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Klimaschutz - Mobilität

Dorf-E-Auto, E-Forum und E-Mobilitätsmarkt in Grund

Information vom 3. September 2018:
Klima-Tour 2018 macht mit Thore Schölermann am 5. September um 16.30 Uhr Station in Grund

Die KlimaExpo.NRW, eine Initiative der NRW-Landesregierung, plant vom 1. bis 9. September eine öffentlichkeitswirksame Tour mit dem bekannten Moderator und Schauspieler Thore Schölermann als prominentem Botschafter. Zum Schwerpunktthema „Klimafreundliche Mobilität“ touren die Beteiligten eine Woche lang durch das Land Nordrhein-Westfalen und besuchen die spannendsten Klimaschutzprojekte aus der Leistungsschau der KlimaExpo.NRW in diesem Bereich. Immer mit dabei Thore Schölermann, der besonders aus der Sendung „The Voice of Germany“ bekannt ist.

Dabei ist auch das Projekt der Südwestfalen Agentur „Dorf ist Energieklug“ eingebunden. Konkret hat die KlimaExpo.NRW das Dorf-E-Auto in Grund im Blick, das vom Energieverein Aus Gutem Grund e. V. betrieben und von den Dorfbewohnern im Sinne der klimafreundlichen Mobilität genutzt werden kann.

Die „KlimaTour“ wird am Mittwoch, dem 5. September, gegen 16.30 Uhr Station in Grund machen.

Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, erklärt: „Wir möchten mit der Tour die Bürgerinnen und Bürger für nachhaltige Mobilität begeistern und zeigen, was NRW in diesem Bereich bereits Innovatives zu bieten hat – und dabei sind die kleinen mutigen Schritte in ländlichen Regionen für uns ebenso wichtig, wie großangelegte Innovationen. Thore Schölermann war von unserer Idee gleich zu begeistern und ist schon sehr neugierig auf die vielen spannenden Projekte.“

Der Vorsitzende des Energievereins Aus Gutem Grund, Jörg Heiner Stein, erklärt dazu: „Im Stadtteil Grund werden wir konkret die Einbindung des Dorfautos in unsere Vereinsaktivitäten vorstellen. So wird unter anderem auf dem Sportplatz eine kleine Bogensport-Challenge mit Thore Schölermann stattfinden – an dem Ort, der jedes Jahr vom E-Auto mit Shuttledienst angefahren wird, wenn die Dorfjugend Grund ihr jährliches Tanzevent ‚Tanz aus dem Mai‘ mit Unterstützung der Dorfvereine feiert.“

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bei der Klima-Tour in Grund live dabei zu sein.

Thore Schölermann steht im Rahmen der Veranstaltung auch für Autogrammwünsche sowie ein kurzes Gespräch und Fragen zur Verfügung.

Die Organisatoren der Klima-Tour 2018 und der gastgebende Energieverein Aus Gutem Grund e. V. sind optimistisch, dass einige Fans des Klimaschutzes – und sicher auch solche von Thore Schölermann – zu diesem Termin in Grund kommen werden.

Information vom 27. Oktober 2016:
Auszeichnung für das Dorf-E-Auto in Grund

Die Südwestfalen Agentur hat den Energieverein Aus Gutem Grund e. V. für die Anschaffung seines Dorf-E-Autos als ein vorbildliches Beispiel für eine private Initiative zum Klimaschutz ausgezeichnet. Die Urkunde erhielten Vereinsvertreter im Rahmen der Aufnahme der südwestfälischen Praxisstudie "Dorf ist Energie(klug)" in die KlimaExpo.NRW, die NRW-Umweltminister Johannes Remmel persönlich vornahm und an der auch Bürgermeister Holger Menzel teilnahm. Das Projekt ist der 179. von insgesamt 1000 "Schritten in die Zukunft". Die Grunder Initiative wurde bei der Veranstaltung als „vorbildlich nicht nur für Südwestfalen, sondern für ganz NRW“ bezeichnet.

Besonders an diesem Projekt ist nicht nur, dass man auf einen E-Antrieb setzt, sondern dass die Vereinsmitglieder das Dorf-E-Auto im Rahmen des Carsharing gemeinschaftlich nutzen, was in unserer Region im ländlichen Raum einmalig ist. Selbstverständlich nutzt der Energieverein Aus Gutem Grund e. V. beim Laden des Fahrzeugs „Natürlich-Grün-Strom“.

Im Rahmen der Veranstaltung informierten der Vereinsvorsitzende Jörg Heiner Stein und Ortsvorsteher Martin Born das interessierte Publikum über das Projekt und gaben Tipps, wie man ein Carsharing mit einem Dorf-E-Auto auch in einem kleinen Dorf umsetzen kann.

Mit dem Grunder Dorf-E-Auto ist Hilchenbach nun zum zweiten Mal an einem „Schritt in die Zukunft“ beteiligt, nachdem zuvor in diesem Jahr bereits der Bürgerwindpark Hilchenbach als 155. Schritt im Rahmen der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet worden war.

Information vom 10. Oktober 2016:
Dorf-E-Auto nimmt Fahrt auf

Durchaus mit etwas Stolz stellte Jörg Heiner Stein, Vorsitzender des Energievereins Aus Gutem Grund, vor Kurzem den Unterstützern des Projekts das neue Dorf-E-Auto in Grund vor. Der Mercedes B 250 E ist seit dem 14. September einsatzbereit. Jörg Heiner Stein betonte: „Ich war sehr positiv überrascht, wie schnell wir Werbepartner gefunden haben. Ihnen allen danke ich herzlich, dass Sie unser Dorf-Auto möglich gemacht haben.“ Tatsächlich finden sich auf dem Fahrzeug zahlreiche Werbepartner aus den unterschiedlichsten Bereichen. Erwartungsgemäß sind dies Unternehmen, die in Grund angesiedelt oder mit dem Dorf in besonderer Weise verbunden sind wie der Eichenhof als landwirtschaftlicher Bio-Betrieb, Braun Gebäudereinigung, Gerdis Lädchen, SSB Konstruktionsbüro, Hotel Restaurant Ginsberger Heide und Zollposten Gastro mit Eventscheune sowie der Malerbetrieb Hoffmann. Aber auch andere Hilchenbacher Firmen haben sich für das Dorf-E-Auto begeistern lassen: Rothaarwind GmbH, Castellan AG, Omnitron Griese GmbH, Mercedes Bald AG, Ranke Bauunternehmung GmbH und Kleb Technik für die Natur. Nicht fehlen dürfen auch die einheimischen Kreditinstitute Volksbank Siegerland eG und Stadtsparkasse Hilchenbach. Und nicht zuletzt hat sich auch der Bürgerverein Hilchenbach e. V. im Rahmen seiner Unterstützung von Stadtentwicklungsprojekten mit einer kleinen Werbung auf dem Fahrzeug beteiligt. Dass das Interesse der Unterstützer an dem Projekt in Grund tatsächlich groß ist, zeigte sich auch daran, dass viele Vertreter der Werbepartner vor Ort zur Fahrzeug-Präsentation erschienen waren.

