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Kreis Siegen-Wittgenstein - Busverkehr in Siegen-Wittgenstein besser machen

Busverkehr in Siegen-Wittgenstein besser machen

Kreis Siegen-Wittgenstein schreibt alle Haushalte an

Die täglichen Ausfälle zahlreicher Busverbindungen in Siegen-Wittgenstein sind aktuell das beherrschende Thema, wenn in der Region über den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) diskutiert wird. In der Sitzung des Kreistages wurde noch einmal deutlich, dass die Hauptursache dafür ein gravierender Fahrermangel ist. Mit diesem Problem haben zur private und öffentliche Verkehrsunternehmen in ganz Deutschland zu kämpfen.

Um künftig eine verlässlichere Bedienung aller Fahrten gewährleisten zu können, hat Landrat Andreas Müller die Initiative ergriffen und will gemeinsam mit Arbeitsagentur, Jobcenter, Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) und den Verkehrsunternehmen versuchen, mehr Busfahrerinnen und Busfahrer für die Region zu gewinnen, zum Beispiel auch durch Umschulung oder Ausbildung.

Darüber hinaus hat der Landrat weitere Ziele: Er will das Busangebot in Siegen-Wittgenstein ganz grundsätzlich weiter verbessern. Und deshalb schreibt er jetzt alle Haushalte in Siegen-Wittgenstein an. „Wir haben jetzt seit rund einem Jahr Erfahrungen mit dem neuen Nahverkehrsplan gemacht, der seit dem vergangenen Sommer nach und nach in Kraft getreten ist“, so Andreas Müller: „Jetzt möchte ich eine Bilanz ziehen und schauen ‚Was hat sich bewährt?‘ oder ‚Wo gibt es Verbesserungsbedarf?‘“

Der neue Nahverkehrsplan enthält bereits wesentliche Verbesserungen. So fährt zum Beispiel die Linie R10 jetzt von Siegen nach Kreuztal und dann direkt als R11 weiter bis nach Hilchenbach. Neu sind auch die Linien R17 (Weidenau – Dreis-Tiefenbach – Hilchenbach-Müsen), R25 (Siegen – Wilnsdorf – Burbach) oder R40 (Siegen – Oberheuslingen – Freudenberg). Die SB5 verbindet im Zweistundentakt Siegen und Bad Laasphe. „An anderen Stellen wurden Linienführungen verändert, was für manche eine Verbesserung ist, andere aber als Verschlechterung empfinden“, stellt der Landrat in seinem Schreiben fest.

Jetzt möchte Müller von „den besten Experten für den ÖPNV, den Fahrgästen“, wissen: „Welche Erfahrungen  haben Sie mit den Veränderungen durch den Nahverkehrsplan gemacht: Wo fehlen ganze Verbindungen oder auch ‚nur‘ einzelne Fahrten? An welchen Stellen sehen Sie Optimierungsbedarf – auch bei Abfahrtszeiten oder Anschlussmöglichkeiten?“, fragt der Landrat in dem Brief, den in den nächsten Tagen alle Haushalte in Siegen-Wittgenstein erhalten werden.  Darin bittet Andreas Müller um ganz konkrete Vorschläge, möglichst präzise, gegebenenfalls unter Angabe von Liniennummern oder Ortschaften und Uhrzeiten.

Die Anregungen können dann entweder per beigefügter Postkarte oder auch online unter www.siegen-wittgenstein.de/mehrbusse eingereicht werden.

Die Kreisverwaltung wird dann alle Anregungen auswerten und daraus ein Maßnahmenpaket erarbeiten. „Das werde ich dann dem Kreistag zur Beratung vorlegen“, kündigte der Landrat bereits in der jüngsten Kreistagssitzung an. „Mobilität für möglichst alle Menschen zu ermöglichen, bleibt für mich ein zentrales politisches Anliegen – auch aus ökologischen Gründen. Die Optimierung des Busverkehres spielt dabei eine zentrale Rolle“, unterstreicht Andreas Müller: „Daran halte ich auch künftig fest – auch wenn man hier unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen wie den bundesweiten Fahrermangel viel Geduld braucht und ganz dicke Bretter bohren muss.“