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21. Dezember 2021

Resolutionen in der 11. Wahlperiode von 2020 bis 2025

Resolution zur Solidarität mit von extremistischen Impfgegnerinnen und -gegnern bedrohten Ärztinnen und Ärzten

Der Rat der Stadt Hilchenbach hat am 15. Dezember 2021 aus aktuellem Anlass, Bedrohung Kreuztaler Ärzte wegen deren Impfbereitschaft, einstimmig folgende Resolution beschlossen:.

Der Rat der Stadt Hilchenbach weist mit aller Entschiedenheit die Diffamierung, Bedrohung und Hetze gegenüber all denjenigen zurück, die sich im Rahmen der Corona-Schutzimpfungen aufklärend, beratend und durch ihre Impfpraxis engagieren. Die Hetze gegen Ärzte in unserer Region verurteilen wir entschieden und erklären unsere uneingeschränkte Solidarität mit den Bedrohten.

Wir danken Ärzten, Pflegepersonal, den Betreibern von Teststationen und allen, die sich verantwortungsvoll um die Bekämpfung der Folgen der Pandemie verdient machen, für ihre Arbeit, ihren Mut und ihren persönlichen Einsatz.

Wir appellieren an die Menschen in unserer Stadt, bei allen gegensätzlichen Ansichten miteinander im Gespräch zu bleiben und respektvoll miteinander umzugehen, um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu wahren.

Weitere Informationen:

Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis hatte in der Ratssitzung vor der Beschlussfassung seinen persönlichen Standpunkt zu diesem Thema wie folgt deutlich gemacht:

"Persönlich merke ich an, dass ich das, was den Kreuztaler Ärzten angetan worden ist, auf das Schärfste verurteile. Diese Menschen tun, wie viele andere, mehr als ihre Pflicht. Sie zeichnen sich durch hohes Engagement aus. Daher gebührt ihnen unsere Anerkennung und unsere Solidarität.

Ohnehin lehne ich jede Art von körperlicher und psychischer Gewalt ab. Diese sollte keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Was extremistisches und insbesondere rechtsextremistisches Handeln betrifft, hat sich auch der Rat der Stadt Hilchenbach schon mehrmals sehr deutlich gegen diese Sichtweisen positioniert und für Toleranz ausgesprochen.

Anmerken möchte ich aber auch, dass nicht der Eindruck entstehen darf, alle ungeimpften Menschen wären rechtsextrem. Die Bezeichnung "Impfgegner" sollte man sehr deutlich von ungeimpften Menschen mit sehr unterschiedlichen Gründen unterscheiden.

Wofür ich mich in jedem Fall einsetzen und aussprechen möchte ist, dass wir alle durch unser Reden und Handeln dazu beitragen sollten, ein Fortschreiten der deutlich spürbaren Spaltung unserer Gesellschaft zu verhindern und das Gemeinsame wieder mehr in den Blickpunkt zu rücken."