Auch Bürgermeister Holger Menzel nutzte die Gelegenheit. Immerhin hat die Stadt Hilchenbach dem Verein das Gelände direkt neben dem Dorfgemeinschaftshaus kostenlos als Abstellplatz überlassen. Die dort bereits vorhandene Schnellladesäule steht nicht nur für das E-Dorf-Auto zur Verfügung; sondern auch E-Bikes oder E-Rollstühle dürfen hier künftig aufgeladen werden. Besonderheit ist, dass dies eine öffentliche Ladesäule ist, eine von nur zwei auf dem Dorf in Südwestfalen. In Kürze soll hier auch noch ein Carport entstehen. Dessen Dach möchte der „Energieverein Aus Gutem Grund e. V.“ durch Photovoltaikanlagen dann auch zur eigenen Energiegewinnung nutzen.

Jörg Heiner Stein machte deutlich, dass diese kurzfristigen Ziele nicht das Ende der Aktivitäten des mittlerweile auf 18 Mitglieder angewachsenen Vereins sein sollen, sondern man für die Nutzung moderner Techniken und klimafreundlicher Energien offen ist. Weitere Ideen und Maßnahmen ganz im Sinne der von der Südwestfalenagentur gestarteten und seit Jahren unterstützten regionalen Initiative „Dorf ist Energie(klug)“ sind in Grund daher gut vorstellbar.

Motivierend hierfür wirkte insofern das Lob des zuständigen Projektleiters Lars Ole Daub: „Die Aktiven der Dorfgemeinschaft Grund haben sich sehr engagiert, die Unterstützung durch ‚Dorf ist Energie(klug)‘ hervorragend angenommen und sind so sogar noch für das RegioTwinning ausgewählt worden. Die vielen Herausforderungen und Schritte, die hier nötig waren, dieses Projekt samt E-Mobilitätsmarkt, Dorf-E-Auto, Schnellladesäule, Carsharing-Plattform und den weiteren Ideen umzusetzen, sind oft für Außenstehende nicht zu sehen. Insbesondere da der Verein auch jetzt nicht still steht, weiter denkt und nachhaltige Mobilität ganzheitlich betrachten möchte. Von E-Bike Lösungen, Mitfahrerangeboten, über die nachhaltige Stromproduktion bis zur Sensibilisierung der eigenen Ortsbevölkerung. Das ist Gestalten der Energiewende „von unten“ in Bürgerhand par excellence.“

„Wir möchten nun beweisen, dass wir es können“, ergänzte Jörg Heiner Stein, denn er freut sich über die Vorreiterrolle von Grund für andere Dorfgemeinschaften im Kreisgebiet und in der Region: „Die anderen warten erst einmal ab, wie es bei uns funktioniert.“

Wer das Dorf-E-Auto nutzen möchte, muss Mitglied im Verein sein. Dann kann sie oder er das Fahrzeug über eine gesicherte Internet-Plattform stunden- oder tageweise für 4 Euro beziehungsweise 25 Euro reservieren. Kostenlos mitfahrberechtigt auf Lebenszeit ist übrigens Renate Penski, die dem Verein ihren alten PKW zur Verfügung gestellt hatte, als Start für das Carsharing. Diesen Wagen setzte der Verein beim Kauf des E-Dorf-Autos ein, damit die Nutzung eines Autos durch mehrere Nutzer nun elektrisch und damit umweltfreundlich erfolgen kann. Auch regelmäßige Fahrten sind möglich: So wird der Eichenhof stets den Montag blocken, um mit dem Dorf-E-Auto seine Eier auszuliefern.

Passend dazu luden der „Energieverein Aus Gutem Grund e. V.“ und Ortsvorsteher Martin Born ihre Gäste zu einem Imbiss ein, mit originellen Kleinigkeiten, die auch mit Zutaten der Direktvermarkter „Aus Gutem Grund“ wie Bio-Ei und Honig von den Mitgliedern hergestellt worden waren.

Information vom 4. Oktober 2016:
Zweiter E-Mobilitätsmarkt in Grund

Der zweite E-Mobilitätsmarkt in Grund war wieder ein Erfolg. Das größte Lob kam von einem, der es wissen muss: „Sie sind hier auf einem richtig guten Weg“, sagte Herweg Hahn vom Verein Gemeinsam Unterwegs e. V. und Mitinitiator des Dorfautos in der Gemeinde Schönstadt beim zweiten E-Forum in Hilchenbach-Grund. Die lobenden Worte richteten sich an den Vereinsvorsitzenden Jörg Heiner Stein und Ortsvorsteher Martin Born vom frisch gegründeten „Energieverein Aus Gutem Grund e. V.“ und an die zahlreichen aktiven Helfer/innen, Aussteller und Besucher des zweiten E-Mobilitätsmarktes.

