Seiteninhalt

Preisgekrönter Film "Wir sind Juden aus Breslau" im Viktoria Filmtheater

„Wir sind Juden aus Breslau“

Preisgekrönter Film mit aktueller Brisanz im Viktoria-Filmtheater

An zwei Terminen zeigt das Viktoria-Filmtheater in Dahlbruch in Kooperation mit der Volkshochschule Siegen-Wittgenstein und dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises den Film „Wir sind Juden aus Breslau“, von Karin Kaper und Dirk Szuszies. Die Vorführung findet statt unter der Schirmherrschaft und mit Unterstützung der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Die Abendvorstellung am Dienstag, 8. Oktober, beginnt um 20 Uhr.

Für die Schulvorstellung am Mittwoch, 9. Oktober, um 9 Uhr, melden Interessierte sich bitte vorab per Mail bei Karsten Burkardt an: k.burkardt@siegen-wittgenstein.de.

Im Anschluss an die Vorführung findet eine Gesprächsrunde mit dem Regisseur Dirk Szuszies statt.


Das Thema des Films ist aktueller denn je und setzt ein eindringliches Zeichen gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Das Werk von Karin Kaper und Dirk Szuszies zeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führen kann.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Viele mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm "Wir sind Juden aus Breslau"

Protagonisten:

Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht,

Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher,

Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg.

  • Gefördert von und in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum, Kreis Siegen-Wittgenstein und der Volkshochschule Siegen-Wittgenstein.
  • Unter der Schirrmherrschaft und mit Unterstützung der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Anita Lasker Wallfisch, eine wichtige Protagonistin, hielt im letzten Jahr im Deutschen Bundestag die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier und wurde gerade mit dem Deutschen Nationalpreis geehrt.

In diesem Jahr ist der 81. Jahrestag der Pogromnacht. Das Kapitel "Pogromnacht" spielt in den Erinnerungen unserer Protagonisten eine elementare Rolle.

Kritiken, Fotos, Trailer etc. http://www.judenausbreslaufilm.de

Länge des Films: 108 Minuten


„Wir sind Juden aus Breslau‘ vereint als Film auf beeindruckende Weise viele Facetten: Auf der einen Seite ein spannendes, packendes und lehrreiches Zeitdokument. Auf der anderen Seite die Erinnerung, Verbeugung und Ehrung der Überlebenden. Und nicht zuletzt auch ein kluges und wichtiges filmisches Mahnmal gegen das Vergessen.“ (FBW Film- und Medienbewertung)

Übrigens wurde uns für diesen Film von der niedersächsischen Landesregierung der Kulturpreis Schlesien 2017 am 12.8.17 im Theater Osnabrück verliehen.