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Fachbereich Zentrale Dienste

Dienstjubiläum von Angelika Schweisfurth:

40 kurzweilige Jahre in der Stadtverwaltung

Gleich zu Beginn überraschte Jubilarin Angelika Schweisfurth die weiteren Teilnehmenden am Gespräch: „Meine Zeit in der Stadtverwaltung war sehr kurzweilig.“ Damit erntete sie ein Staunen bei Bürgermeister Holger Menzel, Stadtrat und Personaldezernenten Udo Hoffmann, ihrem Fachbereichsleiter Zentrale Dienste Jörg Heiner Stein und Susanne Kador als Vertreterin des Personalrates, denn immerhin sprach die Kollegin von genau 40 Jahren Dienst als Beamtin für die Stadt Hilchenbach.

Und wie es der Zufall, oder besser ausgedrückt, die Personalplanung so gewollt hat, ist Angelika Schweisfurth seit dem 1. August nach dem Ausscheiden des Stadtarchivars Reinhard Gämlich einen Tag zuvor nun die dienstälteste Beschäftigte im Rathaus.

Nach ihrer Ausbildung vom 1. August 1978 bis 27. Juni 1980 hat die Beamtin die meiste Zeit im damaligen Schul- und Sportamt gearbeitet und das sehr gerne, wie Angelika Schweisfurth betont. Dieser Zeitraum von über 20 Jahren war nur kurz unterbrochen durch ein Intermezzo in der Liegenschaftsabteilung.

Am 1. März 2004 begann für Angelika Schweisfurth allerdings ein neuer Abschnitt in ihrem Berufsleben, als sie zum seinerzeitigen Hauptamt umgesetzt wurde. Dieses Amt und auch das Schul- und Sportamt sind längst Geschichte, aber die damals übernommene Tätigkeit übt die Stadtamtsinspektorin auch heute noch mit viel Engagement aus. Im Amtsdeutsch heißt diese Aufgabe kurz „Personalwesen“. Für Angelika Schweisfurth ist die nun im Fachbereich Zentrale Dienste angesiedelte Tätigkeit aber mehr, denn sie ist in vielen Angelegenheiten einfach für ihre Kolleginnen und Kollegen da und unterstützt sie.

Dass die Hilchenbacherin dies mit Hingabe macht, zeigt sich besonders daran, dass ihr Engagement nicht mit der Arbeitszeit endet. Besonders die Gesundheit ihrer Kolleginnen und Kollegen ist Angelika Schweisfurth wichtig. So bietet sie nicht nur privat im Sportverein Gymnastik an, sondern gibt ihr Wissen und Können seit vielen Jahren auch einmal wöchentlich im kühleren Halbjahr in einer Sportgruppe der Stadtverwaltung weiter.

Besonders bekannt ist Angelika Schweisfurth in der Öffentlichkeit allerdings als Organisatorin der Teilnahme der Stadt Hilchenbach beim jährlichen AOK-Firmenlauf. Wichtig ist ihr dabei nicht nur der Sport, sondern auch das Gemeinschaftserlebnis mit Kolleginnen und Kollegen. Gerne hat sie daher die Möglichkeit aufgegriffen, mit der Stadtverwaltung beim Wettbewerb um den originellsten Teamauftritt anzutreten. Als „Hilchenbacher Ginsburgstürmer“ sorgt die Mannschaft seit vielen Jahren für Höhepunkte des Firmenlaufs. Besonders das Publikum an der Strecke freut sich über die Auftritte, aber auch die Jury belohnt die Kreativität der Stadtverwaltung mit ihren abwechslungsreichen Verkleidungen mit Auszeichnungen. Unvergessen sind Firmenläufe als Ritter, als Hochzeitsgesellschaft oder als Piraten, bei der die Beschäftigten der Stadtverwaltung sogar mit einem Boot auf der über 5 km langen Strecke durch Siegen unterwegs waren. Mittendrin: Angelika Schweisfurth. Als Teamkapitänin ist ihr bei der Ideensammlung neben dem Motto des jeweiligen Firmenlaufs wichtig, dass die Auftritte der „Ginsburgstürmer“ für ihre Stadt am Rothaarsteig werben und möglichst Hilchenbacher Themen aufgreifen. 2018 waren die Gruppenmitglieder daher als bekannte Figuren aus Kino und Theater unterwegs, um auf das Projekt „Kultureller Marktplatz“ aufmerksam zu machen, mit dem in den kommenden Jahren das Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum im Stadtteil Dahlbruch erhalten und attraktiver gestaltet werden soll.

Die Kolleginnen und Kollegen schätzen bei Angelika Schweisfurth neben dem großen Einsatz auch ihre gute Laune und Freundlichkeit, mit der sie ihre Aufgaben im und außerhalb des Dienstes wahrnimmt. Gut möglich, dass diese positive Grundeinstellung ihr Erfolgsrezept ist und dazu beiträgt, dass sie Arbeiten in einer Stadtverwaltung auch nach 40 Jahren noch als „kurzweilig“ empfindet.

Dass sie damit ein Vorbild für viele ist, betonten auch Holger Menzel, Udo Hoffmann, Jörg Heiner Stein und Susanne Kador bei ihren Glückwünschen zum Dienstjubiläum und den Dank für das Geleistete. Als Anerkennung erhielt die Jubilarin neben einer Urkunde ein paar „Flachgeschenke“.

Interessante Randnotiz ist übrigens, dass Angelika Schweisfurth heute genau in dem Rathausbüro tätig ist, indem sie vor 40 Jahren, also am 1. August 1978, ihre Ausbildung begonnen hat.