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Gebrüder-Busch-Kreis

Abschied und Neuanfang in der Kulturgemeinde

Mit einem großartigen Theaterfest verabschiedete sich am Anfang März der langjährige Geschäftsführer des Gebrüder-Busch-Kreises, nach 34 Jahren im Dienst der Kultur, von Freunden, Weggefährten und Kollegen.

Mit dem von ihm gestalteten Programm bot seinen Gästen viele Kostbarkeiten aus der Welt des Theaters und der Musik. Hans Schwab und Ronka Nickel überraschten mit einer wunderbaren Interpretation des Kult-Stückes „Dinner for One“, die Band „Besidos“ sorgte mit einem lebhaften Programm mediterran geprägter Folk- und Swing-Musik für schwungvolle Unterhaltung, was das Publikum immer wieder mit begeistertem Applaus belohnte. Auch der Gitarrist Martin C. Herberg hatte einiges an musikalischen Highlights und Erinnerungen zu bieten, Hartmut Kriems hatte ihm die ersten Gitarrengriffe beigebracht.

Einen weiteren Glanzpunkt setzte der Tubist der Philharmonie Südwestfalen, Attila Benkö, der mit einer großartigen Improvisation seinem beachtlich großen Instrument sanfte und stille Töne entlockte und eine wunderbare Kommunikation mit dem Publikum entstehen ließ. Auch das anschließende Zusammenspiel mit dem Pianisten Ulrich van der Schoor zeigte abermals, welch zarte Töne man der großen Tuba entlocken kann.

Durch das Programm führte überzeugend und furchtlos der Kabarettist Erwin Grosche mit trockenem Wortwitz, der auch mit eigenen Beiträgen aus seinem Kabarettprogramm zum Gelingen des Abends beitrug.

Als Überraschungsgast für Hartmut Kriems war auch Christiane Burkard vom Kindertheater Mimikri angereist, die die geladenen Gäste schon beim Einlass mit leisen Akkordeonklängen begrüßte. Die „Mimikris“ gehören bereits seit Jahren fest zum Programm im Gebrüder-Busch-Theater und sind so auch zu Freunden in Dahlbruch geworden.

Und natürlich waren auch Redebeiträge vorgesehen, um den Neu-Ruheständler gebührend zu würdigen. Wolfgang Suttner, langjähriger Wegbegleiter; fand launige und herzliche Worte für den Freund, mit dem er nun auch den Ruhestand gemeinsam hat, Verena Böcking, stellvertretende Bürgermeisterin aus Siegen hob Kriems‘ Verdienste ebenso hervor wie Nanette Schorge-Brinkmann von der Erndtebrücker Kulturinitiative, „die es ohne Hartmut Kriems gar nicht mehr gäbe“. Der neue Vorsitzende des Gebrüder-Busch-Kreises fand auch lobende Worte für seinen Vorgänger, Hans-Jochen Müller, ebenfalls ein Urgestein der Hilchenbacher Kultur. Müller ist dem Verein auch weiterhin eng verbunden und stellt dies auch nahezu täglich, mit tatkräftiger Unterstützung, unter Beweis.

Nach anschließendem (noch langem) Zusammensein blieb neben dem lachenden Auge der Freude über den gelungenen Abend natürlich auch ein weinendes Auge über den Abschied des langjährigen „Kulturmanagers“ zurück.

Bereits am Vortag hatte sich Hartmut Kriems von den Musikerinnen und Musikern der Philharmonie Südwestfalen (Motto: Tragik.Bewegung.Aufbruch) verabschiedet. Und auch mit einem Konzert der Philharmonie (damals noch Siegerland-Orchester) hatte seine berufliche Laufbahn begonnen, einige Musiker/innen spielten damals wie heute im Orchester.

An diesem Konzertabend mit der erstklassigen Pianistin Anna Fedorova gaben die beiden Nachfolgerinnen von Hartmut Kriems ihr „Debüt“. Auch sie betonten ihren Stolz darauf, ausgerechnet mit einem Konzert der Philharmonie Südwestfalen ihre Tätigkeit aufnehmen zu dürfen und damit verbanden beide auch einen herzlichen Dank an das treue Publikum im Dahlbrucher Theater, und natürlich die Hoffnung, dass man ihnen und der Dahlbrucher Bühne auch weiterhin die Treue halten werde.

Weitere Bilder vom Theaterfest sind in der Bildergalerie zu finden.