Auch wenn die Resonanz im Vergleich zur Premiere im vergangenen Jahr etwas geringer war, kamen rund 250 interessierte Besucher trotz Freibadwetters in die Grunder Dorfmitte, um das Thema Elektromobilität hautnah zu erleben. Wer in einem E-Auto Platz nehmen wollte, hatte dazu in zahlreichen Modellen Gelegenheit, die die regional aktiven Autohäuser Honig, Keller, Schmidt und Walter Schneider sowie die Mercedes Bald AG und Mitsubishi Motors mit in den Hilchenbacher Stadtteil gebracht hatten. Wer mit Elektroschub die Siegerländer Hänge erradeln wollte, nutzte eines der zahlreichen E-Bikes der Geschäfte Fahrrad Feldmann oder Zweirad Hees, die kostenlos zur Probefahrt bereit standen. Die Segways von SEGSI entpuppten sich derweil nicht nur als elegante Alternative zu Auto oder Fahrrad, sondern boten auf dem kleinen Hindernisparcours echten Spaß für Groß und Klein.

Zahlreiche Institutionen, Organisationen und Vereine stellten sich und ihr Angebot an den Ständen vor und informierten rund ums Thema E-Mobilität unter vielfältigen Gesichtspunkten. Mit dabei waren als Partner der Grunder Dorfgemeinschaft: der Bürgerbus Hilchenbach e. V., die Klimawelten Hilchenbach, die Volksbank Siegerland eG, remonet, Mobilesdorf, Regio Twin, Elektromobilität NRW, das Pendlerportal NRW, die Energieagentur NRW, die Verbraucherzentrale, der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) sowie der Kreis Siegen-Wittgenstein und die Stadt Hilchenbach.

Die Vorstandsmitglieder des Energievereins blickten beim E-Forum auf ereignisreiche Monate zurück. Jörg Heiner Stein und Martin Born erinnerten im Interview mit Moderator Lars Ole Daub von der Südwestfalenagentur anschaulich an kontroverse Diskussionen bei Dorfversammlungen, an Gespräche mit Fachleuten, Banken und Autohäusern, an Sponsorensuche, Testphasen und bürokratische Hürden. Der Erfolg allerdings ist in Grund seit einigen Tagen deutlich sichtbar: Das Dorf-E-Auto in Form einer Mercedes B-Klasse steht neben der neuen Ladesäule am Dorfgemeinschaftshaus. Dass die Grunder mit ihren bislang 15 Mitgliedern im Energieverein jetzt so richtig durchstarten, steht wohl außer Frage. Mehr noch: Ortsvorsteher Martin Born ist sicher, dass die E-Mobilität kurz vor dem „Tipping-Point – dem Umkehrpunkt“ steht und die Akzeptanz in den nächsten Jahren enorm steigen wird. Dass der kleine Stadtteil mit seinen rund 340 Bewohnern schon jetzt mit dabei ist, macht ihn durchaus ein wenig stolz.

Auch Lars Ole Daub, Projektmanager „Dorf ist Energie(klug)“ der Südwestfalen Agentur und Mit-Organisator des zweiten E-Mobilitätsmarktes, zog eine mehr als zufriedenstellende Bilanz der Entwicklung: „In den letzten eineinhalb Jahren ist hier in Grund ein Stück Energiewende ‚von unten’ gestaltet worden und dank der vielfältigen Erfahrungen ein gutes Beispiel für den Wissenstransfer zwischen den Dörfern im Bereich der nachhaltigen Mobilität.“

Darüber hinaus wird in Grund nicht nur bei Großveranstaltungen wie am 14. September sichtbar, wie wichtig es ist, nachhaltige Mobilität ganzheitlich zu denken.

Information vom 9. September 2016:
2. E-Mobiltätsmarkt und E-Forum in Grund

Der 2. Hilchenbacher E-Mobilitätsmarkt findet am Mittwoch, den 14. September, von 17.00 bis 20.00 Uhr in Grund statt. Der frisch gegründete Energieverein „Aus Gutem Grund e. V.“ lädt dazu herzlich ein. In diesem Jahr können sich die Besucher auf noch mehr Akteure, Aussteller und Angebote rund um das Thema Elektromobilität freuen.

Nach erfolgreicher Testphase im letzten Jahr und vielen ehrenamtlichen Planungssitzungen konnte der Energieverein gegründet und ein E-Auto gekauft werden. Die Verantwortlichen wollen im Rahmen des öffentlichen E-Forums von 17.30 bis 18.15 Uhr allen Institutionen, Akteuren, Kreisen, Kommunen und Bürgern das ehrenamtlich organisierte Dorf-E-Auto Grund vorstellen und von den Herausforderungen, Lösungen und weiteren Ideen berichten.

Das „E-Forum“ ist eingebettet in den „2. Hilchenbacher E-Mobilitätsmarkt“, der zeitgleich von 17.00 bis 20.00 Uhr in der Grunder Ortsmitte stattfinden wird. Hier haben Besucher die Möglichkeit, Elektromobilität hautnah zu erleben und Informationen regionaler Akteure zu erhalten. Des Weiteren bietet der Markt Elektroautos namhafter Hersteller, einen Segway Parcours, verschiedene E-Bikes, Info-Materialien und vieles mehr.

Information vom 14. Oktober 2015:
Am Ball bleiben - Grund radelt elektrisch und sucht Wege für ein eigenes E-Auto

Das Dorf-E-Auto war für die „energieklugen“ Einwohner des Hilchenbacher Stadtteils Grund nur der Anfang. Nach dem viermonatigen Test des gemeinschaftlichen E-Mobils und dem gut besuchten E-Mobilitätsmarkt im August bleibt die Gemeinschaft um Ortsvorsteher Martin Born weiter am Ball.

Aktuell wird sich informiert, diskutiert und Unterstützung gesucht, um ein eigenes Dorf-E-Auto (wieder) nach Grund zu holen. In der Zwischenzeit testeten die Bürger in Grund eine weitere elektrisch unterstützte Alternative des nachhaltigen Verkehrs. Erneut mit Unterstützung der RWE Deutschland AG, die für knapp drei Wochen zwölf E-Bikes zur Verfügung stellten.

Fünf dieser elektrisch unterstützten Fahrräder waren auf Familien im Ort verteilt, die restlichen standen im Dorfgemeinschaftshaus zum Ausleihen parat. Abermals Udo Schimski hatte sich bereit erklärt, nach der Vergabe des Dorf-E-Autos als ehrenamtlicher Organisator nun auch die E-Bikes auf Wunsch zu verteilen. Auch Fahrrad Feldmann aus Kreuztal hatte sich der Aktion angeschlossen und stellte ein E-Mountainbike zur Verfügung. „Die Dinger sind klasse. Es haben sich sogar aus dem Nachbarort Dahlbruch Interessierte angemeldet, die unsere E-Bikes ausleihen wollten“, so der engagierte Bürger.

