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Bürgerverein Hilchenbach e. V.

Bürgerverein steht weiterhin hinter dem Projekt „Kultureller Marktplatz“ 
Höhere Kosten bedeuten nicht das „Aus“ des Projektes 
 

Der Vorstand des Bürgervereins Hilchenbach ist sehr enttäuscht über die erneute Verzögerung des Projektes „Kultureller Marktplatz Dahlbruch“ und die Verschiebung des bisher für Anfang der Sommerferien 2019 geplanten Baubeginns. „Vor allem für die aktuellen Nutzer des Hauses ist die Situation absolut ärgerlich. Ich kann den Frust der direkt Betroffenen sehr gut verstehen“, so der Vorsitzende Thomas Klein.

Allerdings ist sich der Verein sicher, dass das Projekt zum Erhalt und zur Attraktivitätssteigerung des Kultur-, Sport- und Freizeitzentrums am Bernhard-Weiss-Platz nicht grundsätzlich gefährdet ist.

Auf seiner Vorstandssitzung am 7. Mai hatte der Bürgerverein Hilchenbach den städtischen Baudezernenten Michael Kleber zu Gast, der gemeinsam mit Bürgermeister Holger Menzel aus erster Hand über die jüngsten Entwicklungen bei Hilchenbachs wichtigstem Bauprojekt informierte. Entwicklungen, die nach Einschätzung der Insider gar keinen so neuen Sachstand darstellen. Hatte der zuständige Architekt Reinhard Angelis doch bereits den Bauausschuss der Stadt Hilchenbach in dessen Sitzung am 21. März 2018 darüber informiert, dass angesichts der Lage im Baugewerbe mit einem Plus von bis zu 30 % bei den Kosten zu rechnen ist.

Am Nachmittag hatte die Information der Stadtverwaltung für Unruhe gesorgt, dass die Baukosten nun tatsächlich in etwa dieser Höhe und damit um etwas mehr als 3 Millionen Euro über dem ursprünglich veranschlagten Wert ausfallen würden.

Umso mehr begrüßten die Vorstandsmitglieder des Bürgervereins die sachliche Erklärung des derzeitigen Sachstandes durch den Baudezernenten. Schließlich liegt es in der Verfahrenslogik ähnlich großer öffentlicher Bauprojekte, dass Planungen Phase für Phase konkreter werden. Mit der Folge, dass das, was zunächst notwendig nur überschlagen wird, erst im Zuge der Konkretisierung realistischere Werte bei den Kosten erfährt.

„Ärgerlich“, so der Vereinsvorsitzende Thomas Klein, „ist aus unserer Sicht allerdings besonders, dass nun der lang ersehnte und fest eingeplante erste Spatenstich weiter auf sich warten lässt.“ Denn Ausschreibungen, so Baudezernent Kleber, dürfe man eben erst dann machen, wenn die Finanzierung auch des letzten Euros abgesichert sei.

Nach einem intensiven Meinungsaustausch zur neuen Situation ist sich der Vorstand des Bürgervereins einig, dass eine Fortsetzung des Projektes alternativlos ist. Weiterhin ist ansonsten zu befürchten, dass die für die Bevölkerung wichtigen Angebote am Bernhard-Weiss-Platz mit Theater und Kino an der Spitze nicht dauerhaft erhalten werden können.

Die nun noch fehlenden Beträge an sich stellen, so ist man sich mit dem Bürgermeister und dem Baudezernenten einig, Hilchenbach und seine Bürger keineswegs vor unlösbare Probleme. Wichtig dafür ist als nächster Schritt allerdings, dass die Stadtverwaltung möglichst schnell mit der Bezirksregierung klärt, ob und wann die bisher bewilligte Landesförderung um die angestrebten rund 1,8 Millionen Euro erhöht werden kann. Anschließend wäre die Finanzierung des zusätzlichen Eigenanteils von1,4 Millionen Euro zu klären.

Der Bürgerverein Hilchenbach e. V. setzt nun darauf, dass die Stadtverwaltung diesen Rückschlag im Projekt möglichst zeitnah aufarbeitet und eine klare Perspektive für das Projekt „Kultureller Marktplatz“ aufzeigt. Dabei ist der Verein gerne bereit, zu unterstützen. Wichtig sei aus Sicht des Vorstandes letztlich, die Lage realistisch – also weiterhin positiv – einzuschätzen und das bürgerschaftliche Engagement erfolgreich fortzusetzen.