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Netzgesellschaft Südwestfalen

Netzgesellschaft Südwestfalen gegründet

Die Fakten

  • Vier Städte und Gemeinden und RWE sind gemeinsame Gesellschafter der Strom- und Gasnetze
  • Energieversorgung für rund 66.500 Einwohner
  • Ortskundiges Personal bleibt vor Ort

Die Städte und Gemeinden Bad Laasphe, Burbach, Hilchenbach und Netphen sowie das Energieunternehmen RWE sind seit heute gemeinsame Gesellschafter der neuen Netzgesellschaft Südwestfalen. Mit einer Beteiligung von 51 Prozent werden die vier Städte und Gemeinden mehrheitlicher Eigentümer der Strom- und Gasverteilnetze. Die Städte und Gemeinden und RWE stellen jeweils einen Geschäftsführer. Hans-Peter Hasenstab, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Hilchenbach, und Dr. Catharina Friedrich, Leiterin Westnetz Regionalzentrum Sieg, wurden zu Geschäftsführern der Gesellschaft bestellt. Hans-Peter Hasenstab hatte sich für die Gesellschaftsgründungen als Geschäftsführer zur Verfügung gestellt. Zukünftig wird die Geschäftsführung von kommunaler Seite durch Mitarbeiter aus den beteiligten Städten und Gemeinden wahrgenommen.

Gegenstand der neuen Gesellschaft sind Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der Strom- und Gasverteilnetze in den vier Städten und Gemeinden. Die neue Gesellschaft nahm ihren Betrieb bereits zum 1. Januar 2016 auf und ist seit diesem Zeitpunkt auch Konzessionsvertragspartner der Städte und Gemeinden. Der Anteilserwerb an der Netzgesellschaft durch die Städte und Gemeinden erfolgte mit Wirkung zum 1. Juli 2016.

Die Konzessionsverträge sichern die Wegerechte in den vier Städten und Gemeinden für das rund 1.500 Kilometer umfassende Stromnetz mit 20.000 Hausanschlüssen und 600 Ortsnetzstationen sowie das Gasnetz mit insgesamt 360 Kilometern Länge. Die Netzgesellschaft wiederum verpachtet die Strom- und Gasnetze an RWE, deren 100-prozentige Tochter Westnetz die Netzbetreiber- und Betriebsführungsrolle wahrnimmt. Die Städte und Gemeinden vertrauen somit die technische Seite der Strom- und Gasversorgung ihrer rund 66.500 Bürgerinnen und Bürger weiterhin RWE an.

Die Bürgermeister hoben die wesentlichen Vorteile des gewählten Partnerschaftsmodells hervor und sagten: „Die Gründung der neuen Netzgesellschaft sichert den Städten und Gemeinden Entscheidungshoheit als Mehrheitsgesellschafter und damit Einfluss auf die strategische Weiterentwicklung der Netzgesellschaft für die Zukunft. Zudem wird laut der zugrunde liegenden Wirtschaftlichkeitsberechnung in den kommenden Jahren die Beteiligung an der Netzgesellschaft in Millionenhöhe durch die zu erwartenden Erträge refinanziert und somit kommunales Vermögen geschaffen.“ Frank Eikel, Leiter RWE-Hauptregion Südwestfalen/Sieg, ergänzte: „Ich freue mich, dass wir für die vier Städte und Gemeinden nach intensiven Verhandlungen einen gemeinsamen Weg der Partnerschaft gefunden haben. Mit Gründung der Netzgesellschaft setzen wir unsere langjährige Partnerschaft in neuer Konstellation fort. Darüber hinaus bleibt das Personal vor Ort erhalten und gewährleistet so den sicheren Netzbetrieb für Strom und Gas.“

Dr. Catharina Friedrich, technische Geschäftsführerin der neuen Netzgesellschaft Südwestfalen, hob die technische Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden hervor und sagte: „Mit Blick auf die Energiewende kommt der Strom- und Gasversorgung noch stärkere Bedeutung zu. Wir werden unsere Investitionsentscheidungen im Netzgeschäft partnerschaftlich abstimmen sowie die hohe Leistung und Zuverlässigkeit weiterhin sicherstellen.“

Durch die Umgestaltung der Eigentumsverhältnisse ändert sich für die Bürgerinnen und Bürger in den vier Städten und Gemeinden nichts. RWE ist auch weiterhin für die Strom- und Gasverteilungsnetze zuständig. Auch die bekannten Ansprechpartner und Anlaufstellen bleiben erhalten.