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11. November 2022

Respekt-Schilder übergeben

„Kein Platz für Rassismus“: weitere Schilder in Hilchenbach

„Das ist kein Projekt, bei dem es eine Deadline gibt. Das wird sich weiter entwickeln. Immer mehr werden ein Schild haben wollen“, ist Hilchenbachs Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis sicher. Gemeint sind die DIN-A3-großen Schilder der Respekt-Initiative. Im Rathaus trafen sich jetzt Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Institutionen, die ein Zeichen setzen möchten. Dafür übergab Kyrillos Kaioglidis ihnen die weißen Metalltafeln, auf denen mit schwarzer Schrift steht: „Respekt! Kein Platz für Rassismus“.

Immer mehr Respekt-Schilder in Hilchenbach

An Gebäuden der TSG Helberhausen, des TuS Hilchenbach, des TuS Müsen sowie am Müsener Freibad wird künftig gut sichtbar zu erkennen sein, wer willkommen ist und vor allem: wer nicht. Auch die Wilhelmsburg mit Bücherei, Museum und Archiv sowie der Integrationstreffpunkt im Rondell am Einkaufszentrum Gerber Park werden ausgestattet. Insgesamt 40 Schilder hat die Stadt bestellt. „Es ist wichtig zu wissen, dass unsere Kinder und Enkel in solchen Einrichtungen die Sicherheit haben, dass sie nicht mit bestimmten Themen in Berührung kommen“, betonte das Stadtoberhaupt.


„Bei der Aktion geht es nicht nur um Rassismus“, unterstrich Stephan Klenzmann, Botschafter der Respekt-Initiative, im Rahmen der Übergabe: „Sie richtet sich gegen alle gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeiten. Also gegen jede Art der Diskriminierung.“

Das erste Schild im Stadtgebiet hatten Kyrillos Kaioglidis und Stephan Klenzmann im Sommer am Rathaus angebracht.Es sollte nicht das letzte bleiben. „Viele Vereine setzen sich für respektvolles Verhalten ein“, so der Verwaltungschef. Diese Einstellung können sie nun mit der Hinweistafel sichtbar machen.

Respektvolles Miteinander in den Vereinen

Wieland Abele vom Freibad Müsen nimmt das Schild dankbar entgegen. Er kann sich gut vorstellen, in Zukunft auch den Argumentations-Workshop von Stephan Klenzmann in Anspruch zu nehmen. Dieser erklärte: „Man muss sich mit dem Thema beschäftigen und sich bilden wollen.“ Dann ist es möglich, mit den betreffenden Personen ins Gespräch zu kommen und zu argumentieren, ohne gleich „die Keule auszupacken“.

Die Sportgruppen des TuS Müsen sind ohnehin „multikulti“, berichtete Bernd Grafe. Viele Menschen mit Migrationshintergrund sind dabei. Andrea Dersch vom TuS Hilchenbach brachte es so auf dem Punkt: „Wir sind offen für jeden. Jeder kann kommen, wenn er Spaß am Sport mitbringt – und Respekt.“

Das Ziel: 100 Respekt-Schilder in Hilchenbach

Die 100. Hinweistafel in Siegen-Wittgenstein wurde im April am Kreishaus angebracht. Das sieht Kyrillos Kaioglidis als Anreiz. Sein Ziel: 100 Mal „Kein Platz für Rassismus“ in der Stadt Hilchenbach. „Von einem Schild ändert sich die Gesellschaft nicht, es kann nur ein Anfang sein“, machte Stephan Klenzmann deutlich. Der ist in Hilchenbach definitiv gemacht.