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Die Ginsburg - Hilchenbachs Wahrzeichen!

Ginsburg: Ruine mit besonderer Bedeutung

ACHTUNG WICHTIGER HINWEIS:
Wegen Reparaturarbeiten an der Zugangsbrücke zur Ruine Ginsburg ist eine Besichtigung derzeit leider nicht möglich. Wir bitten um Verständnis!

Die Ginsburg ist eine im 12. Jahrhundert errichtete, nassauische Grenzfeste.

Sie liegt im Gebiet der Stadt Hilchenbach und gehört zur Ortschaft Grund. Die Höhenburg wurde auf einem 590 m hohen, steil abfallenden Erosionsrand des Ederhochlandes erbaut. Der Schlossberg wird in der Volksüberlieferung Geisenberg genannt und ist mit dem Giller-Gebirge durch einen Sattel verbunden, der an seiner schmalsten Stelle 30 m breit ist.

Die Burg liegt strategisch sehr günstig. Schon früh war die Ginsberger Heide ein zentraler Verkehrsknotenpunkt. Sie war Kreuzungspunkt verschiedener Fernstraßen, die über die langen Höhenkämme aus dem Rhein-Main-Gebiet kamen, außerdem war sie eine Drehscheibe zwischen dem Sieger-, Sauer-, und Wittgensteiner Land sowie dem Dillgebiet. So führte zum Beispiel die Eisenstraße aus dem Dillgebiet an der Ginsburg vorbei in das Sauerland. So konnten die Besitzer den Verkehr über die Ederhochfläche gut kontrollieren und sichern.

Die herausragende Lage hatte großen Einfluss auf die geschichtliche Entwicklung der Niederlande. Hier sammelte Wilhelm von Oranien im Jahre 1568 sein Heer für den Kampf zur Befreiung unseres Nachbarlandes. Heute hält eine Ausstellung im Inneren der Burg die Erinnerung an die historische Bedeutung dieser deutsch-niederländischen Gedenkstätte wach. Neben den geschichtlichen Tatsachen rankt sich natürlich auch manche Sage um die Höhenburg.

Seit 1961 befindet sich die Ginsburg im Wiederaufbau. Im Jahr 2008 wurde neben den Burgruinen auch der 1968 eingeweihte Turm unter Denkmalschutz gestellt. Bis September 2009 wurde das Hilchenbacher Wahrzeichen außen vollständig saniert. Die weitere Renovierung im Innern des Turmes konnte 2010 erfolgreich abgeschlossen werden.

Ob nun die Vorstellung, dass Raubritter die Ginsburg für ihre Überfälle auf Handelsreisende genutzt haben könnten, oder einfach nur der schöne Ausblick viele Besucher immer wieder gerne zum Wahrzeichen Hilchenbachs lockt, eins ist sicher: Die Ginsburg bietet eine gastliche Rast in einer alle Sinne anregenden Umgebung mit weitem Panoramablick von der Plattform des wiedererrichteten Bergfrieds!

Aus diesem Grund ist es kein Zufall, dass die Eröffnung des Rothaarsteigs am 6. Mai 2001 auf der Hilchenbacher Ginsburg stattfand. Die Anlage ist nicht nur ein zentraler Anlaufpunkt des beliebten "Wanderweges der Sinne", sondern verschafft den Besuchern auch die wohl schönste Aussicht entlang der Strecke.

Als markanter Routenpunkt am Rothaarsteig gilt die Ginsburg als feste Anlaufstelle für Wanderer, Natur- und Heimatfreunde. Sie wird aber auch sehr gerne genutzt als Trauzimmer, für Feste und als Kulisse für Theateraufführungen.

Mit den Eheleuten Claudia und Jörg Bülow wird die Ginsburg ganzjährig bewirtschaftet.

 

 

 

 

Im Sommer 2011 hat der Tourismus- und Kneippverein Hilchenbach e. V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Hilchenbach erstmals einen interessanten Flyer herausgegeben, der informiert und zu einem Besuch und zu einer Wanderung zum Hilchenbacher Wahrzeichen einlädt. Dieses Faltblatt wird regelmäßig aktualisiert und steht  zum Herunterladen unter "Download-Dokumente" zur Verfügung.

Seit Anfang 2015 gibt es diesen Flyer auch in niederländischer Sprache, da die Gäste aus unserem Nachbarland wegen der besonderen historischen Beziehung zur Ginsburg zu den häufigsten Besuchern des Wahrzeichens unser Stadt zählen.

Beide Faltblätter sind auch in der Touristik-Information im Rathaus zu erhalten oder können auf dieser Seite heruntergeladen werden.

Weitere Informationen: