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Winterdienst

Zwischenfazit zum Winterdienst 2016/2017:

Bis 28. Februar 2017 hat der Baubetriebshof der Stadt Hilchenbach an 36 Tagen Winterdiensteinsätze im Stadtgebiet durchgeführt. Dabei verwendeten die Beschäftigten rund 550 Tonnen Salz. Dieser Verbrauch entspricht in etwa dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Grundsätzlich bleibt der Baubetriebshof noch bis 31. März im Hinblick auf den Winterdienst einsatzbereit.

 

Aufgrund der aktuellen Wetterlage:

Gemeinsam unfallfrei durch die kalte Jahreszeit!

Des einen Freud, des anderen Leid - diese Gefühle löst der Schnee jedes Jahr auch in Hilchenbach aus. Während sich viele Kinder und die Wintersportler/innen freuen, haben andere Menschen viel zu tun mit der "weißen Pracht":

Die Fahrzeuge des Baubetriebshofes sind dabei täglich in Winterdiensteinsätzen, um die Verkehrssicherheit auf den etwa 136 km Straße zu gewährleisten. Hinzu kommen einige Plätze, und andere Verkehrsflächen, die regelmäßig zu räumen sind.

Auch die Bevölkerung darf sich mit dem Schneeräumen beschäftigen, damit es bei Fußgängern und Autofahrern nicht zu gefährlichen Rutschpartien kommt.

Allgemeine Bitte

Für alle Einwohner gilt, die schwierige Situation so anzunehmen, wie sie ist. Durch gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung sollte es uns gemeinsam gelingen, auch außergewöhnliche Winter möglichst schadlos zu überstehen. Dazu gehört auch, dass Schnee und Eis nicht im Straßenbereich abgeladen werden darf.

Bitte Bedenken Sie, dass damit nicht nur die Schneeräumung durch den Baubetriebshof, sondern auch der Einsatz von Rettungsdiensten wie Notarzt und Feuerwehr erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird.

Allgemeine Regelungen für den Winterdienst des Baubetriebshofes

So schön die Winterzeit sein kann, so gefährlich kann sie auch werden. Vor allem durch die lange Dunkelheit und oft schlechte Witterungs- und Sichtverhältnisse am Tage sind Fußgänger/innen nur sehr schlecht zu erkennen. Das und auch vereiste und verschneite Fahrbahnen erfordern von allen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern höchste Aufmerksamkeit und Vorsicht.

Auch wenn sich die Stadtverwaltung insbesondere aus Kostengründen eher einen milden Winter wünscht, hat sich der Baubetriebshof bestens vorbereitet und ist im Rahmen seiner Möglichkeiten bereit, seinen Teil zu einem möglichst reibungslosen und unfallfreien Straßenverkehr im Winter beizutragen.

Auf 136 km Strecke muss er den Winterdienst steuern und durchführen. Diese sind in 15 Bezirke aufgeteilt, welche vom Baubetriebshof mit 18 eigenen Mitarbeitern und mit Unterstützung von 4 Unternehmern betreut werden.

In diesem Jahr kann der Baubetriebshof dabei erstmals durch die Bereitstellung eines zusätzlichen Silos in Lützel auch in diesem Stadtteil sehr gut im Winterdienst reagieren und agieren. Dieser neue Standort ist besonders günstig, weil in Lützel durchschnittlich doppelt so viele Winterdiensteinsätze wie in den anderen Stadtteilen notwendig sind.

Zusammen mit den bisherigen 100 t, die im Mühlenweg in Hilchenbach zur Verfügung stehen, und den 60 t Streusalz im Silo in Dahlbruch besteht damit eine Lagerkapazität von 210 t. 

Je nach Wetterlage sind bei Winterdiensteinsätzen 10 Mitarbeiter damit beschäftigt Gehwege und Straßen von Schnee und Eis freizuhalten. Der Einsatzleiter startet um 2:30 Uhr nachts mit der Streckenkontrolle und alarmiert die Mitarbeiter, so dass diese um 4:00 Uhr ihren Einsatz beginnen können. Dieser frühe Beginn ist notwendig, um bis zur Hauptverkehrszeit alle Schulwege sowie Steilstücke und verkehrsreichen Strecken begeh- und befahrbar zu machen. Wenn dies erforderlich ist, werden nachmittags diese Strecken nochmals abgefahren.

Die Durchführung des Winterdienstes richtet sich nach den Dringlichkeitsstufen der Streubezirke, wonach gefährliche und zugleich verkehrswichtige Straßen höchste Priorität besitzen. Insofern bittet die Stadtverwaltung um Verständnis, dass nicht überall gleichzeitig und gleich schnell geräumt werden kann. Bei anhaltendem Schneefall müssen die Räumfahrzeuge außerdem um etwa 16:30 Uhr größtenteils ihre Arbeit unterbrechen, damit die Fahrer ihre gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit einhalten können.

Um im Notfall die Straße griffig zu machen, sind im Stadtgebiet insgesamt 85 Streukästen mit Streusplitt aufgestellt, die auch von den Verkehrsteilnehmern gerne genutzt werden können.

Nicht nur dann, sondern auch ansonsten bittet der für die Organisation des Winterdienstes zuständige stellvertretende Baubetriebshofleiter Uwe Limper um Unterstützung der Bevölkerung: „Damit wir unsere Aufgaben erledigen können, benötigen die Räumfahrzeuge und nicht zuletzt auch Rettungsfahrzeuge eine Mindestdurchfahrtsbreite von 3,50 m. Daher ist sehr hilfreich, wenn in allen Straßen möglichst nur auf einer Seite geparkt wird. Diese Rücksicht kommt auch den Fußgängern zu Gute, denn sie können gefahrloser gehen, weil sie nicht immer wieder wegen wechselseitig parkender Fahrzeuge auf die Straße ausweichen müssen“.

Wichtig ist auch, dass Schnee und Eis von Privatgrundstücken nicht auf Gehwege und Fahrbahnen geschafft werden dürfen, da dieses Verhalten zu gefährlichen Situationen für alle Verkehrsteilnehmer/innen führt.

Einbahnstraßenregelung bei großen Schneemengen!

Bei größeren Schneemengen werden die Straßen erheblich eingeengt, so dass Begegnungsverkehr nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist. Der Räumdienst wird daher dort, wo es erforderlich ist, den Schnee auch auf den Gehweg schieben.

Sollte dies nicht ausreichen wird die Stadt Hilchenbach außerdem einige Straßen als Einbahnstraßen ausschildern. Diese Ausweisung wird nur so lange beibehalten, bis ein Begegnungsverkehr wieder möglich ist.

Folgende Straßen können bei Bedarf von dieser neuen Vorgehensweise betroffen sein:

  • Unteres Marktfeld/Oberes Marktfeld (Regelung ab Parkdeck Gerberpark nur bergauf und Abfahrt über Oberes Marktfeld),
  • An der Sang (vom Beginn ab der Hilchenbacher Straße bis In der Hasselsbach),
  • Siedlung (Die Siedlung ist bereits ein Rundweg. Sie wird dann links herum ausgeschildert.)
  • Bergstraße/Waldstraße (Fahrtrichtung: die Bergstraße hoch und die Waldstraße herunter),
  • St. Friedrichs-Weg/Stahlbergstraße im Ferienhausgebiet Müsen (Fahrtrichtung: den St. Friedrichs-Weg hinauf und die Stahlbergstraße herunter),
  • Auf der Burg/In den Kämpen in Grund (Über die Jung-Stilling-Straße in die Straße Auf der Burg übergehend in die Straße In den Kämpen)

Zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer/innen bittet die Stadtverwaltung darum, sich an die Beschilderung zu halten.

