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Informationen zum Coronavirus vom Kreis-Siegen-Wittgenstein

Information vom 17. März 2020

Kreisverwaltung bleibt ab Dienstag, 17. März geschlossen

5 neue Coronafälle in Siegen-Wittgenstein

Die Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein ist ab Dienstag, 17. März, bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Schließung betrifft die gesamte Verwaltung in folgenden Gebäuden:

  • Kreishaus Siegen einschließlich der Ausländerbehörde
  • Kulturhaus Lÿz
  • Außenstellen St-Johann-Str. 23 in Siegen einschließlich der Kfz-Zulassungsstelle und dem Gesundheitsamt
  • Außenstellen Spandauer Str. 32 in Siegen
  • Außenstellen in Siegen-Weidenau (Servicezentrum am Bismarckplatz)
  • Außenstellen in Bad Berleburg einschließlich der Kfz-Zulassungsstelle
  • RSD-Stellen in Kreuztal und Wilnsdorf

Diese Maßnahme ist erforderlich, um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden und den Dienstbetrieb des Kreises aufrechtzuerhalten und zu sichern.

Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung sind weiterhin telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Entsprechende Kontaktdaten sind unter www.siegen-wittgenstein.de zu finden. Für unaufschiebbare Angelegenheiten können im Einzelfall telefonisch Termine vereinbart werden.

Da die Kreisverwaltung nur noch eingeschränkt erreichbar ist, hat sich der Kreis entschlossen, das Online-Service-Portal früher als geplant freizuschalten. Ursprünglich war das erst für Mitte April geplant. Jetzt wird es bereits am Dienstag, 17. März 2020, freigeschaltet werden. Unter dem Menüpunkt „Service-Portal SiWi-Online“ sind dann zahlreiche Dienstleistungen der Kreisverwaltung gebündelt, um in dieser Situation in vielen Fällen eine Alternative zum Besuch im Kreishaus anzubieten.

Auch die Büros der ZWS-Geschäftsstelle, in der die MobiCards erworben werden können, sind ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Mitarbeiter sind unter folgenden Kontaktdaten zu erreichen:

  • Frau Kemper (A-F): 0271/3332438, kemper@zws-online.de
  • Frau Cavelius (G-M): 0271/3332428, cavelius@zws-online.de
  • Frau Schiltz (N-Z): 0271/3332429, schiltz@zws-online.de
  • Postanschrift: Koblenzer Str. 73 in 57072 Siegen

Zur Abgabe von Unterlagen können die Briefkästen am Kreishaus verwendet werden.

Als Folge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hat Landrat Andreas Müller am Montag auch alle Ausschusssitzungen in den kommenden Tagen und die Kreistagssitzung am 27. März abgesagt. Lediglich der Kreisausschuss ist momentan noch vorgesehen, für den Fall dass zwingende Beschlüsse gefasst werden müssten. Dann würde diese Sitzung unter besonderen hygienischen Bedingungen wie einen größeren Abstand zwischen den Teilnehmern stattfinden.

Am heutigen Montag sind im Kreisgesundheitsamt fünf neue positive Coronatests eingegangen. In allen Fällen gibt es einen Bezug zum gleichen Skigebiet in Österreich. Drei Frauen und ein Mann aus Siegen waren dort im Urlaub und haben sich vor Ort infiziert. Die fünfte Person ist eine Frau aus Wilnsdorf. Diese ist Kontaktperson eines Skifahrers gewesen, der sich ebenfalls in Österreich infiziert hatte. Insgesamt gibt es jetzt 21 bestätigte Coronafälle im Kreisgebiet.

Das Betretungsverbot in Kindertagesstätten ist heute weitestgehend eingehalten worden. „Die Eltern waren gut informiert“, bilanzieren die Jugendämter des Kreises und der Stadt Siegen. Insgesamt wurden in allen Kitas nur 175 Kinder betreut. Zum Vergleich: in Kreuztal kommen z.B. an einem normalen Tag 676 Kinder in die Kitas, heute war es nur 29. Die Träger der Kitas berichten gegenüber den Jugendämtern, dass die Eltern insgesamt gelassen gewesen seien. Die Lage war sehr entspannt.

Die „Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit von Arbeitnehmern in kritischen Bereichen der Infrastruktur“, die benötigt wird, um Kinder auch in den nächsten Wochen betreuen lassen zu können, ist unter www.siegen-wittgenstein.de/coronavirus und unter www.siegen.de/corona zu finden.

Die Kreisleitstelle hat in den letzten Tagen ein erhöhtes Anrufaufkommen zu verzeichnen. Und die Mitarbeiter stellen fest, dass Gespräche im Durchschnitt länger dauern. Deshalb wurde die Zahl der Disponenten tagsüber erhöht. Die Kreisverwaltung bittet noch einmal darum, den Notruf 112 tatsächlich nur in Notfällen zu wählen. Für alle Fragen rund um Corona stehen die Mitarbeiter der Infohotline des Kreises zur Verfügung. Diese ist montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr unter 0271 333-1120 zu erreichen.

Information vom 15. März 2020

Zwei neue Coronafälle / Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Landrat Andreas Müller: „Jeder muss Verantwortung übernehmen“

„Das Coronavirus bringt Herausforderungen mit sich, wie wir sie alle bisher vermutlich noch nie erlebt haben. Um diese bewältigen zu können, muss jeder selbst Verantwortung übernehmen, sonst wird es uns kaum gelingen, die Ausbreitung des Virus effektiv zu verlangsamen“, sagt Landrat Andreas Müller. Er wirbt bei allen Menschen in Siegen-Wittgenstein darum, sich den Ernst der Lage bewusst zu machen und ganz persönlich die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Dabei hat der Landrat ganz konkrete Beispiele vor Augen: „Wer z.B. in den letzten ein bis zwei Wochen aus einem Skiurlaub in Südtirol oder Österreich zurückgekommen ist, sollte von sich aus dafür sorgen, dass er 14 Tage lang zuhause bleibt und auf soziale Kontakte jeder Art verzichtet“, so Müller, „unabhängig davon, ob er Krankheitssymptome zeigt oder nicht.“

Gerade in diesem Fall weist das Kreisgesundheitsamt auch noch einmal darauf hin, dass Tests nur bei Personen sinnvoll sind, die Krankheitssymptome zeigen. Denn um das Virus nachweisen zu können, muss eine bestimmte Viruslast im Körper vorhanden sein. Die ist in aller Regel aber dann auch mit Krankheitssymptomen verbunden. „Testet man jemanden ohne Symptome, dann wird das Ergebnis in aller Regel negativ sein“, so das Kreisgesundheitsamt. Das wäre aber nur eine trügerische Sicherheit, denn aufgrund der Inkubationszeit könnten die Betroffenen trotzdem infiziert sein und noch in einem Zeitraum von bis zu 14 Tagen nach der Infektion erstmals Symptome zeigen.

Das ist auch der Grund, warum nicht jeder, der aus Risikogebieten zurückkommt oder Kontakt zu einem bestätigt Infizierten hat, automatisch getestet wird, sondern nur solche Personen, die auch Krankheitssymptome zeigen.

„Verantwortung übernehmen“ heißt für den Landrat aber auch, Rücksicht auf die Schwächsten zu nehmen. „Das bedeutet etwa, auf Besuche in Krankenhäusern und Altenheime zu verzichten. Genauso wenig ist es jetzt sinnvoll, große private Partys zu organisieren, weil Clubs, Diskotheken oder Kinos geschlossen sind. Und Kinder von Großeltern betreuen zu lassen, weil es für die Kitas ein Betretungsverbot gibt, ist auch nicht sehr hilfreich, weil gerade ältere Menschen mit schweren Krankheitsverläufen rechnen müssen“, so Müller.