Die aktiven Befürworter der E-Mobilität in Grund waren währenddessen nicht untätig und planen für den 8. November eine Bürgerversammlung. „Dank der Unterstützung der Partner, der Stadt Hilchenbach und der Südwestfalen Agentur, waren wir zuletzt in Kassel auf einem Workshop. Wir knüpfen mehr und mehr Kontakte und suchen Unterstützer im Ort, aber auch darüber hinaus, um ein Dorf-E-Auto in Grund für alle zu organisieren“, so Ortsvorsteher Martin Born.

Für jene, die nicht warten können, sei die eigene Facebook-Seite „Das Dorf-E-Auto Grund“, Link: www.facebook.com/Das-Dorf-E-Auto-Grund, empfohlen. Hier gibt es stetig neue Infos zur E-Mobilität in Grund und darüber hinaus.

Information vom 2. September 2015:
E-Auto als echte Alternative zum Zweit- oder Drittauto

In den vergangenen vier Monaten konnte die Bevölkerung des Hilchenbacher Stadtteils Grund ausgiebig ein E-Auto testen. Mit dem von der RWE Deutschland AG kostenlos zur Verfügung gestellten Nissan Leaf legten die Grunder, aber auch Interessierte aus anderen  Orten, weit über 100 Fahrten zurück. Dabei wurden annähernd 4300 Kilometer von 62 Nutzern  „abgespult“. Auch wenn einige sich das Auto mehrfach ausliehen - circa ein Drittel aller Grunder Haushalte testete so das Dorf-E-Auto. Verbraucht hat der fünfsitzige Nissan dabei etwa 800 Kilowattstunden (kWh). Bei einem Preis von 28 Cent pro kWh ergeben sich für das E-Auto somit Kosten von 5,20 Euro auf 100 Kilometer.
 
Die gesamte Testaktion läuft im Rahmen des südwestfälischen Projektes „Dorf ist Energie(klug)“ – initiiert durch die Südwestfalen Agentur in Olpe. Das Projekt begleitet und coacht – gefördert durch das Umweltministerium NRW, die südwestfälischen Kreise und die Volksbanken in Südwestfalen - Dorfgemeinschaften durch Fachleute auf ihrem Weg, mit Hilfe von nachhaltigen Klimaschutzideen eine ganzheitliche Dorfentwicklung voranzubringen.

Durch den viermonatigen Test des von der RWE Deutschland AG kostenlos zur Verfügung gestellten Dorf-E-Autos konnten die Grunder Bürger ihre eigene „energiekluge“ Idee verfolgen. Dabei zog die Dorfgemeinschaft ein positives Fazit, nicht zuletzt während des E-Mobilitätsmarktes im eigenen Dorf. Hier kamen Anfang August neben bekannten Vertretern aus Politik und einigen hundert Bürgern auch viele regionale Unterstützer der nachhaltigen Mobilität zusammen, diskutierten und informierten sich gegenseitig.
 
Die Erfahrungen während der Nutzung des Autos im Alltag waren durchweg positiv: Dazu zählt auch, dass das Dorf-Auto mit Elektroantrieb im Testzeitraum kein einziges Mal stehen geblieben ist, auch wenn einzelne Fahrer durchaus weite Strecken zurückgelegt und dabei die Reichweite ausgereizt haben. Doch E-Autos sind nicht nur alltagstauglich. „Es macht auch Spaß, damit zu fahren“, merkt Ortsvorsteher Martin Born stellvertretende für viele „Testfahrer“ an. Und auch der Mitinitiator der Aktion, Jörg Heiner Stein, ist überzeugt, dass ein E-Mobil auch in den ländlichen Gebieten als Alternative für einen Pkw mit Verbrennungsmotor geeignet ist: „Mit der Zeit passt man sich dem Auto an und achtet darauf, dass nicht zu viel Energie verbraucht wird.“ Die Reichweite des Nissans liegt bei durchschnittlich etwas über 100 Kilometer pro „Tankladung“.
 
Es kann noch nicht abgeschätzt werden, ob sich aus dem Dorf heraus ein gemeinschaftliches Carsharing-Projekt umsetzen lässt. In den kommenden Wochen soll dies ausgiebig mit den Bewohnern in Grund und den beteiligten Projektpartnern diskutiert werden. „Weitere Unterstützer einer solchen Idee sind herzlichen Willkommen. Jetzt werden wir uns mit der Dorfgemeinschaft zusammensetzen und schauen, was gewollt ist und was wir unterstützen können“, so Lars Ole Daub, Projektmanager bei der Südwestfalen Agentur. Die Grunder und alle Interessierten können sich weiterhin über ihre Facebook-Gruppe „Das Dorf-E-Auto Grund“ über ihre Ideen und den weiteren Verlauf informieren.

Ein herzliches Dankeschön geht an Udo Schimski. Er hat über die vier Monate ehrenamtlich den Schlüssel an die „Tester“ vergeben, den Wagen gepflegt und stets darauf geachtet, dass dieser an die Ladesäule kam. Dank der Unterstützung der Projektpartner war die Nutzung des E-Autos für die Bürger kostenlos. So konnte ein Spendenbetrag in Höhe von 300 Euro eingenommen werden, der der Dorfgemeinschaft als mögliches Startkapital der „energieklugen Idee“ dient.
 
„Ein besonderer Dank geht natürlich an die RWE Deutschland AG für die unentgeltliche Bereitstellung des Fahrzeugs“, so Birgit Frerig-Liekhues, Klimamanagerin der Stadt Hilchenbach, bei der Rückgabe des liebgewonnenen Fahrzeugs an Hannah Stenzel und Peter Imhäuser von der RWE Deutschland AG.

