bestehenden Parkplätze im vorderen Bereich reduziert werden sollen. Um das auszugleichen, hat die Stadtverwaltung weitere 32 Parkplätze sowie 85 zusätzliche Fahrradstellplätze in Nähe des „Sporteingangs“ vorgesehen. Eine mögliche Erweiterung könnte durch das Faustballplatzfeld des TuS Dahlbruch gewonnen werden. „Wenn es dazu kommen würde, könnten wir uns mit gemeinsamen Veranstaltungen wie Public Viewing revanchieren“ heißt es aus der Verwaltung.

Den Vertreterinnen und Vertretern des Jugendforums ist vor allem die 400 m² große Freifläche vor „ihrem“ Jugendzentrum wichtig. Diese gehört eigentlich zum Hallenbad, Ralf Wortmann von der Lenne-Therme versichert aber, für die Jugendlichen auf das Gelände zu verzichten: „So bleibt der Eingang belebt und alles, was auf diese Fläche kommt, ist besser als eine normale Wiese.“ Die jungen Erwachsenen haben sich zu diesem Bereich bereits ihre Gedanken gemacht. Sie möchten die Fläche mit einem Basketballkorb oder Tischtennis-Platten als Sportplatz nutzen. Auch einen eigenen kleinen Garten, im Stil von "Urban Gardening", möchten sie dort anlegen und selbstständig für Pflege und Unterhaltung sorgen. Weitere Sitzmöglichkeiten sind ebenfalls im Gespräch. Laut Baudezernent Michael Kleber dürfen diese aber nur aus mobilen Elementen bestehen und keine festinstallierten Bänke oder Tische beinhalten, da ein Teil der Fläche auch als Feuerwehrstellplatz genutzt werden muss.

Lina Giebeler vom Jugendforum hat sich auf den Termin vorbereitet und fragt nach weiteren Möglichkeiten, wo sich die Jugendlichen verwirklichen und austoben können: „Wie sieht das Angebot für Graffiti-Künstler aus?“ Norbert Hoffmann vom Planungsbüro Taubenberger könnte sich eine offizielle „Green-Wall“ als Ort vorstellen. Baudezernent Michael Kleber: „Wenn wir hier ein vernünftiges Angebot für die Jugendlichen schaffen, gibt es für sie keinen Grund mehr, woanders zu sprayen“ und spielt auf die verschiedenen ‚Schmierkünste‘ im Stadtgebiet an.

Auch der angrenzende Rothenbach soll ausgebaut werden. „Wir möchten den Menschen hier etwas bieten. Der Bachlauf soll erweitert und mit eingeplant werden. Wasser ist für die Leute schließlich immer interessant“ bestätigt Hans Jürgen Klein. Baudezernent Michael Kleber ergänzt „Wir brauchen alle Ideen, um Hilchenbach erlebenswert zu machen“.