„Das alles würde unsere Bemühungen konterkarieren, eine schnelle Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, mit dem Ziel, unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Deshalb appelliere ich noch einmal ganz eindringlich an alle, Verantwortung zu übernehmen und auf jegliche Art von Aktivitäten zu verzichten, die die Ausbreitung des Virus begünstigen könnten“, so Andreas Müller.

Einrichtungen, Betriebe und Örtlichkeiten die ab Montag, 16. März 2020, geschlossen werden sollen

In einem Schreiben an die Städte und Gemeinden hat das Kreisgesundheitsamt noch einmal konkretisiert, dass alle Einrichtungen, Betriebe und Örtlichkeiten von Montag, 16. März 2020, bis Sonntag, 19. April 2020, geschlossen werden sollen, die aufgrund des dort herrschenden engen menschlichen Kontaktes das Risiko bergen, eine weitere Verbreitung des SARS-CoV-2 zu begünstigen. Dazu gehören z. B.

  • Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit
  • Einrichtungen und Veranstaltungen der Vereine und Verbände
  • Badeanstalten, Saunen
  • Fitnessstudios
  • Clubs, Discotheken, Tanzschulen
  • Kinos, Theater, Museen
  • öffentliche und private Sportstätten
  • Bordelle, Prostitutionsbetriebe.

Zwei neue Coronafälle am Wochenende bestätigt

Am Wochenende hat das Kreisgesundheitsamt von zwei weiteren positiven Coronatests erfahren, die es aber nicht selbst veranlasst hatte. In beiden Fällen handelt es sich um Ärzte. Im ersten Fall um einen Arzt der Vamed Klinik in Bad Berleburg, über den in den Medien bereits berichtet wurde.

Im zweiten Fall geht es um eine Ärztin aus Siegen, die ebenfalls im Skiurlaub war. Weil sie schon mit Symptomen aus dem Urlaub zurückgekommen ist, hat sie sich direkt testen lassen und ist erst gar nicht mehr auf die Arbeit gegangen. Sie hatte auch keinerlei soziale Kontakte mehr, so dass das Gesundheitsamt auch keine weiteren Personen ausfindig machen oder testen musste.

Weitere Testergebnisse – weder positive noch negative – sind am Wochenende nicht im Kreisgesundheitsamt eingegangen.

Damit liegt die Gesamtzahl der bestätigten Coronafälle in Siegen-Wittgenstein aktuell bei 16.

Auch am Sonntag waren wieder mobile Test-Teams des Kreises unterwegs und haben insgesamt 30 Proben genommen. An der Infohotline gingen am Sonntag zwischen 9 und 13 Uhr 227 Anrufe ein. Die Infohotline ist von Montag bis Freitag wieder von 8 bis 18 Uhr unter 0271/ 333 1120 zu erreichen.

Information vom 14. März 2020

Übergangsregelungen der Schulen und Kindertagesstätten in Hilchenbach ab 16. März

Die Landesregierung hat entschieden, dass wegen des Corona-Virus ab dem 16. März alle Schulen und Kindertagesstätten im Land Nordrhein-Westfalen bis zum Beginn der Osterferien geschlossen bleiben.

Für die Kindertageseinrichtungen, auch in Hilchenbach, hat der Kreis Siegen-Wittgenstein eine abweichende Entscheidung getroffen. Dazu im Folgenden mehr.

Auch viele Schulen in Hilchenbach setzen aus dem gleichen Grund auf eine Übergangsregelung am 16. und 17. März:

Damit Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern der Florenburg-Grundschule Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie am Montag, dem 16. März, und am Dienstag, dem 17. März, aus eigener Entscheidung ihre Kinder zur Grundschule schicken. An diesen beiden Tagen stellt die Schule während der Unterrichtszeit eine Betreuung sicher. Betreuungskinder können an diesen beiden Tagen auch ab 11.30 Uhr in die Betreuung gehen, da dort eine Notbetreuung eingerichtet ist.

Auch bei der Stahlberg-Grundschule ist am Montag, dem 16. März, und am Dienstag, dem 17. März, eine Notbetreuung gewährleistet. 

