Seiteninhalt

Neuer Jobcenter-Chef in Siegen-Wittgenstein angekommen

Neuer Jobcenter-Chef in Siegen-Wittgenstein angekommen

Udo Laudenberg sieht Region gut aufgestellt

„Die Region ist gut aufgestellt, allerdings werden wir in den nächsten Monaten damit rechnen müssen, dass sich die Turbulenzen in der Weltwirtschaft auch auf dem Arbeitsmarkt in Siegen-Wittgenstein bemerkbar machen werden“. Das sagt Udo Laudenberg. Seit Oktober 2019 ist der 52-jährige Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Siegen-Wittgenstein. Das Jobcenter wird gemeinsam vom Kreis Siegen-Wittgenstein und der Agentur für Arbeit getragen. Landrat Andreas Müller und Arbeitsagenturchefin Daniela Tomczak haben sich kürzlich zu einem Meinungsaustausch mit dem Jobcenter-Geschäftsführer getroffen.

Laudenberg wohnt in Overath. Nach Abschluss seiner Ausbildung bei der Arbeitsagentur in Köln hat er ein Studium zum Diplom-Verwaltungsfachwirt absolviert. Danach war er u.a. als Geschäftsbereichsleiter, Bereichsleiter und kommissarischer Geschäftsführer in den Jobcentren Köln und Leverkusen tätig. Zuletzt hat er von März 2015 bis September 2019 zunächst als Bereichsleiter der Familienkasse NRW-West und anschließend als Leiter der Familienkasse Baden-Württemberg-West gearbeitet.

Die ersten Wochen und Monate in Siegen-Wittgenstein hat Udo Laudenberg dazu genutzt, seine Mitarbeiter, die Partner des Jobcenters und die Region mit ihren Strukturen kennenzulernen: Das Jobcenter Kreis Siegen-Wittgenstein ist flächenmäßig eines der größten Jobcenter. Es betreut zurzeit rund 10384 erwerbsfähige Leistungsbezieher, wovon 7.500 im Langzeitbezug sind. Dafür sind rund 230 Mitarbeiter zuständig, die fast ausschließlich vom Kreis Siegen-Wittgenstein und von der Bundesagentur für Arbeit kommen.

„Ich habe tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen man richtig etwas bewegen kann“, ist Laudenberg nach den ersten Wochen überzeugt. Und der Jobcenter-Leiter befürchtet, dass demnächst etwas mehr Arbeit auf ihn und sein Team zu kommen wird. Seine Analyse: Kurzarbeit und Insolvenzen werden früher oder später auch auf den Arbeitsmarkt durchschlagen. Während Facharbeiter aber nach wie vor hervorragende Berufschancen haben, werden angelernte Helfer ohne abgeschlossene Berufsausbildung viel schwerer zu vermitteln sein. „Aber auch hier haben wir Instrumente, um zu helfen“, sagt Laudenberg: „Wir verfolgen einen bewerberorientierten Ansatz. Das heißt: Unser Arbeitgeberservice geht mit konkreten Bewerbern gezielt auf Arbeitgeber zu. Wir bauen Brücken. Auf diese Weise schaffen wir es, Langzeitarbeitslose in Arbeit zu vermitteln, die ansonsten vielleicht noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden wären.“

Müller und Tomczak bedankten sich bei Laudenberg für den gelungenen Start und wünschten ihm und seinem Team viel Erfolg und ein glückliches Händchen bei den vor ihnen liegenden Aufgaben.

25.02.2020 
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein