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Freiwillige Feuerwehr Hilchenbach

Feuerwehr in Lützel erhält Geschenk zum 40. Geburtstag des Unimogs

Sparkasse Siegen, Stadt Hilchenbach und Förderverein sorgen für Geschenk zum 40. Geburtstag

Die Stadt Hilchenbach hat in Kooperation mit der Sparkasse Siegen den Vereinen vor Ort auch in diesem Jahr wieder einen Betrag für besondere Projekte zur Verfügung gestellt. Dabei gewährt die Stadt Hilchenbach einen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent. Die restlichen 30 Prozent müssen die Vereine in Eigenleistung erbringen. Anträge auf eine Projektförderung können bei der Stadt Hilchenbach formlos eingereicht werden.

Diese Möglichkeit der finanziellen Unterstützung hat auch der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in Lützel gerne genutzt, wie der Vorsitzende Ralf Surber und Kassierer Daniel Niggemeier bei der Begrüßung von Lutz Heßelmann, Hilchenbacher Filialleiter der Sparkasse Siegen, Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis und Referatsleiter Hans-Jürgen Klein betonten.

Und die Investition, die so getätigt werden konnte, ist eine ganz besondere: ein Geschenk zum 40. Geburtstag des Unimogs der Löschgruppe in Lützel. Tatsächlich weist dieses Fahrzeug als Baujahr 1982 aus und ist der „ganze Stolz“ der Feuerwehrleute, wie Ralf Surber bestätigte. Er selbst fährt diesen Wagen und betont, dass dies im Gelände erstaunliche Möglichkeiten bietet, aber das Fahren auch eine besondere Herausforderung darstellt. Seit diesem Jahr hat der Unimog als Tanklöschfahrzeug zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Auch wegen seiner besonderen Geländegängigkeit wurde die Löschgruppe Lützel in den Waldbrandzug Nord für den Kreis Siegen-Wittgenstein aufgenommen. „Wir müssen daher ein weites Einsatzgebiet abdecken“, konnte Ralf Surber aufgrund schon erfolgter Waldbrandbekämpfungen berichten. Um für diesen Zweck eingesetzt werden zu können, musste das Fahrzeug umgebaut und insbesondere neu ausgestattet werden. So verfügt der Unimog zum Beispiel standardmäßig über einen Waldbrand-Rucksack, mit dem die Feuerwehrleute sich einem Brandherd auch zu Fuß nähern können. Daniel Niggemeier merkte hierzu an, dass bei längerer Trockenheit das Frühjahr zur besonders gefährlichen Zeit für das Entstehen von Waldbränden zählt.

Apropos Ausstattung des „Geburtstagskinds“ Unimog: Wofür hat der Förderverein die Spende in Höhe von rund 1.600 Euro genutzt?

„Wir haben das Fahrzeug mit einer neuen Signalanlage ausgestattet“, so die beiden Vertreter des Vereins. Dazu gehören Martinshorn, Blaulicht und die sogenannten „Blitzer“, kleine Blaulichter vorne am Fahrzeug. Gerne präsentierte Ralf Surber den Gästen die neue Ausstattung, die dafür sorgt, dass die Feuerwehr bei ihren Einsatzfahrten frühzeitig und gut wahrgenommen wird. Zum Vergleich zeigte Daniel Niggemeier das in die Jahre gekommene, alte Blaulicht.


Damit die Anschaffung möglich war, hat der 46 Mitglieder starke Förderverein die Spende aufgestockt. Außerdem erfolgte der Einbau in Eigenleistung durch die Löschgruppe.

Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis: „Das ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehr ist außergewöhnlich. Das belegt auch der Einsatz hier in Lützel.“ Ebenso lobte er die Sparkasse für die Vereinsförderung: „Dieses Geld bietet auch der Feuerwehr die Möglichkeit jederzeit und relativ spontan, kleinere Anschaffungen zu tätigen.“ Damit spielte der Verwaltungschef auf die für die Stadt Hilchenbach ansonsten bestehende Abhängigkeit von der jahresbezogenen Haushaltsplanung an, die Beschaffungen nur zulässt, wenn diese auch frühzeitig eingeplant wurden.

Lutz Heßelmann zeigte sich als „Kenner“ der Feuerwehrszene und interessierte sich bezogen auf Lützel für den Einsatz beim Festival KulturPur ebenso wie für die zuletzt gehäuft aufgetretenen Verkehrsunfälle auf der Strecke von Lützel nach Erndtebrück.

Tatsächlich konnten Daniel Niggemeier und Ralf Surber die Zunahme der Häufigkeit und Schwere mit Toten bei den Verkehrsunfällen bestätigen. Dies hat mit dazu geführt, dass die Löschgruppe Lützel bereits die ansonsten für ein ganzes Jahr übliche Zahl an Einsätzen erreicht hat. Bei diesen großen Herausforderungen ist umso wichtiger, mit der finanziellen Unterstützung bei der Ausstattung die Wertschätzung der Feuerwehrarbeit deutlich zu machen.

Abschließend ließen sich Kyrillos Kaioglidis und sein auch für den Brandschutz zuständiger Referatsleiter Hans-Jürgen Klein durch das Feuerwehrgerätehaus führen. Dabei machte Ralf Surber an Beispielen deutlich, wie kreativ die Löschgruppe die teilweise bestehende räumliche Enge im Gebäude gelöst hat, um den Bedarfen gerecht werden zu können. Dabei trägt die Löschgruppe auch der erfreulichen Tatsache Rechnung, dass neben Feuerwehrmännern sich in Lützel auch Frauen und Jugendliche ehrenamtlich in der Feuerwehr einsetzen.