Wie das weitere "Lernen" für die Kinder in den nächsten 3 Wochen bis zu den Osterferien konkret aussieht, will die Grundschule am Montag entscheiden. Die Informationen bekommen die Erziehungsberechtigten dann von den Klassenlehrer/innen per E-Mail. Die Adresse sollten bekanntgegeben werden.

Auch die Eltern der Carl-Kraemer-Realschule in Hilchenbach können bis einschließlich Dienstag, dem 17. März, aus eigener Entscheidung ihre Kinder zur Schule schicken. Die Schule stellt an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit eine Betreuung sicher.

Im Hinblick auf ein zusätzliches Not-Betreungsangebot teilt die Realschule mit: Die Einstellung des Schulbetriebes darf nicht dazu führen, dass Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen – insbesondere im Gesundheitswesen – arbeiten, wegen der Betreuung ihrer Kinder im Dienst ausfallen. Sollten Erziehungsberechtigte zu diesem    Personenkreis zählen, bittet die Realschule im Hinblick auf ihre Planungen um umgehende Information am Montag oder Dienstag.

Auch am Gymnasium Stift Keppel gibt es ab Montag, dem 16. März, eine verlässliche Betreuung täglich im Zeitraum von 7:30 Uhr bis zunächst 13:00 Uhr, bei nachgewiesener Notwendigkeit auch darüber hinaus. Dieses Betreuungsangebot richtet sich am Montag und am Dienstag an alle, die sich kurzfristig noch nicht darauf einstellen können, ihre Kinder zu Hause selbst zu betreuen. Ab Mittwoch wird es diese Einrichtung offenbar nur noch geben können für Kinder und Jugendliche aus Familien, in denen Eltern in den für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der Gesundheitsfürsorge bedeutenden Berufen arbeiten. Alle anderen müssen ab dann selbst für Betreuung sorgen.

Über weitere Neuigkeiten und das Vorgehen informieren die vorgenannten Schulen auf ihrer jeweiligen Homepage.

Von der dritten Grundschule im Stadtgebiet, der privat getragenen b school in Allenbach, liegen der Stadt Hilchenbach noch keine Informationen vor.

Kreis Siegen-Wittgenstein:

Am Montag noch alle Kindertageseinrichtungen geöffnet!

Ab Montag, dem 16. März, gilt ein Betretungsverbot für Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen. Das hat Ministerpräsident Armin Laschet am Freitagnachmittag mitgeteilt – und damit viele Eltern, aber auch den Kreis Siegen-Wittgenstein vor eine große Herausforderung gestellt. Grund: Viele Eltern werden übers Wochenende kaum in der Lage sein, sich Urlaub für die kommenden Tage oder Wochen genehmigen zu lassen oder alternative Betreuungsmöglichkeiten zu organisieren. Deshalb bleiben die Kinderbetreuungseinrichtungen im Kreisgebiet am Montag für diejenigen Mädchen und Jungen geöffnet, deren Eltern in der Kürze der Zeit keine Betreuung gefunden haben. Von dem Betretungsverbot ausgenommen sind außerdem Kinder von Erziehungsberechtigten aus kritischen Infrastrukturberufen, also zum Beispiel Krankenhauspersonal.

Montagmittag wollen die beide Jugendämter des Kreises Siegen-Wittgenstein dann wieder zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Bis dahin erhoffen sie sich auch zusätzliche Informationen der Landesregierung.

Auf der Homepage seines Ministeriums schreibt der nordrhein-westfälische Kinder- und Familienminister Joachim Stamp: „Eltern sind verpflichtet, ihre Aufgabe zur Pflege und Erziehung ihrer Kinder wahrzunehmen. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder die Kindertagesbetreuungsangebote nicht nutzen. Die Kinder sollten aber nicht von Personen betreut werden, die als besonders gefährdet gelten, insbesondere gehören hierzu Vorerkrankte und Lebensältere.“

Schon jetzt ist aber klar, dass es auch landesweit Ausnahmen vom Betretungsverbot für Kidertagesstätten geben wird. Kinder dürfen dann weiter betreut werden, wenn Eltern nachweisen, dass sie in kritischen Infrastrukturen arbeiten, zum Beispiel als Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal oder in Bereichen der öffentlichen Ordnung wie der Polizei.

Auch hier erhoffen sich die Jugendämter bis Montag weitere Präzisierungen, etwa in welcher Form die Tätigkeit im Bereich der kritischen Infrastruktur nachgewiesen werden und von wem diese wie überprüft werden sollen.

Information vom 13. März 2020

Corona-Diagnose-Zentrum in Siegen nimmt am Montag Arbeit auf

Kreis und Universität treffen umfassende Vorkehrungen, um reibungslosen Betrieb sicher zu stellen.

Am Montagnachmittag wird das Corona-Diagnose-Zentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein in der Dreifachturnhalle der Universität Siegen auf dem Haardter-Berg die Arbeit aufnehmen. Die Einrichtung ist Teil des Testungs-Konzeptes des Kreises. Dieses besteht aus mobilen Teams, die zu Patienten nachhause kommen, und zwei stationären Einrichtungen: eine an der Vamed-Klinik in Bad Berleburg – die schon in Betrieb ist – und ab kommender Woche einer zweiten in Siegen. Diese Einrichtung ist mit Ärzten aus allen heimischen Kliniken und von weiteren Partnern besetzt. Landrat Andreas Müller bedankt sich ganz herzlich bei der Universität für dieses gemeinsame Engagement, das Arztpraxen und Ambulanzen der Kliniken entlastet.

Das Verfahren zur Testung bleibt wie bisher: Wer den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wendet sich an einen niedergelassenen Arzt. Dieser prüft, ob es sich tatsächlich um eine Infektion handeln kann. Dann sendet er eine Überweisung an das Kreisgesundheitsamt. Das nimmt telefonisch Kontakt zu dem Patienten auf und vereinbart einen Termin – entweder in einem der beiden Corona-Diagnose-Zentren oder durch ein mobiles Team.

Eine Untersuchung in einem Diagnose-Zentrum erfolgt nur, wenn Patienten lediglich leichte Symptome zeigen und mobil sind. Nur wenn die Betroffenen über einen eigenen PKW verfügen, wird ein Termin in einem Diagnose-Zentrum vergeben, ansonsten kommt ein mobiles Team zu ihnen nachhause.

Die Anfahrt zum Diagnose-Zentrum soll keinesfalls mit dem ÖPNV erfolgen. Die Patienten werden zudem angewiesen, auf direktem Weg zur Untersuchung und wieder zurück zu fahren und soziale Kontakte zu vermeiden. Sie werden durch ein Schreiben darüber informiert, dass sie keine anderen Bereiche der Universität Siegen aufsuchen dürfen.

Der Weg zum Diagnose-Zentrum auf dem Haardter Berg wird von der B 62 und der B 54 aus ausgeschildert. Es gibt für die Patienten einen reservierten Parkplatz unmittelbar vor dem Gebäude. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Universität sind während der Öffnungszeiten des Diagnose-Zentrums als Verkehrslenker und Ansprechpartner vor Ort.

Patienten, die keinen Untersuchungstermin vom Gesundheitsamt erhalten haben, werden beim Corona-Diagnose-Zentrum ausnahmslos abgewiesen. Eine Behandlung im Diagnose-Zentrum ohne Termin ist nicht möglich. Kreis und Universität bitten daher darum, auf keinen Fall „auf eigene Faust“ zum Diagnose-Zentrum zu fahren.

