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15. November 2022

Umweltschutz - Energiesparen - Förderung

Verleihung des Westenergie-Klimaschutzpreises 2022

Gymnasium Stift Keppel erhält 1000 Euro für Pflanzkamp

Wer sich die Wälder anschaut, nicht nur in Hilchenbach, der erkennt sofort: Hier ist nichts, wie es einmal war. Etliche Bäume sind dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, der Klimawandel hat es ihm leichtgemacht. Doch die Lage ist nicht aussichtslos. Das beweisen Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Stift Keppel in Allenbach. Mit ihrem Pflanzkamp hat sich die Baumschul-Arbeitsgruppe (AG) für den Klimaschutzpreis der Westenergie beworben – mit Erfolg. Die gute Nachricht und eine Urkunde überbrachten ihnen und der AG-Leiterin Christina Kraus de Franco jetzt Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis sowie Reiner Hirschhäuser, Kommunalmanager von Westenergie.



Schülerinnen und Schüler kümmern sich um die Pflanzen

Los ging das Projekt im Schuljahr 2021/2022 mit etwa 50 Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen. Sie haben die Pflanzbeete gebaut, Erde verteilt und Saatgut von etwa einem Dutzend verschiedener Laub- und Nadelholzarten eingebracht. Inzwischen hat sich die Zahl der Teilnehmenden etwas verringert, und die Kinder aus der Anfangszeit sind mittlerweile in der 6. Klasse. Aber noch immer mit Begeisterung dabei. „Das ist der harte Kern, der immer hilft. Sie haben Samen gesät, im Sommer gegossen und Laub gekratzt“, sagt Christina Kraus de Franco über die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Urkundenübergabe.

Bäume für den Stiftswald

„Und was passiert, wenn die Bäume groß sind?“, fragt Kyrillos Kaioglidis in die Runde. „Wir wollen sie an der Talsperre einsetzen“, erklärt Lina-Marie Kurz aus der 6a. Und ihr Klassenkamerad Michel Lothar Hahn ergänzt: „Da ist der Stiftswald. Irgendwann wollen wir da einen Erlebnispfad herrichten.“ Dieser Themenweg soll eines Tages Probleme und Perspektiven des neuen Waldes anhand von Recherchen, Experimenten und Forschungen der Schülerinnen und Schüler aufzeigen.



Preisgeld in Höhe von 1000,00 Euro

Die Auszeichnung mit dem Klimaschutzpreis ist absolut berechtigt, findet der Bürgermeister. „Die Schüler und Schülerinnen bekommen tolle Eindrücke, sie erleben das Wachsen eines Baumes vom Anfang bis zum Ende. Wo hat man das schon mal?“ Genau hier beginnt die Wiederaufforstung. Und diesen nachhaltigen Gedanken möchte Westenergie mit dem Preisgeld in Höhe von 1000,00 Euro belohnen. „Wir finden die Idee einfach gut. Die Kinder sehen die Entwicklung der Natur und übernehmen Verantwortung“, unterstreicht Reiner Hirschhäuser.



Baumschul-AG wird weitergeführt

Mit der Baumschule werden sich auch die nachfolgenden Stift-Keppel-Generationen befassen. Während die „Alteingesessenen“ weiterhin bei der Pflege helfen, reihen sich Jahr für Jahr neue Fünftklässlerinnen und Fünftklässler ein und übernehmen eigene Projekte. „Wir wollen ein Gartenhaus bauen, außerdem soll die Art der Bewässerung verbessert werden. Es gibt immer etwas zu tun“, so Christina Kraus de Franco. Die 1000,00 Euro sind also gut angelegt.

Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis lobt die Schülerinnen und Schüler: „Wenn eure Arbeit Nachahmer findet, leistet euer Projekt einen riesigen Beitrag zur Wiederaufforstung unserer Wälder!“