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Neophyten – eine Gefährdung für Natur und Landschaft

Stadt Hilchenbach bittet um Hilfe:
Gebietsfremde Pflanzen im Stadtgebiet sollen erfasst, zurückgedrängt und möglichst beseitigt werden!

Die Stadt Hilchenbach bekämpft im Rahmen der Gewässerunterhaltung im Sinne von § 39 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und von § 40 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) gebietsfremde Pflanzen im Stadtgebiet.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Hinweisen zur Unterstützung der Bekämpfung der Neophyten an die zuständige städtische Mitarbeiterin Olimpia Groth, Telefon 02733/288-153, E-Mail o.groth@hilchenbach.de. Danke!

Information vom 7. November 2016:

Gewässerbegehungen im November

Im Rahmen der Gewässerunterhaltung wird die Stadt Hilchenbach zusammen mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein im November Gewässerbegehungen im Stadtgebiet durchführen. Diese dienen dazu, die Gewässer im Stadtgebiet Hilchenbach in Augenschein zu nehmen, den ordnungsgemäßen Abfluss zu kontrollieren und eventuelle Engpässe oder Mängel, die zum Anstau oder Erhöhung der Hochwasser- und Überschwemmungsgefahr führen, festzustellen.

Aus vorgenanntem Grund kann es notwendig sein, dass Beschäftigte der Stadtverwaltung und des Kreises Privatgrundstücke betreten müssen. Dieses erfolgt möglichst nach Absprache mit dem Eigentümer.

Alle Grundstückseigentümer werden daher gebeten, die Gegebenheiten an ihren Grundstücken zu prüfen und, falls erforderlich, die entsprechenden Unterhaltungsarbeiten zu erledigen oder in Auftrag zu geben.

Des Weiteren macht die Stadt Hilchenbach darauf aufmerksam, dass es verboten ist, Schnittgut, Grünabfälle, Astwerk sowie Anschüttungen und sonstige Ablagerungen in einem Streifen von 3,00 m im Innenbereich und 5,00 m im Außenbereich, ab Böschungsoberkante, abzulagern. Diese stellen für das Gewässer eine Beeinträchtigung im Hinblick auf den schadlosen Abfluss dar. Neben den nachteiligen Auswirkungen auf die Uferstabilität und den Erschwernissen für eine ordnungsgemäße Gewässerunterhaltung können solche Ablagerungen bei Hochwasser in das Gewässer hineingetragen werden. Dadurch kann dieses verunreinigt und der schadlose Hochwasserabfluss beeinträchtigt werden. Solche Handlungen stellen einen Verstoß gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz und das Wasserhaushaltsgesetz dar und können mit einem Bußgeld geahndet werden.

Die Stadt Hilchenbach setzt auf das Verständnis der Bürger und bittet um Mithilfe sowie darum die oben genannten Hinweise zu beachten, damit unnötige Gefährdungen und weitere Maßnahmen vermeiden werden.

Information vom 19. Mai 2015:

Schwerpunkt der Bekämpfung gebietsfremder Pflanzen ist zurzeit das Indische Springkraut - Bevölkerung soll mithelfen!

Die Bekämpfung von invasiven Arten, sogenannten Neophyten, ist ein langwieriger Prozess und steht auch im Jahr 2015 auf dem Programm.

Die Beseitigung der Pflanzen durch den Baubetriebshof erfolgt auf städtischen Flächen. Für die Bekämpfung der invasiven Arten auf Privatgrundstücken ist die/der jeweilige Eigentümer/in verantwortlich.

Deshalb ist die Stadt Hilchenbach auf die Unterstützung der privaten Anlieger/innen an Gewässern angewiesen. In den letzten Jahren verlief diese Zusammenarbeit reibungslos. Immer mehr betroffene Grundstückseigentümer/innen erklären sich bereit, bei der Bekämpfung mitzuwirken und es konnten bereits erste Erfolge verzeichnet werden. Die Ausbreitung der Herkulesstaude ist im Stadtgebiet weitestgehend eingedämmt.

Nun steht die Bekämpfung des Indischen Springkrauts im Vordergrund. Da die Ausbreitung dieser Pflanze über die schwimmfähigen Samen erfolgt, ist die Bekämpfung der Ausbreitungsherde, insbesondere an den Oberläufen, von enormer Bedeutung. Jeder Einzelne kann bei dem Kampf gegen Neophyten mithelfen. Dies stellt eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der Bevölkerung her, um die Bekämpfung der invasiven Pflanzen mit höherer Effizienz durchführen zu können.