Information vom 21. August 2015: 
Zahlreiche Besucher und Aussteller kamen ins Siegerland

Informieren, ausprobieren, anfassen – in Grund drehte sich am 11. August 2015 alles ums Thema Elektromobilität. Mit dieser außergewöhnlichen Veranstaltung rückte sich der Stadtteil in den Blickpunkt Südwestfalens, wie einige Aussteller und Gäste, darunter Landtags-, Bundestags- und Europaabgeordnete deutlich machten. Auch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen war mit dem parlamentarischen Staatssekretär, Horst Becker, hochkarätig vertreten.

Eingeladen zum E-Mobilitätsmarkt mit E-Forum in das sehr engagierte Dorf mit rund 340 Einwohnern hatten gemeinsam die Südwestfalen Agentur, die EnergieAgentur.NRW und die Stadt Hilchenbach. Entsprechend erfreut war die Veranstaltergemeinschaft über das große Interesse.

So konnte Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer zum E-Forum in der Turnhalle der TG Grund begrüßen. Einleitend machte der Verwaltungschef deutlich, dass Hilchenbach seine Vorreiterrolle im Klimaschutz vor Ort weiterhin gerecht werden möchte und der Stadtteil Grund mit seinen Aktivitäten im Rahmen des Südwestfalen-Projekts „Dorf ist Energie (klug)“ dabei ein Zugpferd ist.

Auch der aus Düsseldorf angereiste Staatssekretär Horst Becker lobte die Grunder Dorfgemeinschaft als „einen der Leuchttürme“. Der Experte für die Entwicklung ländlicher Räume erwies sich in seiner Rede auch als Kenner Grunds. Über Jung-Stilling und die aktuellen Erfolge im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bis hin zu einem Aufenthalt im Hotel Ginsberger Heide konnte Horst Becker viel „aus gutem Grund“ berichten. Auch im Hinblick auf das Thema „Klimaschutz“ machte er der Dorfgemeinschaft mit einem Wortspiel Mut: „Das kleine Dörfchen Grund kann die Welt nicht verändern – wohl aber könne die Welt von Grund auf verändert werden“. Fachkundig machte Horst Becker anschließend die Chancen deutlich, die die Elektromobilität gerade für den ländlichen Raum bietet.

Nach einem Exkurs von Jürgen Daub von der Universität Siegen zum „grundlegenden Mobilitätswandel“ erläuterten Jörg-Heiner Stein für die Grunder Dorfgemeinschaft und Lars Ole Daub, Projektmanager „Dorf ist Energie(klug)“, im Interview mit Marcus Müller von der EnergieAgentur NRW die Hintergründe des Einsatzes eines Dorf-E-Autos – von der ersten Idee bis hin zur Umsetzung.

Nachhaltige Mobilität kann grundsätzlich nur durch eine Kombination aus veränderten Mobilitätskonzepten, also verkehrsverringernden Maßnahmen, einem attraktiven Angebot im ÖPNV, einer angepassten Fahrrad-Infrastruktur und eben auch von Bike- oder Car-Sharing Angeboten, also dem gemeinsamen Nutzen von vorhandenen Fahrzeugen, erreicht werden. „Dafür möchten wir, so wie in Hilchenbach-Grund, werben, Beispiel geben, Erfahrungen sammeln und offen über Schwierigkeiten berichten“, so Lars Ole Daub. Jörg Heiner Stein zog eine positive Bilanz des seit Mai in Grund laufenden Tests eines Dorf-E-Autos, das von Nissan und der RWE Deutschland AG für vier Monate kostenlos zur Verfügung gestellt wurde: „Viele Bewohner haben Interesse gezeigt, auch selbst das Fahrzeug genutzt und positive Erfahrungen gesammelt.“ Allerdings machte er auch deutlich, dass die geringe Reichweite ein beachtenswertes Problem war und der Weg bis zu einem eigenen Dorf-Auto noch sehr lang sein kann.

Dass man neben Engagement auch Geduld bei einem solchen wegweisenden Projekt benötigt, bestätigte anschließend Sylvia Fahlen. Sie berichtete von den Erfahrungen aus ihrer Eifelgemeinde Gey mit dem dort 2011 angeschafften E-Dorf- Auto, das mittlerweile ein Erfolgsmodell mit vielen positiven Wirkungen und Nebeneffekten ist. Das Projekt Dorf-Auto verbessert mittlerweile nicht nur die Mobilitätsmöglichkeiten für die Bevölkerung, sondern sogar den Kontakt und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb Geys.

Rund 350 Besucher beim "Markt der Möglichkeiten"

Neben dem E-Forum war auch der E-Mobilitätsmarkt der gewünschte Anziehungspunkt in Grund. Bis in die Abendstunden nutzten rund 350 Besucher aus Grund, der Umgebung und der Region Südwestfalen den Markt der Möglichkeiten, um E-Bikes bei Fahrrad Feldmann und Segways von SegSi auszuprobieren oder um sich über E-Autos und E-Motorräder der zahlreich vertretenen unterschiedlichen Hersteller zu erkundigen.

Auch einige weitere Institutionen und Unternehmen informierten die Besucher zum Thema Elektromobilität unter verschiedenen Gesichtspunkten. So war der Bürgerbus ebenso vor Ort wie die „Klimawelten Hilchenbach“. Die Touristik-Information hatte sich mit dem ADFC zusammengetan, um über Radfahren in der Region zu informieren. Die Volksbank Siegerland eG bot ihre Dienstleistung in Sachen Finanzierung von Projekten an und legte dabei besonderen Wert auf das Thema „Crowdfunding“.

Auch an die kleinen Besucher war gedacht, denen das Spielmobil einige Möglichkeiten zum Spaß haben bot. Besonders gut kam die Bewirtung durch die Dorfjugend Grund an, die neben verschiedenen Getränken Grillwurst für ihren guten Zweck verkaufte.

Auch organisatorisch bewies Grund, das solche außergewöhnlichen Großveranstaltungen durchaus in einem kleinen Dorf zum Erfolg werden können. Entsprechend hochzufrieden war die Veranstaltergemeinschaft und auch die Aussteller zogen ein positives Fazit. „Nächstes Jahr kommen wir mit mehr Modellen und einem größeren Zelt“, machte ein Vertreter seinen Wunsch nach einer Fortsetzung deutlich.

