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Umweltschutz - Energieeinsparung - Förderung

Umweltfonds für die Stadt Hilchenbach

Carl-Kraemer-Stiftung, Stadtsparkasse und Stadtverwaltung fördern gemeinsam den Einsatz für den Umweltschutz vor Ort.

Das Thema Umweltschutz, insbesondere in Kombination mit sinnvoller Energienutzung, steht bei der Stadt Hilchenbach bereits seit einiger Zeit auf der Tagesordnung. Dazu gehörte zunächst die Werbung für Maßnahmen zugunsten unserer Umwelt durch Information der Öffentlichkeit über Angebote und Förderungen. Mit der Qualifizierung des Mitarbeiters Oliver Fischer zum Energieberater im August 2005 hat die Stadtverwaltung darüber hinaus eine Anlaufstelle aufgebaut, wo Bürger in diesen Fragen Rat einholen können. Dank der Carl-Kraemer-Stiftung ist es Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab nun gelungen, den nächsten Schritt zu tun.

In Hilchenbach wird Umweltbewusstsein ab sofort auch finanziell unterstützt. Hans-Peter Hasenstab: „In der Carl-Kraemer-Stiftung habe ich lokales Handeln im Sinne des Namensgebers der Stiftung angeregt. Ich freue mich, dass ich dafür auf offene Ohren gestoßen bin und wir uns einig sind, dass gerade in der Heimatstadt von Carl Kraemer vor Ort etwas Praktisches für den Natur- und damit auch den Tierschutz getan werden sollte.“

Immerhin 2.000 Euro stellt die Stiftung jährlich zur Verfügung, mit denen die Stadt Hilchenbach umwelterhaltende und umweltverbessernde Projekte von Privatleuten fördern kann. „Ich wollte nicht immer nur für Investitionen für den Umweltschutz werben, sondern in schwierigen Zeiten auch finanzielle Anreize schaffen, betont Hans-Peter Hasenstab und verweist darauf, dass erfahrungsgemäß Geld eine sehr wichtige Motivation ist: „Neben gutem Willen, der bei vielen Bürgern vorhanden ist, muss man sich Naturschutz auch leisten können.“ Mit 200 Euro pro Maßnahme beteiligt sich der Umweltfonds an den Kosten von privaten Umweltschutzprojekten. Bei manchen Investitionen ist dies sicherlich nur ein symbolischer Beitrag, andererseits kann die Förderung auch 10 % betragen, denn sie wird bereits bei nachgewiesenen Kosten von 2.001 Euro gezahlt.

Hans-Peter Hasenstab: „Unabhängig von der Höhe der Förderung ist sie aus unserer Sicht ein klares Zeichen, dass wir den Umweltschutz in Hilchenbach als Aufgabe weiter ernst nehmen.“

Mit dem nun ins Leben gerufenen Umweltfonds steuert die Stadt Hilchenbach gegen den Trend an, Förderungen in diesem Bereich zu verringern oder ganz einzustellen, wie dies das Land zum Beispiel bei der "Initiative ökologische und nachhaltige Wasserwirtschaft NRW" getan hat.

Wichtig ist für die Initiatoren auch, dass die Förderung möglichst unbürokratisch erfolgt.

Dazu Hans-Peter Hasenstab: „Ein schriftlicher Antrag ist natürlich schon erforderlich, aber das die Richtlinien für den Umweltfonds auf zwei DIN A4-Seiten stehen, macht schon deutlich, dass der Verwaltungsaufwand für Antragsteller und Behörde nur so gering wie nötig sein soll.“
 
Vergeben werden die Förderungen im sogenannten „Windhundverfahren“. Dies bedeutet, dass die Förderung in der Reihenfolge der Antragstellung erfolgt und nur ausgezahlt wird, solange Mittel im Umweltfonds zur Verfügung stehen. Damit möglichst viele Umweltschutzprojekte in Hilchenbach unterstützt werden können, sucht die Stadt Hilchenbach Firmen und Institutionen, die den Umweltfonds mitfinanzieren.
 
Aktuell ist der erste weitere Sponsor schon gefunden. Die Stadtsparkasse Hilchenbach beteiligt sich an dieser ausbaufähigen Initiative mit 1.000 Euro, so dass zunächst insgesamt 3.000 Euro auf „Windhunde“ warten. Voraussetzung ist allerdings, dass der Antrag vor Maßnahmebeginn gestellt und das Projekt innerhalb eines halben Jahres abgeschlossen wird.

Hans-Peter Hasenstab sieht übrigens auch für die Carl-Kraemer-Stiftung durch die Finanzierung des Umweltfonds Vorteile: „Die wichtige Arbeit der Stiftung wird dadurch stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gestellt und insbesondere werden die Hilchenbacher Bürger direkt angesprochen.“

Letztlich würde sich Hans-Peter Hasenstab natürlich besonders freuen, wenn die 200 Euro Hilchenbacher Handwerkern zu Gute kommen, also die Aufträge für Umweltschutzmaßnahmen vor Ort vergeben werden.