Da es sich beim Springkraut um eine einjährige Pflanze handelt, reicht aus, die Samenproduktion und Samenverbreitung zu verhindern. Die Pflanzen können vor der Samenproduktion leicht herausgerissen werden, müssen aber direkt abgeräumt und entsorgt werden. Das Springkraut kann auch vor der Blüte abgemäht werden, wobei auch hier das Mähgut sofort beseitigt werden muss, da sonst bei jedem Stängelknoten neue Wurzeln gebildet werden können. Die Bekämpfung muss in den Folgejahren unbedingt fortgeführt werden, weil die Samen bis zu 7 Jahre im Boden überdauern. Deshalb dürfen die Pflanzen nicht über den Biomüll entsorgt werden. Stattdessen ist die graue Restabfalltonnen für die Beseitigung zu nutzen. Kleinere Mengen können auch verbrannt werden.

Weitere Informationen liefert die im Juni 2013 von der Stadt Hilchenbach veröffentlichte Broschüre „Gebietsfremde Pflanzen im Stadtgebiet von Hilchenbach“, die unten unter Download-Dokumente zum Herunterladen zur Verfügung steht.

Information vom 19. Mai 2014:

Stadtverwaltung bittet Bevölkerung erneut um Unterstützung bei der Bekämpfung gebietsfremder Pflanzen

Die Bekämpfung der Neophyten, also gebietsfremden Pflanzenarten, läuft im Rahmen der Gewässerunterhaltung in Hilchenbach auf Hochtouren. Seit dem Jahr 2006 werden diese Pflanzen im Stadtgebiet fortwährend zurückgedrängt.

Die Erfassung der Neophytenstandorte gestaltet sich allerdings schwierig, da insbesondere Vorkommen auf Privatgrundstücken nicht festgestellt werden können. Hinweise aus der Bevölkerung auf Orte mit gebietsfremden Arten sowie der Verzicht auf das Einpflanzen von Neophyten in eigenen Gärten sind daher von großer Wichtigkeit.

Die Pflanzen stellen eine Gefahr für Natur und Landschaft dar. Sie verdrängen einheimische Arten und auch Tiere, führen zur Instabilität der Uferbereiche an Gewässern, verstärken die Erosion der Uferböschungen und erhöhen das Überschwemmungsrisiko. Nicht außer Acht zu lassen sind die gesundheitlichen Auswirkungen für Menschen und Tiere. Viele Neophyten verursachen Allergien, andere, zum Beispiel der Riesenbärenklau, sind giftig und führen durch die in der Pflanze vorhandenen Stoffe bei Hautkontakt zu schweren Verbrennungserscheinungen.

Die Stadt Hilchenbach hat aus diesem Grund Mitte 2013 eine Broschüre zum Thema Neophyten herausgegeben, die Olimpia Cieslak als für die Gewässerunterhaltung zuständige Sachbearbeiterin des Fachbereichs Bauen erarbeitet hat. In dem Heft sind alle wichtigen Informationen über gebietsfremde Pflanzenarten, ihre Verbreitung und Bekämpfung anschaulich zusammengefasst. Durch die Broschüre soll die Bevölkerung informiert, sensibilisiert und zum Mitwirken aufgefordert werden.

„Jeder Einzelne kann bei dem Kampf gegen Neophyten mithelfen“, ermutigt Olimpia Cieslak ihre Arbeit zu unterstützen, denn „dieses persönliche Engagement stellt eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung her, um die Bekämpfung der Neophyten mit geringerem Aufwand und höherer Effizienz durchführen zu können.“

Die Broschüre ist kostenlos im Rathaus erhältlich und steht unten unter Download-Dokumente zum Herunterladen bereit.

Information vom 16. Juli 2013:

Broschüre informiert und erleichtert Vorgehen gegen Neophyten

Was sind Neophyten und wie kommen sie zu uns? Es handelt sich um Pflanzenarten, die sich nach dem 15. Jahrhundert in unseren Breiten angesiedelt haben. Sie wurden entweder absichtlich als Zierpflanzen oder unabsichtlich als blinde Passagiere des Güteverkehrs eingeschleppt.