Das Kreisgesundheitsamt weist noch einmal darauf hin, dass das Coronavirus nur über Tröpfcheninfektionen übertragen wird. Bei der Tröpfcheninfektion gelangen Krankheitserreger, die im Rachenraum oder im Atmungstrakt siedeln, beim Niesen, Husten, Sprechen durch winzige Speichel-Tröpfchen an die Luft und werden anschließend von einem anderen Menschen aufgenommen. Deshalb gehen Mediziner auch davon aus, dass zur Übertragung mindestens ein direkter 15-minütiger naher Kontakt erforderlich ist. Für eine Übertragung des Erregers über die Luft gibt es keinerlei Anzeichen. „Eine Übertragung durch Schmierinfektion ist prinzipiell nicht ausgeschlossen, vermutlich spielt diese jedoch nur eine untergeordnete Rolle“, schreibt das Robert-Koch-Institut. Gerade mit Blick auf das Diagnose-Zentrum ist dieser Übertragungsweg für das Umfeld der Einrichtung deshalb nicht relevant.

Acht neue Fälle am Donnerstag bekannt geworden

Zahl der Corona-Infizierten in Siegen-Wittgenstein auf zehn angestiegen 

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen im Kreis Siegen-Wittgenstein ist deutlich angestiegen. Am Donnerstag gingen acht neue positive Testergebnisse im Kreisgesundheitsamt ein. Damit gibt es bei uns inzwischen zehn Personen, die sich nachweislich mit COVID-19 infiziert haben. Alle zeigen nur leichte Symptome und es geht ihnen gesundheitlich gut.

Vier der positiv Getesteten sind Kontaktpersonen des ersten Falls aus Wilnsdorf. Es handelt sich um zwei Männer aus Freudenberg und Netphen, sowie um ein Ehepaar aus Siegen.

Hinzu kommen drei Personen aus Hilchenbach – zwei Familienangehörige und ein einzelner junger Mann – die unabhängig voneinander in Österreich Skiurlaub gemacht haben. Zudem hat sich ein weiterer Mann aus Hilchenbach infiziert, der nicht selbst in Österreich war, aber zum Umfeld von Personen gehört, die dort Ski-Urlaub gemacht haben. Wie er sich genau infiziert hat, wird noch ermittelt.

Alle acht Infizierten werden je für insgesamt 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt.

Wie in den beiden ersten Fällen auch, ist das „Lagezentrum Gesundheit“ des Kreises auch heute wieder umgehend zusammengekommen und hat die Bürgermeister der betroffenen Kommunen informiert. Paul Wagener, Netphen, nahm an den weiteren Besprechungen im Kreisgesundheitsamt teil.

Das Kreisgesundheitsamt hat bis zum Abend die Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt. Handelt es sich um engere Kontaktpersonen, wurden diese gebeten, 14 Tage lang zuhause zu bleiben, sich selbst zu beobachten und sich bereits bei ersten Krankheitssymptomen mit dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Sollten sie Anzeichen einer Grippeerkrankung haben, werden sie ebenfalls getestet werden.

Jeder muss sich fragen: Ist eine Veranstaltung wirklich notwendig?

Kreis, Städte und Gemeinden sagen bis Ostern alle eigenen Veranstaltungen ab

Die Städte und Gemeinden im Kreis Siegen-Wittgenstein sagen bis mindestens Ostern alle eigenen Veranstaltungen ab – unabhängig von der erwarteten Teilnehmerzahl. „Damit nehmen wir unsere eigene Empfehlung sehr ernst, auf alle Veranstaltungen, die nicht unbedingt zwingend erforderlich sind, zu verzichten“, so Landrat Andreas Müller und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der elf Städte und Gemeinden in Siegen-Wittgenstein. 

Gemeinsam betonen Sie, dass derzeit – bei aktuell zwei bestätigten Infektionen im Kreisgebiet – noch die Chance besteht, mit präventiven Maßnahmen die Ausbreitung des Coronavirus in der Region zu verlangsamen. Denn das ist das primäre Ziel aller Bemühungen, um so das Gesundheitssystem und seine Leistungsfähigkeit zu sichern.

Aus diesem Grund hatten sich die Städte und Gemeinden mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein am gestrigen Mittwoch auf ein einheitliches Vorgehen verständigt. Zentrale Aussage: „Städte, Gemeinden und der Kreis appellieren an alle Veranstalter im öffentlichen und privaten Bereich, Veranstaltungen, die nicht unbedingt stattfinden müssen, zu verschieben.“

Dass Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern nicht stattfinden dürfen, ist zwischenzeitlich ohnehin per Erlass der Landregierung vom 10. März 2020 geregelt.

