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Johann Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling

In Grund geboren - in Europa bekannt

Johann Heinrich Jung wurde am 12. September 1740 in Grund geboren. Bis zu seinem Tod am 2. April 1817 in Karlsruhe bestach Jung-Stilling durch seine vielfältigen Talente. Er wirkte insbesondere als Augenarzt, religiöser Volksschriftsteller und Nationalökonom. Herausragende für die damalige Zeit ist sicherlich seine augenärztliche Tätigkeit. Insgesamt führte er mehr als 3.000 Operationen durch. Dabei half er allen Menschen ohne Rücksicht auf deren finanzielle Möglichkeiten. Jung-Stilling lebte dabei den christlichen Auftrag der Nächstenliebe.

Besonders an sein Wirken ohne Ansicht von Person und Rang erinnert ein Denkmal vor der Ev. Kirche in Hilchenbach (Nähe Marktplatz). Als Inschrift steht auf diesem Gedenkstein eine der wesentlichen Aussagen Jung-Stillings: "Es gibt keine Niedrigkeit des Standes - wenn die Seele geadelt ist."

Johann Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling, hatte sicherlich Bedeutung weit über Hilchenbach hinaus. Weltweite Bekanntheit erlangte er aber insbesondere in der deutschen (Literatur-)Geschichte.

Sein Freund und Weggenosse während des Aufenthalts in Straßburg, Johann Wolfgang Goethe, schrieb seine Jugenderlebnisse nieder und gab diese 1777 unter dem Titel „Heinrich Stillings Jugend. Eine wahrhafte Geschichte.“ heraus. 

Wissenschaftlich ungeklärt ist weiterhin die Frage, warum und woher Johann Heinrich Jung den Beinamen Stilling erhalten hat.
Bisher gibt es verschiedene Theorien, die aber keine abschließende Aufklärung erbracht haben.

Jung-Stilling überall präsent:
Auf Straßennamen und sogar als Wanderweg

Wie andere berühmte Persönlichkeiten gab Jung-Stilling auch einigen Straßen in Hilchenbach (und anderswo) seinen Namen.

Außerdem hat der Heimatverein Grund gemeinsam mit dem SGV und der Stadt Hilchenbach zu Ehren von Jung-Stilling im Juni 2012 einen Wanderweg rund um Grund eröffnet, den Jung-Stilling-Rundweg.

Weitere Informationen:

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