Seiteninhalt

Integration

Einbindung der Schiedsstelle Hilchenbach in das Kommunale Konfliktmanagement-System des Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein

Die Stadt Hilchenbach freut sich mitteilen zu können, dass die Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein (kurz KI) durch den Fachdienst Soziales und Integration auf einer neuen Ebene ausgestaltet und so die Schiedsstelle Hilchenbach in das Kommunale Konfliktmanagement-System des Kreis Siegen-Wittgenstein eingebunden werden konnte – auf diese Weise können nun alle beteiligten Akteure und die Stadtgesellschaft gegenseitig von den Strukturen und Erfahrungen der Anderen profitieren.

Seit mehreren Jahren arbeitet die Stadt Hilchenbach mit dem für sie zuständigen Kommunalen Integrationszentrum zusammen – von dort werden beispielsweise die Fördermittel KOMM-AN-NRW weitergeleitet, mit welchen die Integrationsarbeit in Form von Veranstaltungen, Projekten und im Bereich Ehrenamt vor Ort gestaltet wird. Nun kann diese auf Ebene des Integrationsmanagements professionell erweitert werden.

Ziel des Projektes ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Die Idee, die dahintersteht, ist, die Kommunen in Hinblick auf ihr Integrationsmanagement und beim Aufbau nachhaltiger Strukturen zur Konfliktregelung zu unterstützen, damit Konflikte vorrangig intern sowie möglichst frühzeitig und niedrigschwellig bearbeitet werden können. Dabei werden die bestehenden Strukturen genutzt und ggf. erweitert.

Die Fachdienstleitung Silvia Schwarzpaul gab den Anstoß sich mit den Schiedsleuten der Stadt Hilchenbach, Ute Stahl-Hein und Rainer Jung, in Verbindung zu setzten. Zusammen mit dem Vorsitzenden Jürgen Otto, des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. (BDS) der Bezirksvereinigung Siegen, wurde das Kooperationsvorhaben besprochen und von den Beteiligten mit großer Freude angenommen.


Und was bedeutet das alles nun konkret?! – Die Schiedsleute Ute Stahl-Hein und Rainer Jung der Stadt Hilchenbach gehen weiterhin unverändert ihren Aufgaben als Schiedsamt nach. Als unabhängiges Hilfsangebot in Konfliktsituationen unterstützen sie Bürgerinnen und Bürger dabei in Nachbarschaftsstreitigkeiten außergerichtlich eine einvernehmliche Lösung zu finden. Bürgerinnen und Bürger können dazu eigenständig das Schiedsamt kontaktieren, in manchen Fällen werden aber auch Konflikte durch das Ordnungsamt und durch die neu geschlossene Zusammenarbeit aus den Fachdienst Soziales und Integration an die Schiedsleute vermittelt. Außerdem soll jährlich ein Austausch zwischen dem Fachdienst und den Schiedsleuten stattfinden. In diesem Rahmen wird sich künftig über die Art der Konflikte (z.B. Schadensansprüche, Einhaltung von Grundstücksgrenzen, aber auch Beleidigung oder Sachbeschädigung) und deren Häufigkeit ausgetauscht und diese Daten an das KI weitergeleitet werden. Dort werden die Daten ausgewertet und Präventionsmaßnahmen abgeleitet. Gleichzeitig kann auf Handreichungen oder bei schwierigen Fällen auf Mediations-Strukturen des Integrationszentrums zurückgegriffen werden.

„Vielen herzlichen Dank, dass ihr Euch ins Konfliktmanagement so toll und engagiert einbringt. Danke auch dafür, dass die Stadt Hilchenbach von Anfang an, diesem Projekt offen gegenüberstand. Es ist ein großer und erster Schritt, um positiv an unser aller Streitkultur zu arbeiten“, so Christine Wilhelms vom Kommunalen Integrationszentrum.

Das Kommunale Konfliktmanagement-System ist aus dem Projekt „Kommunales Konfliktmanagement: Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten“ der Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) entstanden. Dieses wurde vom Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) mit der Umsetzung dieses Projektes beauftragt.