An alle Bürgerinnen und Bürger, die im medizinischen, rettungsdienstlichen, pflegerischen Bereich, in Feuerwehren oder bei der Polizei arbeiten, ergeht der Appell, Veranstaltungen zu meiden, bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt. Ebenso ergeht dieser Appell an Menschen, die in anderen Bereichen der kritischen Infrastruktur arbeiten.

Bereits bei der Vorstellung dieser Vorschläge im Kreisgesundheitsausschuss am Mittwochabend hat der Landrat darauf hingewiesen, dass es sich um eine sehr dynamische Lage handelt, die jederzeit neue Empfehlungen erforderlich machen könnte. Vor dem Hintergrund neuester bundesweiter Meldungen hatten bereits am Abend weitere Gespräche der Bürgermeister untereinander und mit dem Kreis stattgefunden. Ergebnis: die Chefs der Stadt- und Gemeindeverwaltungen und der Landrat halten es heute auch nicht mehr für geboten, Veranstaltungen mit bis zu 500 erwarteten Teilnehmern durchzuführen.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat für sich aus dieser neuen Entwicklung u.a. die Konsequenz gezogen, bis Ostern alle Veranstaltungen im Kulturhaus Lÿz abzusagen.

Ganz grundsätzlich – so sind sich die Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und der Landrat einig – ist jeder Bürger gefordert, sein eigenes Verhalten zu überprüfen und zu entscheiden, wie er sich selbst bestmöglich vor einer Infizierung schützen kann. Das betrifft dann auch die Organisation oder Teilnahme an größeren privat organisierten Veranstaltungen.

Information vom 12. März 2020

Absage der Sportlerehrung in Hilchenbach

Aufgrund des steigenden Risikos einer Ausbreitung des Corona-Virus haben der Kreis Siegen-Wittgenstein sowie die Städte und Gemeinden abgestimmt, bis zu den Osterfeiertagen, die am 13. April enden, alle eigenen öffentlichen Veranstaltungen ausfallen zu lassen. Vorrang hat der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.

Aktuell von dieser Absage betroffen ist in Hilchenbach die Sportlerehrung, die am 13. März stattfinden sollte. Diese soll zu gegebener Zeit nachgeholt werden.

Information vom 11. März 2020

Ortsbehördenkonferenz:

Kreis und Städte und Gemeinden werden über Umgang mit „kleineren“ Veranstaltungen beraten

Landrat Andreas Müller hat sich heute im Rahmen einer Ortsbehördenkonferenz mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und hochrangigen Vertretern der Städte und Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein über den Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus ausgetauscht. Dabei hat Andreas Müller noch einmal erläutert, dass die Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besucher abzusagen, ein Vorschlag im Sinne des Paragraphen 16 des Infektionsschutzgesetzes ist und von den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden umzusetzen ist.

Für Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Besuchern sollen nun Kriterien entwickelt werden, um ein möglichst einheitliches Vorgehen der Städte und Gemeinden in der Frage der Durchführung beziehungsweise Absage solcher Veranstaltungen zu erreichen.Ein entsprechender Arbeitskreis wird sich bereits am morgigen Mittwoch zum ersten Mal treffen. Zudem ist für morgen ein Arbeitstreffen der Ordnungsamtsleiter der Städte und Gemeinden und des Kreises anberaumt worden.

Corona-Diagnose-Zentrum in Dreifachturnhalle der Uni Siegen

Zwischenzeitlich hat der Kreis auch einen Ort für das Corona-Diagnose-Zentrum in Siegen festlegen können. Die Universität Siegen stellt dem Kreis dafür kostenlos Räume im Bereich der Umkleiden der Dreifachsporthalle auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße zur Verfügung. Die Räume werden im Laufe dieser Woche sprechend ausgestattet, so dass in Kürze dort Tests stattfinden können.

