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Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept

Großes Interesse am zweiten öffentlichen IKEK-Forum am 13. Februar 2018
Slogan für das Konzept lautet „Stadt Hilchenbach: sehenswert – lebenswert – liebenswert“

In seiner Begrüßung machte Bürgermeister Holger Menzel deutlich, dass mit der Erarbeitung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts ein wichtiges Thema auf der Tagesordnung des Treffens im Ratssaal am 13. Februar 2018 stand: „Das IKEK bietet Bürgern, Vereinen und Einrichtungen die Chance, um ihre Projekte, Ideen und Visionen für Hilchenbachs Zukunft voran zu bringen.“

Dies sahen die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten IKEK-Forums auch so, denn unter ihnen befanden sich viele, die Projektskizzen eingereicht hatten.

Dr. Jürgen Schewe, Inhaber von MSP ImpulsProjekt, beruhigte zunächst im Hinblick auf die aktuell vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen ausgesetzte Förderrichtlinie für die ländliche Entwicklung: „Hilchenbach ist davon zurzeit nicht betroffen. Das IKEK ist bei ihnen noch fertigzustellen, bevor Förderanträge für konkrete Projekte eingereicht werden können. Und nur dafür hat das Aussetzen der Förderung Auswirkungen. Hilchenbach kann diese Zeit also nutzen, um aufzuholen.“

Am Ende der Veranstaltung machte Dr. Jürgen Schewe beim Zeitplan dann deutlich, wie er sich dieses „Aufholen“ vorstellt. Zeitnah nach den Osterferien soll das dritte IKEK-Forum stattfinden, in dem das Konzept in seiner vorgesehenen Endfassung öffentlich vorgestellt wird. Anschließend, vor den Sommerferien, ist das IKEK vom Rat der Stadt Hilchenbach zu beschließen und die Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg einzuholen. Aufgrund des genehmigten Konzepts können dann Förderanträge gestellt werden. Realistisch ist, dass erste Maßnahmen Anfang 2019 in Hilchenbach umgesetzt werden können.

Doch welche werden diese ersten Maßnahmen sein?

Einleitend zu dieser Frage stellten Dr. Jürgen Schewe und sein Kollege Nicolai Sieber von der AG Stadt den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern zunächst ihre aktuellen Arbeitsergebnisse vor. Die beiden Kollegen von den beauftragten Büros haben die bisher eingereichten 48 Projekte mittlerweile für das Konzept 4 Handlungsfeldern und 17 Entwicklungszielen zugeordnet.

Dr. Jürgen Schewe informierte in diesem Zusammenhang auch über die Ergebnisse der durch die Bürgerinnen und Bürger im ersten IKEK-Forum erfolgten Bewertung der Maßnahmenbereiche. Insgesamt hat diese Abfrage eine große Zustimmung zu allen Themen ergeben. Auffällig in Hilchenbach gegenüber anderen Städten, bei denen die Büros den IKEK-Prozess betreut hatten, ist dabei die geringe Spannbreite der Bewertungen. Oder anders ausgedrückt: Fast alle Maßnahmenbereiche sind der Bevölkerung wichtig bis sehr wichtig. 

Die nun für das Konzept festgelegten 4 Handlungsfelder sind:

- Entwicklung und Gestaltung der Ortskernbereiche

- Gemeinschaftseinrichtungen, Kultur- und Freizeitangebot

- Versorgung, Betreuung und Mobilität

- Natur/Landschaft und Tourismus

Nicolai Sieber stellte hierzu beispielhaft einzelne eingereichte Projekte vor wie die Verkehrsberuhigung und Attraktivitätssteigerung des historischen Marktplatzes, den Spielplatzpfad in Hilchenbach, die Nutzung der „Alten Kapellenschule“ in Helberhausen als Dorfgemeinschaftshaus und die in Müsen entwickelte Idee eines mobilen „Backes“.

Nächster Schritt ist nun, bei den vielen Skizzen Prioritäten zu setzen, indem die Büros Leit- und Startprojekte vorschlagen. Das heißt einerseits sind besonders wichtige Maßnahmen zu bestimmen und andererseits Aktivitäten herauszuarbeiten, mit deren Umsetzung schnell begonnen werden kann. Aber auch die anderen Projekte werden ebenfalls Bestandteil des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes sein und bleiben.

Außerdem werden Dr. Jürgen Schewe und Nicolai Sieber einen Plan zur Umsetzung erarbeiten, der der Stadt Hilchenbach als Leitlinie dienen soll, damit aus der Theorie möglichst viel Praxis wird.

Im Rahmen des informativen Meinungsaustausches betonte dazu ein Teilnehmer („Ohne Moos nix los“), das Geld hierfür eine maßgebliche Rolle spielen wird. Dies konnten Dr. Jürgen Schewe und Nicolai Sieber nur bestätigen, indem sie auf die dann zu treffenden kommunalpolitischen Entscheidungen verwiesen. Ergänzend merkten sie an, dass nicht nur öffentliche, sondern auch private Maßnahmen gefördert werden können. Dazu müssen die Büros für jeden Stadtteil den Ortskern mit seinem historischen Gebäudebestand festlegen. Wer in diesen Bereichen Gebäudeeigentümer ist, kann dann in den Genuss von Fördermitteln kommen.

Für das IKEK möchten Dr. Jürgen Schewe und Nicolai Sieber übrigens einen Slogan aus dem Internet-Auftritt der Stadt Hilchenbach aufgreifen und mit „neuem Leben“ füllen, der die Stadt am Rothaarsteig und ihre Zukunft nach Ansicht der Fachleute zutreffend beschreibt:

„Stadt Hilchenbach: sehenswert – lebenswert ‑ liebenswert“

Der Vortrag der beiden beauftragten Planungsbüros aus dem zweiten IKEK-Forum und die Übersicht aller bisher eingereichten Projektskizzen stehen rechts als Download zur Verfügung.