Auswirkungen

Neophyten verdrängen einheimische Pflanzen und Tiere und überwuchern naturnahe Lebensräume mit ihren flächigen Beständen. Das stellt ein großes Problem für den Naturschutz dar.

Die meisten Neophyten stellen optisch wunderschöne Pflanzen dar und sind somit beliebte Garten und Zierpflanzen. Dies jedoch bringt große Probleme mit sich und verursacht hohe Kosten bei der Eindämmung der Ausbreitung. Durch ihr teilweise massives Auftreten ergibt sich ein höherer Aufwand an Pflege- und Un-terhaltungsmaßnahmen beispielsweise an Straßen, Wegen und Plätzen, sowie entlang von Bahnlinien. In der Landwirtschaft sind Neophyten insofern problematisch, als dass sie den Anbau von Nutzpflanzen erschweren und, um den Einsatz von Herbiziden zu vermeiden, manuell bekämpft werden müssen. In der Forstwirtschaft wird die Naturverjüngung erschwert oder gar verhindert. Einige Neupflanzen sind in der Lage sich so stark auszubreiten, dass sie sogar das gesamte Landschaftsbild verändern können. Im Bereich der Gewässerunterhaltung und des Hochwasserschutzes stellen Neophyten ebenfalls ein großes Problem dar. Die flächigen Bestände an Uferböschungen von Bächen und Flüssen führen zur Instabilität der Uferbereiche und verstärkter Erosion der Uferböschungen. Zudem verdrängen sie stand-ortgerechte Vegetation, die für die Ufersicherung notwendig ist. Da die Wurzeln der Pflanzen meist nur kleinräumig ausgeprägt sind, können sie durch den Wasserabfluss herausge-rissen und stromabwärts transportiert werden. Die Stängel der Pflanzen können auf dem Wasser treiben und den Abfluss verlangsamen oder sich ansammeln und das Gewässer an-stauen. Dies führt zum erhöhten Überschwemmungsrisiko.

Nicht außer Acht zu lassen sind die gesundheitlichen Auswirkungen für Menschen und Tiere. Viele der Neophyten können Allergien verursachen, andere, zum Beispiel der Riesenbärenklau führt durch die in der Pflanze vorhandenen Stoffe bei Hautkontakt zu schweren Verbrennungen. Zusammen mit der Sonneneinstrahlung wird der Effekt zusätzlich verstärkt, so dass Verletzungen mit starker Blasenbildung entstehen.

Bekämpfung der Neophyten im Stadtgebiet

Riesenbärenklau oder Herkulesstaude

Die Bestände des Riesenbärenklaus werden im Stadtgebiet von Hilchenbach seit einigen Jahren durch den Baubetriebshof bekämpft.

Besonders häufig anzutreffen ist die Herkulesstaude an Ufern des Ferndorfbaches und des Insbaches.

Seit dem Jahr 2006 wird die Bekämpfung des Riesenbärenklaus,

nach Genehmigung durch die Landwirtschaftskammer NRW, mit Herbiziden durchgeführt. Zum Einsatz kommen die Herbizide „Round Up“ und „Garlon 4“. Das Mittel „Garlon 4“ wird umweltverträglich mit der Rückenspritze eingesetzt. Es führt nicht zu einem totalen Absterben aller umliegenden Gräser. Das Mittel „Round Up“ kommt wegen der braunen Flecken im Boden nur ganz selten oder gar nicht zum Einsatz. Herbizide dürfen nur auf Freilandflächen eingesetzt werden.

In unmittelbarer Nähe zum Gewässer wird weiterhin die Bekämpfung des Riesenbärenklaus mechanisch durch ausgraben und Abstechen der Wurzeln durchgeführt. Jedes Jahr finden Kontrolldurchgänge statt. Karten mit den bekannten Standorten werden erstellt und laufend aktualisiert.

Drüsiges oder Indisches Springkraut

Das Indische Springkraut wird im Stadtgebiet seit dem Jahr 2010 bekämpft. Massenhafte Vorkommen sind an Ufern der Ferndorf zu verzeichnen, sowie einige Standorte am Insbach und einzelnen Nebengewässern wie zum Beispiel am Bengenbach. 

Im Rahmen der Gewässerunterhaltung wird das Springkraut durch Ausreißen und Mähen bekämpft. Kontrolldurchgänge und Erfassung der Standorte finden jährlich statt.