Tests nur nach Überweisung durch niedergelassenen Arzt

Das Verfahren bleibt, wie bereits angekündigt: Wer meint, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wendet sich an einen niedergelassenen Arzt. Dieser klärt ab, ob es sich um einen möglichen Verdachtsfall handelt und leitet dann die Kontaktdaten an das Kreisgesundheitsamt weiter. Das setzt sich mit dem Patienten in Verbindung und vereinbart einen Testtermin – entweder in einem der beiden Corona-Diagnose-Zentren in Siegen und Bad Berleburg oder durch eines der mobilen Test-Teams. Die haben am gestrigen Dienstag bereits 17 Tests durchgeführt.

Bibu-Team kann Kinder testen

Um künftig auch bei Kindern angemessen Abstriche für Coronatests nehmen zu können, hat der Kreis das Bibu-Team der Frühen Hilfen des Kreisjugendamtes für die Durchführung solcher Tests zur Verfügung gestellt. Bei den Mitarbeiterinnen handelt es sich um Kinderkrankenschwestern, die über eine entsprechende Ausbildung beziehungsweise Erfahrung verfügen.

Information vom 10. März 2020

Veranstaltungen absagen?

Kreisgesundheitsamt schließt sich Empfehlung der Gesundheitsminister an

Das Kreisgesundheitsamt schließt sich der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an und empfiehlt den Ordnungsbehörden der elf Städte und Gemeinden in Siegen-Wittgenstein, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, zu denen mehr als 1.000 Personen erwartet werden, abzusagen. 

Der Umgang mit Veranstaltungen wird auch eines der Themen auf einer Ortsbehördenkonferenz sein, zu der Landrat Andreas Müller die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den morgigen Dienstag eingeladen hat. Dann soll auch ein Arbeitskreis gebildet werden, der sich intensiver mit der Durchführung von Veranstaltungen beschäftigt.

Schulkonzerte abgesagt

Zwischenzeitlich hat das Land eine Empfehlung zum Umgang mit schulischen Veranstaltungen veröffentlicht. Darin wird empfohlen, zunächst bis zum Beginn der Osterferien von schulischen Veranstaltungen abzusehen. Vor diesem Hintergrund hat das Schulamt beschlossen, die Schulkonzerte der Philharmonie Südwestfalen am morgigen Dienstag und am Mittwoch im Apollo-Theater in Siegen sowie am 18. März im Gebrüder-Busch-Theater in Hilchenbach-Dahlbruch abzusagen. Ersatztermine werden derzeit abgesprochen.

Informationsquellen für Bürgerinnen und Bürger zum Coronavirus 

Für stetig aktualisierte Lage- und Risikobewertungen wird auf folgende Informationsquellen hingewiesen:

Informationen für Betriebe und Unternehmen finden Sie unter:

Eingerichtete Telefon-Hotline

  • Corona-Infohotline des Kreises Siegen-Wittgenstein: Telefon: 0271 333-1120 (montags bis freitags 8:00 bis 16:00 Uhr)
  • Die Landesregierung hat unter der Nummer 0211 9119 1001 (montags bis freitags von (8:00 bis 18:00 Uhr) ein „Bürgertelefon Coronavirus“ eingerichtet.
  • Das Bundesgesundheitsministerium hat ebenfalls eine Coronavirus-Hotline eingerichtet: 030 346 46 51 00.

Desinfektionsmöglichkeit im Rathaus

Die Stadtverwaltung hat die bisher durch Gesundheitsamt und Städte- und Gemeindebund NRW empfohlenen Maßnahmen für das Rathaus umgesetzt.

In allen Eingangsbereichen und sanitären Anlagen befinden sich die notwendigen Hinweise und Desinfektionsmittelspender, um sich und andere vor Ansteckung zu schützen.

Der folgende Info-Flyer wird bei Bedarf gerne an Sie im Rathaus ausgehändigt:

Dokument anzeigen: Bürgerinformation zum Coronavirus
Bürgerinformation zum Coronavirus

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