Regelungen für den Winterdienst der Bürger/innen

Für die notwendige Unterstützung durch die Bevölkerung gelten Regelungen zur Schneeräum-, Streu- und Verkehrssicherungspflicht, die sich aus der am 28. November 2007 vom Rat der Stadt Hilchenbach beschlossenen Straßenreinigungssatzung der Stadt Hilchenbach ergeben.

Dabei wurden auch einige wesentliche Regelungen an die aktuellen Lebensverhältnisse angepasst, zum Beispiel die Uhrzeiten, zu denen Schnee geschoben werden muss. Insofern bittet die Stadtverwaltung die folgenden Hinweise besonders aufmerksam wahr zu nehmen und zu beachten.

Zeiten für die Schneeräumung und das Streuen!

Werktags in der Zeit von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls oder nach Entstehen der Glätte zu beseitigen. An Sonn- und Feiertagen besteht diese Pflicht erst ab 9.00 Uhr. Nach 20.00 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind werktags bis 7.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 9.00 Uhr des folgenden Tages zu entfernen.

Dabei sind die Geh- und kombinierten Geh- und Radwege in einer für den Verkehr erforderlichen Breite, nach Möglichkeit etwa 1 m, einschließlich notwendiger Zugänge zu den angrenzenden Anliegergrundstücken von Schnee frei zu machen und frei zu halten.

Der Schnee ist auf dem an die Fahrbahn grenzenden Teil des Geh- oder Radweges oder, wo das nicht möglich ist, an dem Fahrbahnrand so schmal wie möglich und so zu lagern, dass der Fahrzeug- und Fußgängerverkehr hierdurch nicht mehr als unvermeidbar gefährdet oder behindert wird.

Die Einläufe zu Entwässerungsanlagen, die Hydranten, Löschwasserentnahmestellen, Verschlussdeckel der Versorgungsleitungen und die dazugehörigen Hinweisschilder sind stets gut sichtbar frei zu halten.

An Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs und der Schulbusse, an Fußgängerüberwegen und Querungshilfen, müssen die Gehwege so von Schnee frei gehalten und - bei Glätte - bestreut werden, dass diese Bereiche auch möglichst gefahrlos erreicht und verlassen werden können. An gefährlichen Stellen, wie zum Beispiel bei Treppen, Rampen, Brückenauf- oder -abgängen und auf starken Gefäll- oder Steigungsstrecken, bittet die Stadtverwaltung, den Winterdienst besonders sorgfältig auszuführen.

Häufig nachgefragt auch folgender Hinweis: Schrammbords müssen wegen ihrer geringen Breite nicht geräumt werden, da sie nicht speziell dem Fußgänger vorbehalten sind.

Bei Schnee- und Eisglätte sind die Wege und Zugänge zu bestreuen. Dabei haben die Bürger darauf zu achten, dass Baumscheiben und begrünte Flächen nicht durch die verwendeten Streumittel angegriffen werden.

Fahrbahnen und kombinierte Rad-Gehwege für Räumdienst freihalten! 

Wichtig ist auch, dass Schnee und Eis von Privatgrundstücken nicht auf Rad- und Gehwege sowie Fahrbahnen geschafft werden dürfen, da dieses Verhalten zu gefährlichen Situationen für alle Verkehrsteilnehmer/innen führt.

Aufmerksamkeit ist auch beim Bereitstellen zur Entleerung der Abfalltonnen sowie der gelben Säcke notwendig. Dabei ist darauf zu achten, das die Räumfahrzeuge auf Straßen und vor allem Rad-Gehwegen dadurch nicht behindert werden.

Im Ergebnis sollte erreicht werden, dass für die Schneeräumfahrzeuge die notwendige Fahrbahnbreite von drei einhalb Metern freigehalten wird. Darauf ist auch beim Parken von Fahrzeugen möglichst zu achten. 

Gemeinsam durch den Winter - auch mit Nachbarschaftshilfe!

