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Wilhelm Münker - Ehrenbürger der Stadt Hilchenbach

Mitbegründer des Deutschen Jugendherbergswerkes

Als am 29. November 1874 abends gegen 20.00 Uhr Wilhelm Münker das Licht der Welt erblickte, ahnte wohl niemand, welch bedeutender Lebensweg vor dem neuen Erdenbürger liegen würde. Kenntlich gemacht durch eine Hinweistafel steht am Kirchweg noch heute das Geburtshaus eines bedeutenden Mannes, der trotz aller Erfolge bescheiden lebte.

Als Mitbegründer des Deutschen Jugendherbergswerkes stellte sich Wilhelm Münker im Jahre 1909 eine Aufgabe, für die er sich bis zu seinem Tode am 20. September 1970 unermüdlich und aufopferungsvoll einsetzte. Er gab seine Funktion als Geschäftsführer der Westfalia GmbH auf und wurde ehrenamtlicher Hauptgeschäftsführer des am 2. November 1919 in Altena offiziell eingetragenen Jugendherbergswerkes.

Zwei Kriege führten zu einer Unterbrechung, konnten die eingeleitete Entwicklung aber nicht aufhalten. Verbunden mit Heimat und Natur war Wilhelm Münker deren unermüdlicher Fürsprecher.

Die Stadt Hilchenbach ernannte Wilhelm Münker im November 1944 zu ihrem Ehrenbürger. Die nach der Kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 neugebildete Stadt Hilchenbach bestätigte die Ehrenbürgerwürde aus Anlass der Vollendung des 95. Lebensjahres von Wilhelm Münker mit Urkunde vom 29. November 1969. Nach dem Ehrenbürgerbrief geschah dies in dankbarer Anerkennung der großen Verdienste, die sich Wilhelm Münker um die Stadt Hilchenbach und um das Wohl der Allgemeinheit, insbesondere der Jugend, mit seiner seit vielen Jahrzehnten geleisteten uneigennützigen, segensreichen Arbeit erworben hatte. Welche nachhaltigen Wirkungen das Lebenswerk von Wilhelm Münker in seiner Heimatstadt hinterlassen hat, zeigte sich, als 1985 der Bestand der Wilhelm-Münker-Jugendherberge gefährdet schien. Mit Spenden aus breiten Bevölkerungsschichten und finanziellen Einsätzen des Jugendherbergswerkes, der Wilhelm-Münker-Stiftung, der Stadt und des Kreises, konnte die Jugendherberge instandgesetzt und modernisiert werden.

Durch das Jugendherbergswerk lebt Wilhelm Münkers Idee - nicht nur in seiner Heimatstadt - hoffentlich noch lange weiter. 

Gerne erinnert die Stadt Hilchenbach daher an Wilhelm Münker, zum Beispiel durch einen Gedenkstein und eine dazugehörige Buche.

Diese stehen seit 2015 auf einer Grünfläche am Abzweig von der Bundesstraße B 508 zur Rothenberger Straße. Dort kann man sich kurz über die bedeutende Persönlichkeit informieren und gerne verweilen. Der Fußweg führt aus der Stadtmitte heraus unter anderem auch in Richtung Jugendherberge.

Wer mehr erfahren möchte: Im Kulturzentrum Wilhelmsburg neben dem Rathaus teilt sich Wilhelm Münker ein Gedenkzimmer mit einem anderen bedeutenden Sohn Alt-Hilchenbachs Carl Kraemer. Beide Persönlichkeiten dokumentieren die besondere Bedeutung Hilchenbachs für den Naturschutz, ein Begriff der heute mehr Bedeutung hat als jemals zuvor.

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