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Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept 

Vorletzter IKEK-Rundgang in Oberndorf, Hadem und Helberhausen:

Hohe Bürgerbeteiligung der drei Stadtteile

Am 18. September fand der vorletzte IKEK-Rundgang in Oberndorf, Hadem und Helberhausen statt.

Los ging es um 16:15 Uhr in Oberndorf. Auf Anhieb ist zu erkennen, dass der Ort von viel Landwirtschaft geprägt ist. Hier zeigt sich das Problem, dass viele Wege durch die Benutzung von Traktoren oder einfach durch natürliche Einflüsse kaputt sind.

Die Bürgerinnen und Bürger erläuterten, dass der Ort eine Durchfahrtsstraße für LKWs und Autos ist. Diese rasen durch den Ort, so dass Kinder nicht sicher sind, weil es keinen Bürgersteig gibt. Daher ist auch der Wunsch vieler Bewohnerinnen und Bewohner, dass es einen beleuchteten Weg Richtung Helberhausen gibt, denn das Ortsleben von Oberndorf spielt sich hauptsächlich in Nachbarort ab. Der Besuch eines Vereins oder der Kirche und das Mitwirken in der Feuerwehr finden in Helberhausen statt.

Ein weiteres Problem ist die schlechte Schulbusanbindung. Der Schulbus Richtung Hilchenbach hält in Helberhausen, so dass die Kinder aus Oberndorf jeden Morgen dorthin müssen.

Nach dem Rundgang in Oberndorf ging es weiter nach Hadem. Dort wurde die Besichtigung leider von dem Siegerländer Wetter gelenkt. Trotzdem waren auch hier einige Bürgerinnen und Bürger aus Hadem vertreten.

Ein Problem, welches auch in vielen anderen Stadtteilen auftrat, ist, dass es kein richtiges Dorfgemeinschaftshaus gibt. Die Hademer benutzen zurzeit einen Garagenunterstellplatz für ihre Feste, wie zum Beispiel um den Maibaum aufzustellen oder für eine kleine Weihnachtsfeier.

Der Rundgang führte weiter zu einem Spielplatz mitten in einer Wohnsiedlung. Ein paar der Anwesenden waren verdutzt und wussten gar nicht das Hadem einen Spielplatz besitzt. Hier bestand das Problem, dass der Weg dorthin keinen festen Untergrund hat, sondern einfach nur aus Wiese und Laub besteht. Außerdem ist der Spielplatz mit Spielgeräten dünn bestückt.

Anschließend ging die Gruppe durch die Wohnsiedlung wieder Richtung Startpunkt Dorfmitte. Hier war eine weitere Anregung der Hademer einen Hundemülleimer bei der Dorfmitte im „Dreieck“ aufzustellen und die Idee einer Neugestaltung pflanzlich sowie mit eventuellem Wasserspiel.

Der letzte Rundgang für diesen Tag wurde in Helberhausen, auch Löffelstadt genannt durchgeführt. Helberhausen hatte eine sehr hohe Bürgerbeteiligung vorzuweisen.

Auch hier besteht das Problem eines fehlenden Dorfgemeinschaftshauses. Das Bürgerhaus, die alte Schule am Sportplatz, die dafür dauerhaft genutzt werden sollte, ist momentan als Flüchtlingsunterkunft besetzt. Durch die Schließung der Gaststätte Nies fehlen auch Räume, die vorher von Vereinen oder Vorständen gebraucht wurden.

Ein weiteres Problem ist der Platz in der Dorfmitte beim Löffelbrunnen. Die Bänke sind heruntergekommen und der Brunnen läuft nicht mehr. Außerdem muss ein neues Kopfsteinpflaster her.

Danach führte der Rundgang zur Turnhalle in Helberhausen. Dort besteht das Problem, dass das Dach bei schwerem Regenguss undicht wird und Wasser in die Halle tropft. Gleich nebenan der Turnhalle lässt die nächste Hürde auf sich warten. Anwohner und Anwohnerinnen beklagen sich dort über den Lärm und das Aussehen der Müllcontainer für Glas und Altpapier. Dort kam der Vorschlag auf, diese an eine andere Stelle zu versetzen und wie in Herzhausen mit einer Wand zu verkleiden.

Ein weiterer Wunsch besteht nach einem Spielplatz im Ortsgebiet.

Nachdem Rundgang folgte der Workshop in der „Alten Kapellenschule“ in Helberhausen.

Dort knackten die Helberhäuser, Oberndorfer und Hademer die Bürgerbeteiligungen der anderen Stadtteile, mit einer Anzahl von mehr als 30 Bürgerinnen und Bürger.

Im Workshop kam dann wie in allen anderen Workshops auch, die Frage auf, wie viel Förderung bekommt denn jeder Stadtteil. Herr Sieber von der Arbeitsgruppe Stadt beantwortete die Frage damit, dass erstmal die erste Phase von IKEK abgeschlossen werden muss. Die Projekte der einzelnen Stadtteile sollen in eine Projektskizze eingetragen werden. In Phase zwei wird dann ein gesamtkommunales Leitbild der Schwächen und Stärken der Stadtteile erstellt und die Projekte werden in Handlungsfelder eingeteilt. Erst in der letzten Phase ist entscheidend, welche Projekte zuerst gefördert werden und wie viel jedes Projekt erhält.

Im weiteren Verlauf des Abends wurde über die Auswertung der Online-Fragebögen diskutiert.

Der letzte IKEK-Rundgang findet am 25. September in Dahlbruch und Müsen statt.