Information vom 3. August 2015: 
Einladung zum "E-Forum" und "E-Mobilitätsmarkt" am 11. August 2015 nach Grund

Die Stadt Hilchenbach, die EnergieAgentur.NRW und die Südwestfalen Agentur laden für Dienstag, den 11. August, 17 bis 20.30 Uhr zum „Hilchenbacher E-Mobilitätsmarkt“ in den Stadtteil Grund ein. In dessen Rahmen findet von 17.30 bis 18.30 Uhr in der Turnhalle das öffentliche „E-Forum“ statt, das unter dem Motto „Mobil im ländlichen Raum“ steht.

Seit Anfang Mai testet die Grunder Dorfgemeinschaft – ehrenamtlich organisiert – ein elektrisch betriebenes Dorf-Auto. Bereits nach wenigen Wochen zeichnete sich in Grund ab, dass das von Nissan und der RWE Deutschland AG für vier Monate zur Verfügung gestellte Fahrzeug nahezu täglich ausgebucht ist. Über die Erfahrungen gilt es öffentlich zu sprechen.

Mobil im ländlichen Raum – anmelden, anfassen und mitmachen!

Der „Hilchenbacher E-Mobilitätsmarkt“ bietet dabei allen Bürgerinnen und Bürgern Hilchenbachs sowie Interessierten aus der Region die Möglichkeit, die vielfältigen Formen der Elektro-Mobilität vor Ort zu erfahren, zu erleben und grundlegende Informationen zu erfragen. Hierbei wird nicht nur über die bisherigen Erfahrungen und das E-Auto in Grund, sondern auch über die ganze Bandbreite der Elektromobilität informiert.

Die Besucher erwartet in der Ortsmitte des Siegerländer Golddorfes ein reichhaltiges Angebot zum Anfassen, Fragen und Testen. Neben verschiedenen regionalen Autohäusern mit ihren Elektrofahrzeug-Modellen bieten die Stände den Gästen verschiedene E-Bikes, Pedelecs sowie Segways samt Parcours und jede Menge Informationen zu umweltbewussten Mobilitätsformen.

Mit dabei sind auch die Volksbank Siegerland eG, die RWE Deutschland AG, die „Klimawelten Hilchenbach“, der Bürgerbusverein sowie die Touristik-Information und für die Kleinen das Spielmobil der Stadt Hilchenbach. Würstchen und Getränke bietet die Dorfjugend Grund an ihrem Stand zugunsten ihrer ehrenamtlichen Arbeit an.

Ganz unter dem Motto „Mobil im ländlichen Raum“ steht schließlich auch das „E-Forum“, das von 17.30 bis 18.30 Uhr in der angrenzenden Turnhalle stattfindet. Hierfür können sich Interessierte bei der Klimaschutzmanagerin der Stadt Hilchenbach Birgit Frerig-Liekhues anmelden.

Im Forum wird Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, in seinem kurzen Vortrag das Thema aus politischer Sicht beleuchten. Jürgen Daub vom Projektbüro „remonet, regional eMobilty“ erläutert den „grundlegenden Mobilitätswandel“ aus Sicht der Wissenschaft bevor im Interview Jörg Heiner Stein für die sehr engagierte Grunder Dorfgemeinschaft und Projektmanager Lars Ole Daub von der Südwestfalen Agentur auf die gemeinsamen Aktivitäten und Erfahrungen im Rahmen des Projekts „Dorf ist Energie(klug)“ zurückblicken.

Am Beispiel des „E-Dorf-Autos Gey“ wird Sylvia Fahle über ihre Erfahrungen aus dem Eifel-Dorf Gey berichten. Denn dort betreibt die Dorfgemeinschaft seit geraumer Zeit ein gemeinsames Dorf-Auto - und das völlig selbstständig.

„Wir wollen mit Hilfe des E-Mobilitätsmarktes und des E-Forums ehrlich über die gemachten Erfahrungen berichten und allen die Möglichkeit bieten Fragen zu stellen. Es gilt mit allen Partnern gemeinsam zu sensibilisieren und Hemmungen zu nehmen. Nachhaltige Mobilität muss man einfach selbst ausprobieren und eben auch über die Schwierigkeiten sprechen“, erläutert Projektmanager Lars Ole Daub, den Hintergrund der Veranstaltung. Denn das Thema ist vielschichtig: „Nachhaltige Mobilität ist die Kombination aus veränderten Mobilitätskonzepten, also verkehrsreduzierter Raum- und Stadtplanung, einem attraktiven Angebot von ÖPNV, einer angepassten Fahrrad-Infrastruktur und eben auch von Bike- oder Car-Sharing Angeboten. Dafür möchten wir Beispiele, Erfahrungen und Möglichkeiten aufzeigen“, so Lars Ole Daub weiter.

Birgit Frerig-Liekhues sieht die Veranstaltung in Grund als einen weiteren wichtigen Baustein auf dem seit Jahren eingeschlagenen Weg Hilchenbachs als Europäische Energie- und Klimaschutzkommune: „In vielen Lebensbereichen können wir vor Ort Energie sparen und durch unser Verhalten den Klimaschutz aktiv vorantreiben. Gerade bei der Mobilität haben wir in Hilchenbach allerdings den größten Nachholbedarf. Dies ist auch den Nachteilen im ländlichen Raum geschuldet. Mit der Veranstaltung zur E-Mobilität wollen wir mit unseren zahlreichen Partnern allerdings zeigen, dass auch bei uns Möglichkeiten bestehen.“

Die Veranstaltergemeinschaft freut sich auf viele Besucher, die die Gelegenheit nutzen, E-Mobilität kennen zu lernen.

Weiteres zum interessanten Angebot der Veranstaltung ist der unten unter "Download-Dokumente" zum Herunterladen bereitgestellten Information zu entnehmen.

Information vom 4. Mai 2015:
Das Dorf-E-Auto zum Test ist da!

Großer Bahnhof für den Nissan Leaf in Grund: Zur Übergabe des Dorf-E-Autos durch Stefan Engelberth (im Foto, 2. von links) von RWE Deutschland an die Grunder Bürgerinnen und Bürger waren viele der am Projekt Beteiligten vor Ort, genauer gesagt vor dem Haus der Familie Schimski, erschienen. Dort wird das Elektrofahrzeug bis mindestens zum 31. Juli 2015 in einer Garage untergebracht.    

