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Gute Integration für mehr Miteinander

Internationale Wochen gegen Rassismus in Hilchenbach

Im vierten Jahr in Folge fanden in Hilchenbach verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der bundesweiten „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 10. bis  23. März 2016 statt. Die Schulsozialarbeit, die Carl-Kraemer-Realschule Hilchenbach und das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hilchenbach richteten in den beiden Aktionswochen im März verschiedene Angebote aus.

Den Auftakt unter dem Titel „Tatort Facebook – Fluch und Segen des Internets“ machte Kriminalhauptkommissar Volker vom Hagen aus Siegen. Dabei informierte er die Kinder und Jugendlichen über sicheres und legales Verhalten im Internet. Internet stellt keinen rechtsfreien Raum dar und auch dort erfolgte Strafbestände werden polizeilich verfolgt. Weiterhin gab es wichtige Tipps, wie man die Vorteile des Internets für sich nutzt und keine Fehler in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz macht.

Am darauffolgenden Tag kamen die Schülerinnen und Schüler der Carl-Kraemer-Realschule unter dem Motto „Action Painting – Malaktion für eine tolerante Schule“ zusammen. Alle Flüchtlinge der Schule arbeiteten mit einem Partner aus ihrer Klasse an einem Teil eines Gesamtkunstwerks, auf dem später das Wort „Zusammen“ in mehreren Sprachen sichtbar wurde. Die insgesamt 24 Tandems verewigten sich mit ihren Namen, Handumrissen und Flaggen der Herkunftsländer. Mit Symbolen für Zusammenhalt und Frieden setzten sie lebendige Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Die Hände wurden bunt, die Gespräche lebhaft und der Zusammenhalt wuchs.

Die abschließende Veranstaltung bildete der Sprachkurs „Arabisch für Anfänger“. Unter dem Motto „Sprachkurs mal umgekehrt“, gab es die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler der Carl-Kraemer-Realschule einen kleinen Einblick in die arabische Sprache zu bekommen. Als Experten fungierten dabei Flüchtlinge aus Hilchenbach. Diese nutzten in den Schulstunden ihre erst kurze Zeit zurückliegenden Erfahrungen aus den Deutschkursen und reflektierten, wo ihre Schwierigkeiten lagen und stimmten darauf ihren Unterricht ab. Die sehr interessierten Schülerinnen und Schüler übten Begrüßungsformeln, Vorstellung, Zahlen und das Alphabet und merkten sehr schnell, wie schwer es ist, eine fremde Sprache und Schrift zu lernen. Dabei hatten sie allerdings den Vorteil gegenüber den Asylsuchenden, dass ihre Lehrer sich nicht nur in der „neuen“ Sprache verständigten, sondern in frisch erlerntem Deutsch Tipps geben konnten.

Die Angebote konnten hoffentlich einen kleinen Beitrag zum friedlichen Miteinander und für das Verständnis und die Verständigung unter „Neu- und Alt“-Hilchenbachern sorgen. Sie haben auf jeden Fall sehr viel Spaß bereitet und eine Menge Wissen vermittelt.