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Wirtschaftsstandort Hilchenbach

Stadtentwicklungsausschuss erlebt Qualität „made in Müsen“

Zwei Betriebsbesichtigungen standen vor kurzem für den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehrsplanung auf dem Programm. Neben zahlreichen Ausschussmitgliedern nutzten von der Stadtverwaltung Kyrillos Kaioglidis, Stabsstellenleiter für Stadtmarketing, Tourismus und Wirtschaftsförderung, und der Fachbereichsleiter Bürgerdienste Hans-Jürgen Klein die Gelegenheit, sich von Qualität „made in Müsen“ vor Ort zu überzeugen.

Natur-Einrichtungshaus Bensberg mit Bau- und Möbeltischlerei

Erste Anlaufstelle war das Natur-Einrichtungshaus Bensberg mit Bau- und Möbeltischlerei. Hier begrüßte Ulrich Bensberg die Gäste. Er verwies darauf, dass das Unternehmen mittlerweile seit 152 Jahren und in der 5. Generation als Familienbetrieb geführt wird. Bestandteil des Standortes in Müsen ist weiterhin das Stammhaus, in dem Albrecht Bensberg 1867 die Firma gegründet hat. Mittlerweile arbeiten insgesamt 20 Beschäftigte für das Unternehmen, das auch die Durchführung von Bestattungen im Angebot hat.

Im Anschluss an die Begrüßung stellte Sarah Bensberg in einem kurzen Vortrag mit Präsentation die Angebotspalette des Natur-Einrichtungshauses vor. Markenzeichen des Unternehmens sind Naturholz-Küchen, dafür ist Bensberg auch überregional bekannt. Modern kombiniert werden die Küchenelemente mit Edelstahl, Glas und Quarzstein. Besondere Stärke des Natur-Einrichtungshauses Bensberg ist die angeschlossene eigene Schreinerei und Tischlerei, die Maßanfertigungen aller Art ermöglicht. Dadurch können nicht nur Küchen individuell auf Kundenwunsch angefertigt werden, sondern zum Beispiel auch Treppen, Türen, Fenster und Fußböden, die ebenfalls zu wichtigen Produkten des Betriebes zählen. Mittlerweile bietet das Natur-Einrichtungshaus Bensberg dabei „alles aus einer Hand“, denn bis hin zum aktuellen Thema „Sicherheitstechnik“ sind Kunden hier an der richtigen Adresse und erhalten individuell geeignete Komplett-Lösungen.

Im Rahmen des Rundgangs durch das Möbelhaus präsentierte Sarah Bensberg die Höhepunkte aus dem Angebot. Dazu zählt auch die „Aktiv-Küche“, die vollfunktionsfähig ist und daher auch immer wieder gerne genutzt wird, um ein „Show-Kochen“ zu veranstalten.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stellte Jenny Bensberg die Schreinerei und Tischlerei des traditionsreichen Unternehmens mit Werkstatt und Materiallager vor. Zwar ist Holz der von Bensbergs bevorzugte Werkstoff, aber eine besondere und nicht unbedingt erwartete Stärke des Betriebes ist die passgenaue Anfertigung von Kunststofffenstern. Und dies erfolgt in der Regel ohne lange Liefer- und Wartezeiten. Da das Material, die Maschinen und das Know-how der Mitarbeiter vor Ort vorhanden sind, kann sehr schnell nach Kundenbedarf produziert werden. In allen Bereichen, also von der Fertigung bis zum Einbau, setzen die Bensbergs auf sehr gut ausgebildete Fachkräfte. Dadurch erreicht das Unternehmen die Qualität, die dem eigenen Anspruch gerecht wird. Auf eines ist Jenny Bensberg übrigens besonders stolz: „Wir sind mit unserem Unternehmen mitten im Ort zu Hause und verbinden hier Leben und Arbeiten, Familie und Beruf. Schöner kann es nicht sein!“

Für den Stadtentwicklungsausschuss dankte Peter Gebhardt der Familie Bensberg für ihre Gastfreundschaft und die vielen interessanten Informationen.

Müsen für USH genau der richtige Standort

Nur wenige Straßen weiter, im SIE-Park, bot sich den Fachleuten bei der zweiten Betriebsbesichtigung ein ganz anderes Bild. Maschinenlärm aus der Fabrikhalle der USH Germany GmbH begrüßte die Gruppe, aber auch Michael Scherling hieß seine Gäste willkommen. Beim Rundgang durch den Betrieb erläuterte der Geschäftsführer, was hier wie produziert wird. Rund 6 Millionen Bits und etwa 400.000 Magnethalter pro Jahr fertigt USH in Müsen für den Weltmarkt. Möglich machen dies insbesondere Spezialmaschinen, die als Eigenentwicklungen genau für diesen Zweck gebaut wurden. Viele davon gehen auf den Firmengründer Ulrich Schmidt aus Hilchenbach zurück und dafür steht auch immer noch der Name des Unternehmens: „USH“. Ausführlich zeigte und erläuterte Michael Scherling den sehr interessierten Besuchern an einzelnen Stationen und Maschinen die Fertigungsabläufe und Produkte.

Das zunächst in der Hilchenbacher Stadtmitte ansässige Unternehmen USH war nach einer rund 2-jährigen Zwischenzeit an einem anderen Standort im Jahre 2013 nach Hilchenbach zurückgekehrt, allerdings in den Stadtteil Müsen. Ein Schritt, der nach Michael Scherling genau der richtige war: „Die ebenerdige Produktionsfläche mit einer Größe von rund 2.200 qm ist für unser Unternehmen ideal.“ Daher hat USH im vergangenen Jahr den Mietvertrag für die Fabrikhalle auch sehr gerne um 5 Jahre verlängert. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit in Müsen 14 Mitarbeiter.

Und eines verbindet USH trotz aller Unterschiede mit dem Natur-Einrichtungshaus Bensberg: Die sehr hohe Qualität der Produkte zeichnet beide Betriebe aus und nur dadurch können sie sich gegen deutlich größere und billigere Konkurrenz behaupten.

Michael Scherling beantwortete zahlreiche Fragen seiner Gäste, bevor sich Peter Gebhardt auch bei ihm herzlich bedankte und einen für den Stadtentwicklungsausschuss sehr interessanten Nachmittag beendete.