Dass die Einhaltung dieser Bestimmungen leichter gesagt ist als getan, ist der Stadtverwaltung durchaus bewusst. Um so wichtiger ist es, die Aufgaben möglichst gemeinsam und mit gegenseitiger Rücksichtnahme anzugehen.

Ganz im Sinne seiner Initiative "Miteinander - Füreinander" setzt Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab daher auch in dieser Wintersaison wieder auf die Nachbarschaftshilfe: "Insbesondere einige ältere Menschen sind gerade beim Winterdienst auf Unterstützung angewiesen. Damit wir alle gut durch den Winter kommen, setzte ich auf die Solidarität der Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher."

Einige Helfer/innen, insbesondere im Rahmen der Taschengeldbörse stehen der Beauftragten für bürgerschaftliches Engagement zur Verfügung. Wer also Hilfe beim Winterdienst benötigt oder selbst unabhängig von bisher schon üblicher nachbarschaftlicher Unterstützung bereit ist, im Rahmen der Initiative "Miteinander - Füreinander" Mitmenschen beim Winterdienst zu helfen, kann sich gerne an die städtische Beauftragte für bürgerschaftliches Engagement wenden. Näheres dazu erfahren Sie unten unter weitere Informationen.  

Gleichzeitig wünscht sich der Verwaltungschef eine gute Zusammenarbeit mit den städtischen Einsatzkräften, denn man sollte nicht vergessen, dass diese genauso wie die Bürgerinnen und Bürger im Winter in besonderem Maß gefordert sind und sicherlich ihr Bestes geben werden.

Uwe Limper wirbt konkret um Verständnis für die eingeschränkten Möglichkeiten der Winterdienstfahrer: "Egal, ob ein Unternehmer oder ein städtischer Bediensteter fährt, er kann mit dem Räumschild seines Fahrzeuges den Schnee grundsätzlich nur am Fahrbahnrand ablegen." "Lediglich in Ausnahmesituationen kann der Pflug geschwenkt oder der Schnee sogar ein Stück vor dem Fahrzeug her geschoben werden", macht der stellvertretende Baubetriebshofleiter deutlich, dass auch in jedem Winter, egal ob er mild oder streng sein wird, nicht jeder Wunsch zur Schneeräumung erfüllt werden kann.

Warnung:

Schneehaufen an Straßen sind keine Spielgelegenheit!

Manchmal türmen sich die Schneeberge türmen trotz der laufenden Bemühungen des Baubetriebshofes um den Abtransport an den Straßen. Was für die im Einsatz befindlichen Beschäftigten und die erwachsenen Bürger/innen ein Problem ist, sorgt bei einigen von diesem Winter erfreuten Kindern für die Idee einer neuen Spielmöglichkeit.

Schneeberge im öffentlichen Straßenbereich als Spielplatz zum toben, rutschen oder sogar zum Bauen eines Schneeiglus zu nutzen, ist jedoch sehr gefährlich. Insofern warnt die Stadtverwaltung ausdrücklich davor und bittet die Eltern darauf zu achten, dass die unterschiedlichen Gefährdungen, denen Kinder beim Spielen "mit den Schneebergen" ausgesetzt sind, vermieden werden.

"Schneeiglus bauen und nutzen ist für die Kinder sicherlich eine interessante Sache, aber diese Winteraktivität gehört in den eigenen Garten und nicht in den öffentlichen Straßenbereich," betont Baubetriebshofleiter Stefan Kucharski im Sinne seiner Mitarbeiter, die bei ihrer Arbeit keine schlimme Überraschung erleben möchten, und ergänzt, dass auch im Garten gerade kleinere Kinder nicht beim Bau oder beim Spielen in Schneehäusern alleine gelassen werden sollten.

Dies gilt besonders bei der einer Wetterlage mit einem Wechsel von Tauen und wieder Gefrieren.

Weitere Informationen: