Seiteninhalt

Heimatpreis

Heimat-Preis in Hilchenbach zum zweiten Mal vergeben

"Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. – Wir fördern was Menschen verbindet.“ Mit dieser Initiative unterstützt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen das ehrenamtliche  Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, Gruppen oder Verein, die sich lokal für ihre Heimat einsetzen und würdigt mit dem „Heimat-Preis“ deren Arbeit.

Landesweit haben sich bereits über 220 Gemeinden, Städte und Kreise dazu entschlossen einen „Heimat-Preis“ zu vergeben und das soziale Engagement jedes einzelnen Bewerbers zu loben. Auch die Stadt Hilchenbach hat im gesamten Stadtgebiet viele Bürgerinnen und Bürger, denen die Pflege und Erhaltung der Dorfentwicklung am Herzen liegt und aus diesem Anlass nun zum zweiten Mal den Heimatpreis vergeben. Dafür wurden der Stadt Hilchenbach 5000 Euro bereitgestellt, um die drei besten Projekte zu prämieren. Vier weitere Bewerber erhielten zudem einen Sonderpreis. Die Jury des beauftragten IKEK-Lenkungskreises der Stadt Hilchenbach wählte daher nicht nur entsprechend der Richtlinien drei Preisträger für die Plätze 1 bis 3 aus, sondern empfahl dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehrsplanung auch noch die Vergabe von vier Sonderpreisen. Hierfür bewilligte der Ausschuss zusätzliche 2.000 Euro.

Preisverleihung im 20 Minuten Rhythmus

Die offizielle Überreichung der Heimatpreise erfolgte vor kurzem im Hilchenbacher Rathaus unter Corona-Bedingungen. Der Ausschussvorsitzende Michael Stötzel und Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis übergaben die Urkunden und Trophäen jeweils an Vertreterinnen und Vertreter der ausgewählten Initiativen.

Einen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis erhielten:

  • „Dorfentwicklung“: Dorfmitte Helberhausen.
  • „Nachhaltigkeit“: MaMi’s Fairteilung
  • „Ortspflege“: Dahlbrucher Männerchor
  • „Nachbarschaftshilfe“: Heinzelwerker

Die ausgeschriebenen „eigentlichen“ drei Heimat-Preise gingen anschließend an das Repair Café der Klimawelten, den Ökumenischen Tisch und die Kleiderstube sowie an den Verein Altenberg & Stahlberg e.V. Die Gründe für die Auswahl der Jury erläuterte Michael Stötzel bei der Preisverleihung.

Platz 3 und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro ging an das Repair Café der KlimaWelten. Etwa 15 ehrenamtliche Helfer reparieren defekte Gegenstände, wie Elektrogeräte, Fahrräder oder Kleidung und verlängern somit deren Nutzungsdauer. Nach dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ steht der Gedanke der Nachhaltigkeit und der Spaß am gemeinsamen Reparieren im Vordergrund. Das Repair Café findet einmal im Monat statt und ist rein spendenfinanziert.

Platz 2 und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro erhielten der Ökumenische Tisch & die Kleiderstube, die sich auf die Abgabe von Lebensmittelspenden an bedürftige Personen mit Berechtigungsnachweis spezialisiert haben. Bei der wöchentlichen Ausgabe durch die Lieferung der Siegener Tafel, werden beim Ökumenischen Tisch etwa 100 Kunden versorgt, die ihre Lebensmittel für einen kleinen Betrag abholen können. Während des ersten Corona Lockdowns im Frühjahr wurde die Ausgabe geschlossen und auf ein Gutscheinsystem umgestiegen.

Bei der Kleiderstube werden gebraucht Kleidungsstücke aus der Bevölkerung zu einem niedrigen Preis als „Second Hand-Ware“ angeboten. Nachhaltigkeit, Solidarität und der christliche Gedanke der Nächstenliebe stehen bei diesem Programm, das von den drei Hilchenbacher Kirchengemeinden getragen wird, besonders im Vordergrund.

Platz 1 bei der Vergabe des zweiten Hilchenbacher Heimatpreises erhielt der Verein Altenberg & Stahlberg e.V., mit einem Preisgeld von 2.500 Euro. Der Altenberg und das Museum sind ein wichtiger Teil der Hilchenbacher Geschichte und auch touristisch relevant und die Mitglieder haben in den letzten Jahren einige Projekte zum Erhalt und zur Attraktivität des Museums, des Stollens und des Ausgrabungsgeländes übernommen. Durch die Pandemie konnten in den engen Räumen keine Führungen durchgeführt werden, sodass außer den Mitgliedsbeiträgen und Spenden kaum Gelder für die Deckung der Sanierungs- und weiteren Kosten eingegangen sind. Das neueste und innovativste Projekt ist die Digitalisierung im Stollen, um diese einzigartige Welt untertage für alle Interessierten erlebbar zu machen.

Die zahlreich vertretenen Preisträger nahmen die Urkunden und Auszeichnungen sehr dankbar an. Sie erläuterten kurz ihre Einrichtungen und deren Aufgaben und betonten, dass das Preisgeld in die jeweiligen Angebote investiert wird und damit auch aus Sicht der Stadt Hilchenbach bestens angelegt ist.

Auch für das Jahr 2021 bemüht sich die Stadtverwaltung Hilchenbach eine bewilligte Landesförderung zu erhalten.