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Breitband-Anbindung als wichtige Infrastruktur

Stadtverwaltung entwickelt Lösungen für nicht gut angebundene Bereiche im Stadtgebiet

Die Schwierigkeit einer flächendeckenden Breitbandversorgung im ländlichen Raum ist ein bekanntes Thema. Auch in Hilchenbach befinden sich Ortschaften, die nur unzureichend mit einer Anbindung an das weltweite Datennetz versorgt sind.

Die Stadtverwaltung ist daher auf verschiedensten Wegen aktiv, um Verbesserungen in den benachteiligten Stadtteilen und einzelnen Straßen zu erreichen.

So hat sie 2011 eine schriftliche Bedarfsabfrage in Ruckersfeld, Oechelhausen, Grund, Helberhausen und Oberndorf sowie den unzureichend angebundenen Straßenzügen in Dahlbruch durchgeführt. Diese Ermittlung bildete die Grundlage für Lösungen zur DSL-Versorgung, die die Stadt Hilchenbach für alle genannten Gebiete verwirklicht.

Seit 15. Juni 2011 konnte aufgrund des festgestellten Bedarfs so eine erste Markterkundung, und zwar für die Straßen in Dahlbruch, durchgeführt werden. In der Folge dieses mit einer Ausschreibung vergleichbaren Verfahrens hat der Rat der Stadt Hilchenbach am 28. September 2011 beschlossen, die Wirtschaftlichkeitslücke zur Breitbandanbindung der unterversorgten Haushalte in Dahlbruch an der Ortsgrenze zu Kredenbach in Höhe von 6.657 Euro bereitzustellen. Anschließend erfolgte die Unterzeichnung des entsprechenden Vertrages mit der Telekom, die daraufhin etwa 110 Haushalte in Dahlbruch an die Breitbandversorgung angeschlossen hat.

Bis Anfang November 2011 erfolgte die Markterkundung für die weiteren betroffenen Stadtteile. Nach entsprechender Ausschriebung und Förderzusage hat der Rat der Stadt Hilchenbach auch hier die Umsetzung des Projektes für alle fünf Stadtteile am 28. November 2012 beschlossen. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen sowie einem Beitrag des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums in der Höhe von insgesamt knapp über 120.000 Euro sollen die Verbindungen zu den fünf Hilchenbacher Stadtteilen aufgebaut werden. Die Stadt Hilchenbach ihrerseits beteiligt sich mit einem Eigenanteil in Höhe von etwas über 40.000 Euro an dem für die zeitgemäße Breitbandversorgung notwendigen Projekt, das bis Ende 2013 erfolgreich abgeschlossen werden soll.

Versorgung mit DSL in Hilchenbach bereits insgesamt gut

Trotz der angesprochenen Problemgebiete gibt es nach Angaben der Deutschen Telekom GmbH Köln, Stand Oktober 2010, in Hilchenbach bereits insgesamt 6.700 breitbandige Anschlüsse (DSL). Hierauf können die Hilchenbacher Haushalte wie folgt zugreifen: 

384 KBit/s: 95,5%
1000 KBit/s: 91,8%
2000 KBit/s: 90,3%
3000 KBit/s: 87,9%
6 bis 16 MBit/s: 66,1%

Erläuterung: 1000 KBit/s = 1 MBit/s 

Hinzu kommen die genannten 109 Richtfunkanbindungen der Firma OR Network im Bereich Lützel, welche in der Tabelle nicht erfasst sind und somit den Ausbaugrad im Bereich von 2000KBit/s und mehr erhöhen.

Im kreisweiten Vergleich ist Hilchenbach auch vor der zuvor dargestellten Versorgung aller Stadtteile mit einem Ausbaugrad von über 90 % bei den Breitbandanbindungen von 6000 KBit/s gut aufgestellt.

Ziel der vielfältigen Bemühungen der Stadt Hilchenbach bleibt allerdings ein Ausbaugrad von 100% bei der Versorgung mit einer zeitgemäßen Bandbreite von mindestens 6000 KBit/s, im besten Falle ein VDSL-Ausbau, der im Frühjahr 2017 endgültig erreicht werden soll.

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