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18. Mai 2016

6. Biblische Israel-Rundreise mit Rosel Six

"Von Abraham bis Zion" (Bericht von Rosel Six)

hieß das Motto der 6. Biblischen Israelreise! Wieder begab sich für 13 Tage eine Gruppe von 28 Israelfreunden auf große Rundreise ins Heilige Land, die auch diesmal wieder unter der bewährten Regie von Rosel Six aus Hilchenbach durchgeführt wurde.

Die Gruppe startete in Sde Boker, in der Negev Wüste, am Grab des Staatsgründers Ben Gurion. Eine anschließende Wanderung in die En Avdatschlucht schärfte sodann die Sinne für das lebenswichtige Wasser in der Wüste. Die alte Nabatäerstadt Shivta beeindruckte danach mit ihren mächtigen Kirchenruinen.

Tagesabhängig entschied man sich am nächsten Morgen für die Fahrt nach Hebron und besuchte dort die Höhle Machpela, die Grabstätte der Patriarchen. Danach ging es zu Fuß durch die Altstadt von Hebron. Unterwegs zeigte der arabische Guide den Ort "Hain Mamre", wo Abraham gelebt hatte. Ein spannendes und außergewöhnliches Erlebnis!

Später fuhren alle zu einer authentischen Beduinenfamilie in Um Daradj, deren Zuhause am Abrahamsweg liegt. Dieser neue Wanderweg wurde von der Agentur NETours/Israel vor kurzem erst ausgearbeitet. Hier konnte man hautnah das Leben der Beduinen kennenlernen, denn sie gewährten gerne Einblicke in ihre typische Lebensweise.

Die legendäre Felsenfestung Massada und Ort des jüdischen Widerstandes 73 nach Christus war dann ein weiteres Ziel. Danach folgte das unvergleichliche Bad im Toten Meer.

Der nächste Morgen war reserviert für eine der vielen Wanderungen dieser Reise: Es ging zum Wasserfall Davids. Hier wollte man einfach nur die herrliche Natur auf sich wirken lassen. Israel erlaufen und erwandern, das war ein Schwerpunkt dieser Reise.

Qasr al Jahud am Jordan war eine weitere Station. Danach fuhr die Gruppe nach Jericho, einer friedlichen Oase in der Westbank.

Am Nachmittag dann ein Highlight, Baden im See Genezareth.

Am nächsten Tag ging es auf den Berg der Seligpreisungen, wo der Bergpredigt Jesu gedacht wird. Von hier eröffnete sich ein herrlicher Weitblick über den See Genezareth und auf die gegenüberliegenden Golanhöhen.

Kapernaum und Tabgha waren weitere Stationen am See.

Eine Bootsfahrt, mit hissen der deutschen und israelischen Fahne und singen beider Nationalhymnen, wurde zu einem ganz berührenden Moment.

In Galiläa stand nun noch eine herrliche Landschaftsfahrt über den Golan an, deren Ziel die Quellflüsse Banias und Dan waren, am Fuße des Hermon. Hier wurde der Dan ein Stück weit wandernd begleitet.

Die Weiterfahrt führte vorbei an Kana und Nazareth, um erst nach Emek Hefer, dem Partnerkreis von Siegen-Wittgenstein zu kommen. Dort warteten schon viele Freunde. Geführt von Levia Hershkowitz verbrachte die Gruppe hier ein paar schöne Stunden und konnte diese Freundschaft weiter beleben. An der Grenzmauer in der Gemeinde Bat Hefer kam schon ein seltsames Gefühl auf, denn hier ist Israel nur etwa 15 Kilometer breit.

Wie viel diese Partnerschaft den Israelis bedeutet, ist bei diesem Besuch wieder sehr deutlich geworden!

Am späten Nachmittag der Höhepunkt der Reise: Begrüßung von Jerusalem mit einem Segensspruch: "Le Chaim-Auf das Leben". Der Abend klang aus mit der grandiosen Lasershow "Night Spectacular" in der Davids Zitadelle.

Am nächsten Morgen dann Bethlehem, die Geburtskirche Jesu. Hirtenfelder und das Herodion warteten auch noch. Zum Abend freuten sich alle auf das tradionelle arabische Abendessen in Beit Sahur, eine gelungene und willkommene Abwechsung!

Der Gang vom Ölberg stand an, wurde aber kurz unterbrochen, um in die "Prophetengräber" hinein zu schauen. Hier bekam man eine Vorstellung von den jüdischen und frühchristlichen Bestattungsmethoden.

Die Grabeskirche Jesus, die eine Vielfalt von Denominationen beherbergt, gilt als heiliger Ort der Christen. Das Pendant dazu ist das ruhige Gartengrab. Am Abend führte Rosel Six die Gruppe durch's Damaskustor bis zur Klagemauer, wo man den Shabbat Ausgang miterlebte. Der Sonntagmorgen begann mit dem Aufgang zum Tempelberg und führte weiter an die Kotel. Danach die alte Davidstadt, die Urzelle Jerusalems.

In der "City of David" stiegen alle hinab in ein uraltes Tunnelsystem. Zuerst in den alten Kanaanitertunnel, an dessen Ende der Teich Siloah noch heute zu erkennen ist und gleich darauf in den neu entdeckten Tunnel im Käsemachertal. Spannung und Abenteuer pur!

Am Nachmittag dann der Besuch der Gedenkstätte Jad Vashem, hier erst wird dem Besucher das ganze Ausmaß der Shoa bewusst.

Der letzte Tag war wieder für eine kleine Wanderung durch Jerusalem vorgesehen. Abseits aller Hektik und Pflastersteine lud der Königsweg ein, die friedliche Landschaft der Stadt Jerusalem zu genießen. Unter einem Baum machten die Wanderer Halt für eine Betrachtung über den Wunsch: "Nächstes Jahr in Jerusalem".

Zum Schluss der Zionsberg, wo tradionell des letzten Pessahmahls Jesu gedacht wird. Die Israelreisenden hatten nun das Land durchfahren und ein Stück weit erwandert, von "Abraham bis Zion"!

Viele persönliche Begegnungen mit Israelis, aber auch mit palästinensichen Freunden, bereicherten diese 6. Biblische Israelreise.