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Umweltfonds für die Stadt Hilchenbac

11. Auszahlung der Förderung

Das Thema Umweltschutz, insbesondere in Kombination mit sinnvoller Energienutzung, steht bei der Stadt Hilchenbach bereits seit einiger Zeit auf der Tagesordnung. Einerseits gilt dies für die Durchführung von Maßnahmen in den eigenen Gebäuden. 2009 hat die Stadt Hilchenbach erstmals einen Energiebericht vorgelegt, in dem dargestellt werden konnte, dass sich die Energiesparmaßnahmen der letzten Jahre in den städtischen Gebäuden nicht nur für die städtischen Finanzen, sondern auch für die Umwelt sehr positiv auswirken. Dieser Bericht wird jährlich fortgeschrieben, um immer wieder aktuell Bilanz zu den eigenen Klimaschutzprojekten und -erfolgen ziehen zu können.
 
Am 13. Januar 2011 wurde die Stadt Hilchenbach außerdem mit dem „European Energy Award“ ausgezeichnet und trägt seitdem den Titel „Energie- und Klimaschutzkommune“. Dadurch sieht sich die Stadtverwaltung für die bisherigen Bemühungen belohnt und gleichzeitig angespornt, sich weiterhin so stark für den Umweltschutz einzusetzen wie bisher. Um die Grundgedanken auf alle Bereiche des Stadtgebietes und Stadtlebens auszudehnen, ist Hilchenbach 2012 dabei, ein Klimaschutzkonzept zu erarbeiten.
 
Ein gutes praktisches Beispiel für aktiven Klimaschutz ist das seit September 2011 der Öffentlichkeit zur Verfügung stehende Solarpotenzialkataster. Neben einer potenziellen Eignung für Solarenergiegewinnung informiert ein Wirtschaftlichkeitsrechner als weiterer Bestandteil des Systems konkret über den finanziellen Wert einer Installation. Ermöglicht wurde das Projekt durch Investitionen des Kooperationspartner Stadtsparkasse Hilchenbach, die auch beim Umweltfonds als Sponsor aktiv ist.
 
Gleichzeitig ist es das Ziel der Stadt Hilchenbach, auch die Bürger zum Energiesparen zu ermuntern. Dabei hat die Information und Beratung der Öffentlichkeit über Angebote und Förderungen zugunsten unserer Umwelt einen wichtigen Stellenwert. Bereits im August 2005 hat die Stadtverwaltung mit der Qualifizierung des Mitarbeiters Oliver Fischer zum Energieberater eine Anlaufstelle aufgebaut, wo Bürger in diesen Fragen Rat einholen können. 2011 wurde dieses Angebot insgesamt 102mal in Anspruch genommen.In Anbetracht der hohen Energiepreise ist ein großes Interesse der Bürger festzustellen, Tipps zum Energiesparen und zu Fördermöglichkeiten beim Energieberater im Rathaus zu erhalten.
 
Dank der beiden Sponsoren Carl-Kraemer-Stiftung und Stadtsparkasse Hilchenbachwird das Umweltbewusstsein der Bevölkerung seit Einrichtung des Umweltfonds im März 2006 auch finanziell unterstützt.
 
Das Interesse an Klimaschutzmaßnahmen in Hilchenbach ist weiterhin sehr erfreulich. Deutlich wird diese Motivation der Menschen auch an der hohen Zahl an Förderanträgen aus dem Umweltfonds. Bisher wurden 104 Projekte (19 in 2007, 19 in 2008, 27 in 2009, 21 in 2010, 18 in Hälfte 2011) mit je 200 Euro gefördert. Heute kommt die Förderung von weiteren 13 Projekten dazu, so dass die Gesamtförderung damit auf 23.400 Euro ansteigt.

Folgende Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher erhielten bei der ersten Auszahlung im Jahr 2012 jeweils 200 Euro Förderung aus dem Umweltfonds in bar ausgezahlt:

  • Marcel Kienitz und Maike Rüb, Installation einer Wärmepumpe
  • Ortrud Sinner,  Installation einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung
  • Silvia und Peter Horn, Installation einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung
  • Thorsten und Gabriele Schöler, Installation einer Photovoltaikanlage
  • Johanna Walter, Installation eines Blockheizkraftwerk
  • Paul Sewelies, Installation einer Luft-Wärmepumpe
  • Rainer Philipp, Installation einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung
  • Wolfgang Hogenmüller, Einbau eines Holzvergaserkessels
  • Antje und Dirk Nickel, Installation einer Photovoltaikanlage
  • Susanne und Dr. Rüdiger Stenzel, Installation einer Photovoltaikanlage
  • Volker Tiepelmann, Installation einer Sole-Wärmepumpe
  • Verena und Martin Menn, Installation einer Pellet-Heizung
  • Birgit und Volkmar Six, Installation einer Solaranlage

Im Rahmen der Veranstaltung nutzten die Antragsstellerinnen und Antragssteller die Gelegenheit und schilderten Ihre persönlichen Erfahrungen mit alternativen Energien oder informierten die Besucher über ihre Klimaschutzprojekte.
 
Grundsätzlich zeigten sich die Hauseigentümer zufrieden oder glücklich hinsichtlich der Einsparung.
 
Diese Entwicklung wird besonders von Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab begrüßt, denn Umweltschutz und Bürgerservice sind zwei Themen, die ihm besonders am Herzen liegen: "Ich freue mich, wenn der Umweltfonds die Hilchenbacher Bürgerinnen und Bürger ermutigt, einen persönlichen Beitrag zur Verbesserung des Natur- und Umweltschutzes in unserer Stadt zu leisten."
 
In der Tat zeigt sich, dass die Eröffnung des Umweltfonds eine richtige Entscheidung war, denn die steigende Anzahl von Förderanträgen beweist, dass die Hilchenbacher Bürgerinnen und Bürger weiterhin auf klimafreundliche und umweltbewusste Möglichkeiten setzen.
 
Weitere 13 Anträge liegen bereits vor, bei denen der Kostennachweis als Abschluss der Maßnahme noch nicht eingegangen ist. Neue sind weiterhin willkommen.