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Kranzniederlegung am Gedenkstein

Kranzniederlegung am Gedenkstein zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger

Im Jahr 2013, genauer am 4. Juli,  wurde der Gedenkstein zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden, aufgestellt. Mit einem Mahnmal im Blickpunkt der Öffentlichkeit, in der Nähe des Marktplatzes, soll die Erinnerung „lebendig“ gehalten werden.

Jeweils am 28. Februar, dem Deportationstag von Elisabetha Holländer und ihrem Sohn Lothar Holländer, findet nun jährlich die Kranzniederlegung am Gedenkstein statt, um an das Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden zu erinnern.

Der stellvertretende Bürgermeister Olaf Kemper begrüßte die rund 80 anwesenden Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Schülerinnen und Schüler der Carl-Kraemer-Realschule und des Gymnasiums Stift Keppel am Gedenkstein am Marktplatz in Hilchenbach.

„Das Gedenken soll eine Mahnung sein dafür, dass so etwas nie wieder geschehen soll!“  so Olaf Kemper. „Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden. Erkenntnisse und Lehren daraus für die Zukunft gezogen werden. Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung, Gewalt oder die Ermordung von Minderheiten darf es in Zukunft nicht wieder geben!“, mahnte der stellvertretende Bürgermeister.

Die Hauptreden hielten die Hilchenbacher Roswitha und Horst Womelsdorf, die sich beide sehr mit der Hilchenbacher Geschichte in der Nazizeit auseinandergesetzt haben. Sie pflegen seit einigen Jahren eine freundschaftliche Beziehung zu Israel, verbunden mit Reisen in das Land.

Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse des Geschichtskurses vom Stift Keppel hielten Plakate hoch, auf denen sie die Informationen über die jüdischen Familien in Hilchenbach zusammengetragen hatten. Zwei Schüler der Carl-Kraemer-Realschule trugen Gedichte zum Gedenken vor.


Umrahmt wurde die Veranstaltung durch verschiedene Musikbeiträge des Stadtorchesters Hilchenbach. Lea Deborah Kiel brachte mit  „Ave Maria“ einen passenden Liedbeitrag zur Gedenkstunde.

Daraufhin legten Bürgermeister Holger Menzel und die stellvertretenden Bürgermeister Klaus Stötzel und Olaf Kemper sowie der anwesende Atatürkverein Siegerland einen Kranz am Gedenkstein nieder.

Die Schülerinnen und Schüler gedachten den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit ein paar weißen Rosen.

Die Veranstaltung, die diesmal etwas größer ausgefallen ist, endete mit einer kurzen Andacht von Lukas Klimke. „Durch Mitgestaltung von Schülern am Programm, sollen auch die jüngeren Generationen angesprochen werden, sich der Geschichte anzunehmen und zu gedenken.“, so Bürgermeister Holger Menzel.