Seiteninhalt

Umweltschutz - Energiesparen - Förderung

RWE-Klimaschutzpreis 2011 würdigt zwei Grundschulen

Bernhard Preckel als Vertreter der RWE hat den Klimaschutzpreis für das Jahr 2011 gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab an die Florenburg-Grundschule Hilchenbach sowie an die Stahlberg-Grundschule Müsen für ihren Einsatz der Umwelt zuliebe verliehen.

Gewürdigt haben sie damit sehr unterschiedliche Projekte, von denen aber jeweils ein sehr positiver und nachhaltiger Einfluss auf unsere Umgebung zu erwarten ist.
 
Die Übergabe nutzten die Preisträger, Thomas Bosch für die Stahlbergschule Müsen und Christine Dittrich-Kratzig für die Florenburgschule Hilchenbach (beide Bildmitte), um den Anwesenden, darunter auch der städtische Energieberater Oliver Fischer, ihre Maßnahmen näher vorzustellen.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

Stahlbergschüler pflanzten Wildobstbäume

Aktive Naturschutzmaßnahme im Jahr der Wälder

Auf Anregung von Martin Sorg vom Forstbetriebsbezirk Kindelsberg hatte Hegeringleiter Wilfried Berger von der Kreuztaler Jägerschaft leichtes Spiel, seine Schülerinnen und Schüler von der Stahlbergschule Müsen zu einer Baumpflanzaktion zu motivieren.

Unter Mitwirkung von Tim Hellinger von der Unteren Landschaftsbehörde, gleichzeitig Obmann für Naturschutz im Hegering Kreuztal sowie zwei weiteren Jägern, trafen sich die Akteure auf der Unglinghäuser Höhe, um unter der Leitung des Kredenbacher Waldvorstehers Dr. Hartmut Müller etwa 20 Wildäpfel und Wildkirschen zu pflanzen. 

„Die Mädchen und Jungen waren mit Begeisterung bei der teilweise beschwerlichen Arbeit dabei“, so hob Schulleiter Thomas Bosch den Einsatz seiner Schülerinnen und Schüler lobend hervor. „Sie mussten mit Hacken und Spaten die Pflanzlöcher ausheben, Pflanzerde in Kübeln und Wasser in Kanistern herbeitragen – der Raiffeisenmarkt Ferndorf hatte dazu Komposterde gestiftet – die wurzelnackten Bäumchen einpflanzen und diese dann wässern. Zum Schluss wurde jedes Obstbäumchen mit einer Wuchshülle versehen und ein Sicherungsstab eingeschlagen.“

Alle Beteiligten waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden, denn die Kinder hatten einen interessanten Beitrag zur Verbesserung der Artenvielfalt geleistet. Auch das Landschaftsbild wird sich in einigen Jahren verschönern, wenn dann im Frühjahr auf den Kredenbacher Höhen weiße Blüten leuchten und später im Jahr Früchte reifen. Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab konnte es sich so auch mit einem Schmunzeln nicht verkneifen: „Wie wir sehen, verbessern wir mit unseren Bemühungen auch direkt das „Klima“ in unserer Nachbarstadt“.
 
Für diesen Einsatz erhielt die Stahlberg-Grundschule in Müsen 400 Euro Preisgeld.

Naturnaher Schulgarten an der Florenburg-Grundschule erweitert

Christine Dittrich-Kratzig stellte die einzelnen Maßnahmen der Florenburg-Grundschule Hilchenbach vor. So wurden mit Unterstützung von Burkhard Bonstein und weiteren Helferinnen und Helfern sowie durch finanzielle Mittel der Firma Johnson Control seit Frühjahr 2011 zwei Hochbeete angelegt, die mit naturbelassenen Rundhölzern eingefasst sowie mit groben Holzteilen, Zeitungen, Gehölz, Laub, Kompost und Muttererde gefüllt sind. Beim Füllen der Beete waren Dritt- und Viertklässler aktiv, so dass die Klasse 2 b bereits im Herbst 2011 die ersten von Schülern selbst gepflanzten Kartoffeln ernten konnte.

Unterstützt durch den Baubetriebshof der Stadt Hilchenbach, konnte Herr Ranke mit vielen fleißigen Eltern im Frühsommer 2011 in der hinteren Ecke des Schulgartens ein geräumiges und schönes Gartenhaus einrichten. Dachrinnen wurden ebenfalls angebracht; den benötigten Anstrich erledigten eifrige Eltern. Das Gartenhaus war dann noch vor den Sommerferien bezugsfertig. Nun haben alle Gartengeräte auch ihren festen Platz!

Projektgruppe „Wir arbeiten im Schulgarten“

Mithilfe der Projektgruppe „Wir arbeiten im Schulgarten“ mit Kindern der Klassen 3 und 4, konnte Christine Dittrich-Kratzig in der Zeit von Mai bis Juni 2011 neben der Pflege der bereits vorhandenen Anlage auch zwei neue Maßnahmen in Angriff nehmen:

Nachdem das notwendige theoretische Hintergrundwissen über das Leben der Wildbienen angeeignet und die Schule mit Schülerinnen und Schüler den heimischen Imker und seine Honigbienen in Helberhausen einen Besuch abgestattet hatten, wurden sechs je etwa einen Quadratmeter große Beete mit Nahrung für Wildbienen und andere Insekten angelegt. Gemeinsam wurde gesät beziehungsweise Sonnenblumen, Lupinen, Phazelia, Ringelblumen Malven und, für die Schule selbst, leckere Radieschen eingepflanzt. 

Beim zweiten Projekt ging es um die Errichtung von Häusern für die Wildbienen. So wurden Blechdosen mit Bambusstäben und Schilfrohren zu einem Bienenhaus umfunktioniert. Die Eltern halfen ihren Kindern dabei, Löcher in die Holzklötze zu bohren. Burkhard Bonstein baute am Rand der Streuobstwiese ein stabiles, überdachtes Bienenhaus, in dem alle Dosen und Klötze befestigt wurden. Weitere Insektenwohnungen können dort auch noch ihren Platz finden.

Auch in Zukunft stehen an dieser Stelle noch weitere Überlegungen an. Vielleicht lassen sich lebende Weidenzäune oder eine Hecke als Abgrenzung, Obststräucher, eine Ruhezone mit Bank und Tisch und Ähnliches noch umsetzen.
 
Für die umfangreichen Einzelprojekte wurde die Florenburg-Grundschule Hilchenbach mit dem RWE Klimaschutzpreis 2011 mit einer Prämie von 600 Euro ausgezeichnet.
 
Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab freute sich über den Einsatz der Schulen, aber insbesondere der kleinen Helferinnen und Helfer: „Ich finde es sehr wichtig, dass bereits diejenigen mit dem Thema Klimaschutz vertraut gemacht werden, die später in dieser Welt leben müssen und so ein viel besseres Feingespür für unsere Natur bekommen. Das Handeln von Heute bestimmt unser Leben in der Zukunft. Je früher sich die Kinder mit Umwelt und Natur auseinandersetzen, umso eher wird gewährleistet, dass auch in einigen Jahrzehnten, die Menschen dann das richtige tun, damit unsere Welt auch noch in späteren Generationen liebens- und lebenswert bleibt. Den ausgezeichneten Schulen danke ich, stellvertretend für alle Hilchenbacher Schulen, für ihr Engagement, die Kinder an diese Thematik heranzuführen.“