Japanischer Staudenknöterich oder Japanknöterich

Der japanische Staudenknöterich wird derzeit im Stadtgebiet nicht systematisch bekämpft, da noch keine wirkungsvollen Bekämpfungsmethoden bekannt sind. Seine Vorkommen sind insbesondere entlang der Ferndorf bekannt. Vereinzelt kommt er auch an Straßenböschungen oder an durch Baumaßnahmen oder Bodenumlagerung veränderten Standorten vor.

Welche Rolle spielt der Mensch bei der Verbreitung von Neophyten?

Für die großflächige Verbreitung von Neophyten sorgt hauptsächlich der Mensch. Durch Bautätigkeiten entstehen offene Bodenflächen. Diese werden von Neophyten rasch besiedelt. Durch Wiederverwendung von Bodenmaterial können Samen der gebietsfremden Arten an neue Standorte transportiert werden. Des Weiteren können sich Neophyten durch Gartenabfälle, die nicht sachgemäß entsorgt oder in der Landschaft abgelagert werden, unkontrolliert an weiteren Standorten ausbreiten. Weitere Problematik stellt das Einpflanzen von Neophyten als Zierpflanzen in Privatgärten dar.

Die Bürgerinnen und Bürger sind bei der Bekämpfung wichtig!

Vorsorge ist eine wichtige Ebene beim Umgang mit gebietsfremden Pflanzenarten. Neophyten werden meistens von Menschen unbedacht verbreitet. Deshalb ist die Aufklärung und Bewusstseinsbildung von enormer Bedeutung.

Die Beobachtung der Entwicklung von Beständen und Ausbreitung bereits vorhandener invasiver Arten stellt eine weitere wichtige Ebene für rechtzeitige Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen dar. 

Die Stadtverwltung bittet daher die Bürgerinnen und Bürger im Kampf gegen invasive Problempflanzen mitwirken. Im Rahmen der Bekämpfung von Neophyten ist es durchaus schwierig alle Standorte im Stadtgebiet festzustellen. Aus diesem Grund sind Hinweise aus der Bevölkerung auf Vorkommen von Neophyten, besonders aber der Verzicht auf Einpflanzen von gebietsfremden Arten in eigenen Gärten von großer Wichtigkeit.

Die Stadt Hilchenbach hat eine Broschüre zu gebietsfremden Pflanzen im Stadtgebiet von Hilchenbach erstellt um die Bevölkerung zu informieren und zu sensibilisieren. In der Bro-schüre sind alle wichtigen Informationen zum Thema Neophyten sowie ihrer Verbreitung und Bekämpfung zusammengefasst.

Aufgabe der Broschüre ist Bürgerinnen und Bürger aufzuklären und zum Mitwirken aufzufordern. Jeder Einzelne kann bei dem Kampf gegen Neophyten mithelfen, um die Bekämpfung der Neophyten mit geringerem Aufwand und höherer Effizienz durchführen zu können. Helfen Sie uns!

Die Broschüre steht unten als Download zum Herunterladen zur Verfügung.

Information vom Juli 2010:

Kartierung von Neophyten-Standorten als erstes Ziel

Die Stadt Hilchenbach bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe bei der Kartierung von Neophyten, also gebietsfremden Pflanzenarten, im Stadtgebiet. Diese Aufnahme der Standorte soll die Grundlage bilden, um die weiteren Bekämpfungsmaßnahmen besser durchführen zu können. 

Geplant ist, die verschiedenen Verbreitungsgebiete des Riesen-Bärenklau, des Indischen Springkrautes und des Japanischem Staudenknöterichs zu erfassen. Diese Standorte werden anschließend von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Siegen-Wittgensteins in ihr Kartenmaterial übernommen und sind dann über Internet einsehbar.

Und so sehen die gesuchten Pflanzen aus:

Riesen-Bärenklau

Indisches Springkraut

Japanischer Staudenknöterich

Bekannte Standorte sollten der Stadt Hilchenbach zur Aufnahme gemeldet werden.
 
In diesem Zusammenhang bittet die Stadtverwaltung auf Neuanpflanzungen, die leider trotz der bekannten Nachteile und Gefährdung durch die oben genannten Pflanzen vorkommen, zu verzichten. Bei einer möglichen Beseitigung sind die Pflanzenreste in der Restmülltonne zu entsorgen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.