Ziel ist allerdings, dass der Nissan Leaf möglichst oft zu Testfahrten unterwegs ist. Eingeladen kostenlos Probe zu fahren sind alle Führerscheininhaber/innen des Jung-Stilling-Dorfes. Gebeten wird lediglich um eine freiwillige Spende, die dem Thema Energienutzung in Grund und Hilchenbach zu Gute kommen soll. Und wenn in der Buchungsliste noch freie Zeiten zu finden sind, können sich die Grunder vorstellen, dass auch andere Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher das E-Auto einmal testen.

Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab erläuterte die Notwendigkeit, gerade in Hilchenbach beim Autofahren auf umweltfreundliche Alternativen zu setzen mit einem Blick ins 2012 erstellte Klimaschutzkonzept. Erstaunliche 43 % der Emissionen entstehen im Bereich Verkehr. Deshalb können Bürgerbus und der bereits von der Stadtverwaltung seit einiger Zeit genutzte E-Dienstwagen nur der Anfang sein, wenn die Klimaschutzziele in Hilchenbach erreicht werden sollen. Hans-Peter Hasenstab dankte daher RWE, dass nun auch Bürgerinnen und Bürger durch die kostenlose Bereitstellung des Nissan Leaf Erfahrungen mit der E-Mobilität machen können.

Auch der Kreis Siegen-Wittgenstein, vertreten durch Ramona Stahl, und die Südwestfalen Agentur unterstützen dieses Angebot sehr gerne, wie Lars-Ole Daub als Verantwortlicher für das Südwestfalen-Projekt "Dorf ist Energie(klug)", für das sich Grund beworben hatte, deutlich machte. Allgemein betonte er die Vorteile von Carsharing, also das Nutzen eines Autos durch möglichst viele Fahrer, als Chance, Mobilität auf dem Dorf für die Gemeinschaft zu verbessern. Im Idealfall für die Umwelt würde dabei auf ein Elektrofahrzeug gesetzt.

Die städtische Klimaschutzmanagerin Birgit Frerig-Liekhues dankte zunächst Udo Schimski für die Bereitschaft, das Dorf-Auto unterzubringen und den Verleih zu organisieren. Anschließend lenkte sie den Blick auf den 11. August 2015, wenn NRW-Umweltminister Johannes Remmel nach Grund kommen möchte, um sich über das Projekt zu informieren. An diesem Tag soll eine Veranstaltung zum Thema E-Mobilität helfen, diese nach vorne zu bringen.    

Daran ist auch der Sponsor RWE Deutschland AG interessiert, wie Stefan Engelberth deutlich machte: "Bereits seit rund 3 Jahren sind wir dabei, eine Lade-Infrastruktur im Kreis Siegen-Wittgenstein aufzubauen." Kurzfristiges Ziel ist, zumindest in jeder Stadt eine RWE-Schnell-Ladestation anzubieten, an der Elektrofahrzeuge kostenlos aufgeladen werden können. Damit würde der Nachteil der geringeren Reichweite gegenüber herkömmlich betriebenen Fahrzeugen ein wenig ausgeglichen. Bis dahin gilt aber ohnehin, dass jede normale 220 Volt-Steckdose zum Aufladen bei einer Dauer von 6 bus 8 Stunden ausreicht. Als große Vorteile des E-Autos betonte Stefan Engelberth das fast lautlose Fahren und die Spurtstärke gegenüber "normalen" Fahrzeugen.

Der Grunder Ortsvorsteher Martin Born ließ es sich nicht nehmen, diese Vorteile kurzentschlossen bei einer ersten Probefahrt zu testen. Zuvor hatte er deutlich gemacht, warum dies so einfach geht: "In der Vorbereitung haben wir alle wichtigen Rahmenbedingungen bis hin zu Haftung und Versicherung geklärt." 

Also gilt: Anmelden, einsteigen, los fahren!  

Jörg Heiner Stein, einer der Initiatoren in Grund, trug sich als Zweiter in die Liste der Probefahrer ein. Er machte darauf aufmerksam, dass nicht nur private, sondern auch repräsentative Fahrten für das Dorf-E-Auto vorgesehen sind. So soll der Nissan Leaf zum Beispiel beim "Tanz aus dem Mai" am 30. Mai als Shuttle-Service für die Fahrten zum und vom Festplatz für die Besucher eingesetzt werden.

Information vom 23. April 2015: Vorfreude auf das Dorf-E-Auto (Bericht der Initiatoren im Dorf Grund)

Die RWE Deutschland AG, vertreten durch Stefan Engelberth und Christian Uhlich, und die Firma Nissan stellen dem Hilchenbacher Stadtteil Grund ein Elektrofahrzeug kostenlos für Testfahrten als „Dorfauto“ zur Verfügung. Um dieses interessante Angebot bekannt zu machen, hatten die Ortvereine zu einer Informationsveranstaltung ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen.

Die Ansprechpartner im Dorf Udo Schimski, Jörg Heiner Stein und Nick Florian Stein sowie Lars Ole Daub, Südwestfalen Agentur, Ortsvorsteher Martin Born und Birgit Frerig-Liekhues, Klimaschutzmanagerin der Stadt Hilchenbach, freuen sich, bald nicht nur mit einem E-Bike, sondern auch mit einem E-Auto in Grund vorwegfahren zu können.

„Wer kommt, der kommt und weiß, was läuft (und fährt …)“, so das Motto von Ortsvorsteher Martin Born, der zu der Veranstaltung junge und ältere Grunder sowie Birgit Frerig-Liekhues, Klimaschutzmanagerin der Stadt Hilchenbach, und Lars-Ole Daub von der Südwestfalen Agentur begrüßte. Beide unterstützen als Experten die Dorfgemeinschaft beim Projekt "Dorf ist Energie(klug)", für das sich Grund 2014 neben einigen anderen Ortschaften beworben hatte. Ein interessanter Gesichtspunkt ist dabei das Thema Elektromobilität und so tragen die beiden Fachleute gerne zusammen mit den Hauptsponsoren RWE und Nissan dazu bei, dass die Testfahrten mit einem E-Auto vom 4. Mai bis mindestens 31. Juli in Grund durchgeführt werden können.

