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Heimatpreis

Auszeichnung für 2019 in Hilchenbach erstmals vergeben: 5 Preisträger!

5.000 Euro hatte die Bezirksregierung in Arnsberg im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen der Stadt Hilchenbach für die Vergabe des Heimatpreises 2019 bereitgestellt. Doch diese Summe reichte nicht. „Zu gut waren die 5 Projekte, mit denen sich Vereine und Initiativen sich um das Preisgeld beworben hatten“, so die einstimmige Meinung des mit der Vergabeentscheidung beauftragten IKEK-Lenkungskreises der Stadt Hilchenbach.

Die Jury wählte daher nicht nur entsprechend der Richtlinien drei Preisträger für die Plätze 1 bis 3 aus, sondern empfahl dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehrsplanung auch noch für Vergabe von zwei Sonderpreisen. Hierfür bewilligte der Ausschuss zusätzliche 2.000 Euro.

Die offizielle Überreichung der Heimatpreise erfolgte vor kurzem im Hilchenbacher Ratssaal vor Beginn der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 22. Januar 2020. Der Ausschussvorsitzende Michael Stötzel und Bürgermeister Holger Menzel übergaben die Urkunden und Trophäen jeweils an Vertreterinnen und Vertreter der ausgewählten Initiativen.

Einen mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis „Mobilität“ der Stadt Hilchenbach bekam der Verein BürgerBus Hilchenbach e.V. In seiner Lobrede betonte Michael Stötzel, dass seit dem 1. Juni 2007 ehrenamtliche Fahrer mit dem Bürgerbus unterwegs sind und das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs sinnvoll ergänzen: „Ein auf dem Ehrenamt basierendes Angebot, welches seines Gleichen sucht und ohne den Einsatz der vielen freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern in dieser Form nicht möglich wäre.“

Einen weiteren Sonderpreis „Klimaschutz“ und ebenfalls 1.000 Euro erhielt der Verein KlimaWelten Hilchenbach e.V. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, durch Lern-, Erlebnis- und Informationsangebote einen Beitrag zu leisten, um das Wissen und die Urteilsfähigkeit in der Bevölkerung gegenüber dem sich wandelnden Klima zu fördern, die Probleme des von Menschen verursachten Klimawandels zu veranschaulichen und miteinander Auswege zu finden.

Die ausgeschriebenen „eigentlichen“ drei Heimatpreise gingen anschließend an das Landwirtschaftsmuseum in Hadem, das Internatsmuseum Stift Keppel und die eingetragene Schülergenossenschaft „Keppels Früchtchen“. Die Gründe für die Auswahl der Jury erläuterte Michael Stötzel bei der Preisverleihung.

Platz 3 und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro ging an das Landwirtschaftsmuseum in Hadem. Dieses wird vom 1. Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung historischer Gerätschaften e. V., Henning Moll, und weiteren Ehrenamtlichen betrieben. Das Landwirtschaftsmuseum ist in den vergangenen Jahren stetig renoviert, umgebaut und erweitert worden. So können die Ausstellungsstücke auf mittlerweile rund 160 qm Fläche besser hervorgehoben und übersichtlicher dargestellt werden. Den Besuchern bietet sich dadurch eine interessante Reise in die landwirtschaftliche Vergangenheit des Siegerlandes.

 

Platz 2 und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro erhielt die Gründerin und langjährige Leiterin Dorothea Jehmlich für das Internatsmuseum Stift Keppel. „Mit viel Liebe zum Detail versetzt diese Einrichtung die Besucher auf wunderbare Weise in die Vergangenheit der Internatsschule zurück“, so Michael Stötzel.

 

Platz 1 bei der Vergabe des ersten Hilchenbacher Heimatpreises belegt die 2016 gegründete, eingetragene Schülergenossenschaft „Keppels Früchtchen“. Diese wird von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Stift Keppel eigenverantwortlich geführt. „Keppels Früchtchen eSG“ nutzt Apfelbäume in der näheren Region und stellt Apfelsaft her. Diesen vertreibt die Genossenschaft selbst und auch über den örtlichen Handel. Zurzeit engagieren sich 77 Genossen aus den Jahrgangsstufen 8 bis 11 in diesem Projekt. Unterstützt werden „Keppels Früchtchen“ von der Volksbank in Südwestfalen eG als Partnergenossenschaft. „Die Nachhaltigkeit dieses Projektes ist durch die immer wieder nachkommenden Generationen von neuen Schülerinnen und Schülern gewährleistet“, lobte Michael Stötzel die Akteure um den Lehrer und Initiator Michael Schäfftlein. Durch den 1. Platz beim Heimatpreis fließen 2.500 Euro in die Genossenschaftskasse.

 

Die zahlreich vertretenen Preisträger nahmen die Urkunden und Auszeichnungen unter dem Beifall des Publikums sehr dankbar an. Sie erläuterten kurz ihre Einrichtungen und deren Aufgaben und betonten, dass das Preisgeld in die jeweiligen Angebote investiert wird und damit auch aus Sicht der Stadt Hilchenbach bestens angelegt ist.

Gute Nachricht für alle Initiativen, die sich für ihre Heimat engagieren und sich diesmal noch nicht beworben hatten: Auch für das Jahr 2020 kann die Stadt Hilchenbach dank der schon bewilligten Landesförderung wieder einen Heimatpreis verleihen. Die Voraussetzungen für eine Bewerbung wird die Stadt Hilchenbach noch bekannt geben. Die Bewerbungsfrist wird wieder bis Ende September 2020 laufen.