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Fachbereich Bauen

Tag der offenen Tür in der Heizzentrale Nahwärmeversorgung „Schulhügel“

Am 20. März wurde die innovative Heizzentrale Nahwärmeversorgung auf dem Schulhügel in Hilchenbach eröffnet.

Auf der Suche nach einer energieeffizienteren Möglichkeit zu heizen, setzt die Stadt Hilchenbach auf die SWK Energie GmbH einer 100%igen Tochter der SWK Stadtwerke Krefeld AG. Nach einer europaweiten Ausschreibung zur Wärmeversorgung des Schulzentrums „Schulhügel“ der Stadt Hilchenbach, erhielt die SWK Energie GmbH (SWK) im April letzten Jahres den Zuschlag. Innerhalb kürzester Zeit hat die SWK die neue Heizzentrale und das ca. 500m lange Nahwärmenetz am „Schulhügel“ errichtet. Insgesamt werden zwei Schulgebäude und drei Turnhallen mit Wärme und warmen Wasser versorgt.

„Ich hätte nicht gedacht, dass das in solch einer schnellen Bauzeit erledigt ist, grandiose Leistung“, so Bürgermeister Holger Menzel in seiner Begrüßung. Das Thema Klimaschutz, insbesondere in Kombination mit sinnvoller Energienutzung, steht bei der Stadt Hilchenbach bereits seit vielen Jahren auf der Tagesordnung. Dies gilt auch für die Durchführung von Maßnahmen an eigenen Gebäuden. „Die Maßnahme rechnet sich für beide Seiten ab“, so Bürgermeister Holger Menzel. Die Stadtwerke Krefeld investieren in die Errichtung eines ca. 500 m langen Nahwärmenetzes mit einer zentralen Heizzentrale. Etwa 90 Prozent der benötigten Wärme kann aus Holzhackschnitzeln erzeugt werden. Die vorhandenen Gas-Kessel werden modernisiert und können durch die Weiterverwendung das Investitionsvolumen relativ niedrig halten.Die Stadt Hilchenbach wiederum spart sich die Investition in einen teuren neuen Heizungskessel und muss sich auch um Betriebs- und Wartungskosten keine Gedanken machen, da diese die Stadtwerke Krefeld übernehmen werden. Bürgermeister Holger Menzel freut sich auf die 15 Jahre Zusammenarbeit mit einem verlässlichen und kompetenten Partner.

Kerstin Abraham, Vorstand des Krefelder Stadtwerke Konzerns, freut sich ebenfalls über den neuen Partner und die gute Zusammenarbeit und dankt auch nochmal den Mitarbeitern in der Verwaltung, die in der Planungs- sowie Bauphase immer für Fragen und Antworten zur Seite standen. „Es ist schön festzustellen, dass wir preislichen und innovativen Ansatz im Wettbewerb haben und dass ein kommunales Unternehmen diesen gewinnt“, so Kerstin Abraham.

Danach ging es in eine kleine Fragerunde. Wie funktioniert das alles? Was ist eine Wob-Box? Sebastian Horn, technischer Projektleiter der Stadtwerke Krefeld sowie Christian Hibbeln, kaufmännischer Projektleiter der Stadtwerke Krefeld, beantworteten einige Fragen.

Zum Beispiel befinden sich überall an den Schaltschränken die sogenannten Wob-Boxen – die Abkürzung steht für „wirtschaftlich orientierte Betriebsführung“. Von Krefeld aus wird die Anlage ferngesteuert und mit Hilfe einer Webcam wird das Hackschnitzellager überwacht.  Die Heizzentrale steht auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern und umfasst den Holzkessel mit einer Leistung von 400 Kilowatt, einen Pufferspeicher für 50.000 Liter (333 Badewannen voll mit Wasser) und bis 90 Grad warmes Wasser sowie das Holzschnitzellager. Die Gebäude des Schulhügels sind über das etwa 500 m lange Nahwärmenetz miteinander verbunden und werden aus der Heizzentrale mit Wärme versorgt. Die Wärme selbst wird aus dem natürlichen und nachwachsenden Brennstoff Holz klimafreundlich erzeugt. Mit dieser umweltfreundlichen und hocheffizienten Nahwärmeversorgung können als Vergleich etwa 100 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgt werden.

Nach der Fragerunde konnten sich noch die Heizzentrale in der Florenburg Grundschule angeschaut werden sowie die Nahwärmezentrale und das Holzhackschnitzellager.