Martin Born stimmte die interessierten Besucher der Informationsveranstaltung mit einem kleinen Filmbericht der Ortschaft Gey in der Eifel auf das Grunder „Dorfauto“ ein. „Dort wird bereits erfolgreich dauerhaft ein Elektrofahrzeug eingesetzt“, konnte der Ortsvorsteher nach ersten Kontakten berichten.

Der Projektmanager der Südwestfalen Agentur, Lars-Ole Daub (Foto oben), nahm die Grunder in seinem Vortrag mit in die Arbeit von „Dorf ist Energie(klug)“ und stellte unter Verweis auf die gut sortierte Homepage www.dorf-ist-energieklug.de gute Beispiele von Dorfprojekten zu den Themen Energiesparen, effiziente Nutzung von Energie bis hin zur Energiegewinnung vor.

Die Stadt Hilchenbach als Vermittlerin des E-Autos hatte den ersten Schritt zur praktischen Umsetzung der Testfahrten getan und so konnte Birgit Frerig-Liekhues den Zuhörern die Daten des bereitgestellten Fahrzeugs Nissan Leaf präsentieren. Besonders zu beachten sind dabei die Reichweite von maximal etwa 160 km und der im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen günstige Verbrauch des Elektroautos. Dass diese Art der Fortbewegung umweltfreundlicher ist, brauchte die Klimaschutzmanagerin nicht besonders zu betonen.

Birgit Frerig-Liekhues bedankte sich besonders bei Udo Schimski aus Grund, der bereit ist, seine Garage für den Zeitraum des Projekts zur Verfügung zu stellen, und die Koordination der Ausleihen übernehmen wird. Da die Fahrten für alle Führerscheinbesitzer kostenlos und lediglich verbunden mit einem Spendenwunsch für die Dorfgemeinschaft angeboten werden, ist mit einer guten Nachfrage zu rechnen. Die Sponsoren werden bis zur Übergabe am 4. Mai noch eine Ladestation in der Garage installieren, damit dem Wiederaufladen vor Ort nichts im Wege steht. Das Aufladen unterwegs, so Birgit Frerig-Liekhues, ist an einigen Stellen in der Umgebung an den Ladestationen von RWE kostenlos möglich.

Die Fragen der Anwesenden zum Elektrofahrzeug konnten weitestgehend beantwortet werden. Der Vorschlag, dass die Nutzerinnen und Nutzer möglichst ein digitales Erinnerungsfoto vom Ziel ihrer Einzelfahrt machen, wurde positiv aufgenommen. „ Wir werden sehen, wer es am weitesten schafft und welches das schönste Reiseziel war“, schmunzelte man bereits im Dorfgemeinschaftshaus.

Eine Nachfrage aus dem Besucherkreis nach Elektrofahrrädern ergab, dass im Rahmen einer am 11. Juni 2015 in Hilchenbach beginnende weitere Sponsoring-Maßnahme des RWE einige E-Bikes auch in Grund ausgeliehen werden können.

Ein E-Bike hatte Jörg Heiner Stein allerdings für erste Testfahrten bereits mitgebracht.

Beim Ausprobieren durch Udo Schimski (Foto links) wurde aber schnell deutlich, dass dieser sehnlichst den 4. Mai erwartet, damit er auf das E-Auto umsteigen kann.

Fest stand für Ortsvorsteher Martin Born am Schluss: „Das Dorf-E-Auto kommt nach Grund und wird sicher tüchtig erprobt.“

Zusatzinformationen zum Südwestfalen-Projekt „Dorf ist Energie(klug)“ (www.dorf-ist-energieklug.de):

Ideen finden – Zukunft gestalten! In den Dörfern Südwestfalens steckt eine Menge Potenzial, auch wenn es um zukunftsweisende Ansätze für Energieversorgung, Effizienzsteigerung oder etwa Mobilität vor Ort geht. Doch wie kommt man von der guten Idee zur Realisierung eines Projektes? Die von der Südwestfalen Agentur GmbH initiierte Projektstudie „Dorf ist Energie(klug)“ setzt genau hier an und unterstützt Dorfgemeinschaften auf ihrem Weg, mit Hilfe von innovativen, zukunftsweisenden und nachhaltigen Klimaschutzideen und Energiekonzepten eine ganzheitliche Dorfentwicklung voranzubringen.

Die Projektstudie wird vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (progres.NRW) gefördert, durch die fünf Kreise sowie den Volksbanken in Südwestfalen unterstützt.

Zusatzinformationen zum Grunder E-Auto Nissan Leaf (siehe auch www.nissan.de):

  •  5-Sitzer, 
  • 140 km/h Höchstgeschwindigkeit,
  • Maximale Reichweite 160 km / defensive Fahrweise, realistisch sind rund 100 km, im Winter bei kalten Temperaturen weniger
  • Die Energieverbrauchskosten liegen je nach Strompreis und der in Anspruch genommenen Ladeinfrastruktur zwischen 5 und 7 Euro je 100 km
  • Der ADAC hat den Nissan Leaf seit einiger Zeit im Dauertest und fuhr bisher zuverlässig 50.000 km
  • Öffentliche Ladesäulen, Ladeboxen und auch Steckdosen (230 V Wechselstrom) sind zum Aufladen benutzbar
  • Die Ladedauer von ganz leer bis ganz voll beträgt etwa 6 bis 8 Stunden
  • Ladekabel liegen im Fahrzeug
  • Kostenfreies Laden an allen öffentlichen RWE-Ladesäulen ist möglich; alle öffentlichen RWE Ladesäulen finden Sie unter https://www.rwe-mobility.com/web/cms/de/1195202/emobility/rwe-ladesaeulenfinder/
  • Eine übersichtliche Zusammenstellung von Elektrotankstellen finden Sie unter https://e-tankstellen-finder.com/at/de/elektrotankstellen
  • Der aktuelle Grundpreis eines Nissan Leaf liegt je nach Modelltyp zwischen 30.000 und 35.000 Euro bei Batteriekauf; wird die Batterie gemietet (geleast) verringert sich der Preis um etwa 6.000 Euro; dafür entstehen laufleistungsabhängige Mietkosten