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Bündnis gegen Rechtsradikalismus

Hilchenbach ist aktiv für Toleranz und zeigt Zivilcourage

Die Stadt Hilchenbach und seine Einwohner sprechen sich bewusst für Toleranz und Zivilcourage aus. Gleichzeitig beziehen sie Position gegen alle Tendenzen, die ein tolerantes Miteinander in unserer Gesellschaft gefährden. 

Zwei Entscheidungen dokumentieren dieses Bekenntnis unserer Stadt am deutlichsten:

1. Resolution des Rates der Stadt Hilchenbach gegen Rechtsradikalismus und

2. Gründung des Hilchenbacher Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage und Mitgliedschaft des Bürgermeisters der Stadt Hilchenbach.

Die über 400 Mitglieder des Bündnisses erklären:

  • Ich will mit meinen Möglichkeiten das Anliegen des Bündnisses unterstützen.
  • Ich will in meinem persönlichen Umfeld (Familie, Schule, Beruf) und im öffentlichen Leben Toleranz und Zivilcourage zugunsten eines achtungsvollen Umgangs mit Minderheiten üben.
  • Ich möchte über weitere Aktionen und Veranstaltungen des Hilchenbacher Bündnisses informiert werden.

Am 5. Juni 2009 nutzten über 500 Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher die Gelegenheit und gingen auf die Straße, um Null Toleranz für Nazis zu zeigen. 

Resolution des Rates gegen Rechtsradikalismus (8. November 2000)

Der Rat der Stadt Hilchenbach verurteilt Anschläge und Übergriffe auf in Deutschland und in unserer Stadt lebende Ausländer, ausländischstämmige Deutsche, andere Minderheiten und politisch Andersdenkende durch rechtsextreme Gewalttäter.

Gewaltsame Übergriffe dieser Art sind eine Schande für unser Land und unsere freiheitliche Demokratie.

Das zunehmend offene Auftreten rechtsextremer Gruppierungen und gewaltbereiter Schläger macht die Dringlichkeit deutlich, ein gemeinsames Handeln kommunaler und staatlicher Institutionen zu organisieren und die Bürgerinnen und Bürger zu aktivem Engagement und Zivilcourage aufzufordern. Mit großer Sorge müssen wir erkennen, dass Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus kein gesellschaftliches Randproblem sind, sondern ihre Wurzeln mitten in der Gesellschaft haben.

Auch im nördlichen Siegerland, auch in unserer Heimatstadt Hilchenbach ist es in jüngster Vergangenheit wieder zu gewaltsamen Übergriffen gekommen, werden Menschen, die offensichtlich rechtsradikalen Skinheads nicht passen oder einer Minderheit angehören, angepöbelt, bedroht, beleidigt oder sogar geschlagen.

Weder gewaltsame Übergriffe noch neonazistische oder rechtsextreme Propaganda - auch nicht in Form von Fahnen oder Autoaufklebern - wollen wir in unserer Stadt dulden.

Daher fordert der Rat der Stadt Hilchenbach die Bürgerinnen und Bürger auf, aktiv in ihrem Umfeld, am Arbeitsplatz, in der Schule und in der Freizeit gegen rassistische und ausgrenzende Äußerungen Stellung zu beziehen, den betroffenen Menschen beizustehen und deutlich zu machen, dass wir nicht wegsehen und Diskriminierung und Gewalt nicht tolerieren.

Der Rat bittet die Hilchenbacher Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder nicht in solche Gaststätten gehen, in denen auch rechtsradikale Skinheads verkehren.

Der Rat fordert die Ordnungsbehörden auf, mit der gebotenen Strenge des Gesetzes gegen alle Handlungen und Äußerungen vorzugehen, welche die in unserem Grundgesetz allen Menschen garantierten Menschenrechte verletzen.

Der Rat der Stadt Hilchenbach weist die Schulen und Vereine erneut darauf hin, dass das Land Nordrhein-Westfalen für Projektarbeit gegen rechtsextreme Gewalt und zur Aufklärung über Rechtsextremismus Gelder bereitgestellt hat, die bei der Stadt beantragt werden können.

Einsatz für Integration

Neben der deutlichen Absage an den Rechtsextremismus, setzt sich die Stadt Hilchenbach nicht nur für Toleranz ein, sondern mit verschiedenen, vorbildlichen Projekten für Integration. Eine Beispiel ist das Café International. Informationen dazu und zur Integration in Hilchenbach finden Interessierte in der Rubrik Menschen - Integration.

Weitere Informationen und wichtige Links zum Thema:

Helpline "Aktiv gegen Rechts":

  • www.andi.nrw.de (Comic-Initiative der Landesregierung NRW gegen Extremismus)

Weitere Publikationen:

Der Verfassungsschutz unter
www.verfassungsschutz.de und
www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/aktuelles.html

Erfreulich viele "private" Initiativen und ihre Web Sites richten sich mittlerweile gegen Intoleranz, daher hier nur noch eine kleine Auswahl:

Weitere Informationen: