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Die Ginsburg - Hilchenbachs Wahrzeichen!
Austragungsort des Historischen Marktes zum Kreisjubiläum! 

Die Kreise Siegen und Wittgenstein bestanden am 1. Juni 2017 seit 200 Jahre. Dieses Ereignis würdigte der Kreis Siegen-Wittgenstein mit zahlreichen Veranstaltungen. Ein herausragender Erfolg und einen Rückblick mit vielen Fotos wert ist der Historische Markt rund um die Ginsburg.

Hilchenbach als hervorragender Gastgeber des Jubiläums „200 Jahre Kreise Siegen und Wittgenstein“

Der offizielle Festakt des Kreisjubiläums erfolgte als unterhaltsame und abwechslungsreiche Geburtstagsfeier im Rahmen des KulturPur-Festivals auf der Ginsberger Heide am 31. Mai 2017.

Besonders erfolgreich verlief auch die zweite Großveranstaltung in der Stadt Hilchenbach zum Kreisjubiläum: der Historsiche Markt rund um die Ginsburg. Der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein hatte hierfür eine Projektpartnerschaft mit der Stadt Hilchenbach gegründet, die sich freute, Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten zu sein.

Gelungener „Historischer Markt“ rund um die Ginsburg

Über 12.000 Besucher hat der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein beim Historischen Markt aus Anlass des diesjährigen Jubiläums „200 Jahre Kreise Siegen und Wittgenstein“ am 3. und 4. Juni 2017 rund um die Ginsburg verzeichnet. Das große Interesse überraschte alle Teilnehmenden, so dass insbesondere am Sonntag an dem ein oder anderen Stand kein Essen und Trinken mehr zu erhalten oder längere Wartezeiten in Kauf zu nehmen waren.

Zahlreiche Akteure aus dem Siegerland und Wittgenstein boten den Besuchern Gelegenheit, eine Zeitreise bis zu 200 Jahre in die Vergangenheit zu unternehmen. Die Vereine und Einrichtungen präsentieren vor Ort traditionelles Handwerk sowie dabei benötigte historische Maschinen und Geräte.

Die Besucher erlebten diese Attraktionen bei einem ungewöhnlichen Rundgang durch den Burggraben der Ruine. Auch auf dem Weg zum und im Turm der Ginsburg war Einiges Sehenswerte zu erleben. Abgerundet wurde der Historische Markt durch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.

Besonders erfreulich war aus Sicht der Stadt Hilchenbach, dass die Gastgeber ihren Heimvorteil nutzten und zahlreich vertreten waren. Henning Moll vom Hademer Landwirtschaftsmuseum bot Einblicke in die Milchwirtschaft. Außerdem zu sehen waren historische Aufnahmen zum Thema und zahlreiche Schellen, die nicht mit Glocken zu verwechseln sind, wie Henning Moll häufiger erklären durfte. Der Verein Altenberg & Stahlberg, der das Stahlbergmuseum in Müsen betreibt, widmete sich seinem Spezialgebiet, dem Bergbau.

Gemeinschaftsstand der Hilchenbacher Vereine für ihre Heimat

Wie die SGV-Abteilungen mit einem Gemeinschaftsstand dabei, waren am Sonntag die Heimatvereine Helberhausen-Oberndorf, Grund und Lützel sowie die Dorfgemeinschaft Müsen und der Bürgerverein Hilchenbach.

Besonders aufmerksam sahen hier jüngere und ältere Besucher Raphael Herrmann beim traditionellen und nicht ganz ungefährlichen "Löffel-Schnitzen" zu. Die Dorfjugend aus Grund war ebenfalls handwerklich tätig und bot passend zur Region selbstgefertigte Wanderstöcke mit dazugehörigem Ginsburg-Etikett, fachmännisch „Stocknagel“ genannt, an. Die Dorfgemeinschaft Müsen setzte in ihrem Angebot unter anderem auf Postkarten mit einheimischen Motiven. Der Bürgerverein Hilchenbach versüßte den Besuchern ihr Vorbeischauen mit Gummibärchen und Schokolade. Auch die Ausstellung des Heimatvereins Lützel zum Wintersport fand großes Interesse. Insgesamt erwies sich der erstmals zustande gekommene Gemeinschaftsstand als voller Erfolg beim Anliegen der Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher ihr Engagement für ihre Heimat zu präsentieren.

Nebenan bot das Regionalforstamt eine der Hauptattraktionen. Ein im Stil der bekannten Ents aus dem Film „Der Herr der Ringe“ als Baum verkleideter Akteur sorgte für viele staunende Blicke und war auch als Fotomotiv die beliebteste Anlaufstelle.

Große Aufmerksamkeit erregte auch der spektakuläre und lautstarke Auftritt der Bärengruppe aus Helberhausen.

Ruhiger ging es in der historischen Amtsstube im Ginsburg-Turm zu. Hier traf mancher Besucher einen alten Bekannten wieder, den Hilchenbacher Archivar und Stadtmuseumsleiter Reinhard Gämlich in historischer Verkleidung, der sich zu dem Roll-up gesellte, mit dem die Hilchenbacher Vereine an ihrem Gemeinschaftsstand für ihre Heimat warben.

Der bekannte Hilchenbacher Nachtwächter Johann, alias Michael Thon, sorgte mit Kollegen aus anderen Städten für die Sicherheit auf der Ginsburg. Dies war auch bitter nötig, denn nicht nur die Bärengruppe, sondern auch die Original Hilchenbacher Schlossberg-Raubritter trieben rund um „ihre“ Burg ihr Unwesen. Das besteht bekanntermaßen darin, für Spaß zu sorgen und Mitmachaktionen für Kinder anzubieten.

Junge Leute waren aber nicht nur bei den Besuchern dabei, sondern auch im Programm anzutreffen. „Keppels Früchtchen“, die Schülergenossenschaft des Gymnasiums Stift Keppel, verkaufte auf dem Historischen Markt selbst hergestellten Apfelsaft.

Auf der Bühne unterhielten Rebecca Scheffe und Alina von Germeten am Samstag in einem kleinen Konzert als Duo „No Escape“ mit modernen, teilweise selbst geschriebenen Liedern das Publikum. Mit Musik und guter Stimmung sorgte das Stadtorchester Hilchenbach am Sonntag für einen gelungenen Abschluss einer herausragenden Veranstaltung.

Auch die Eröffnung des Historischen Marktes war der Musik und den Hilchenbachern vorbehalten gewesen. Beim Ökumenischen Gottesdienst sorgte der gemeinsame Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinden aus Dahlbruch und Müsen für Aufmerksamkeit. Die weitere Gestaltung lag in den Händen von Pastor Friedhelm Rüsche von der katholischen Kirchengemeinde St. Augustinus Keppel und seinem evangelischen Kollegen Klaus Vitt aus Ruckersfeld.

Die offizielle Begrüßung zum Historischen Markt hatte der Vorsitzende des Heimatbundes, Paul Breuer, auch genutzt, um dem Hilchenbacher Bürgermeister Holger Menzel für die Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltung und die sehr gute Herrichtung des Geländes durch den Baubetriebshof zu danken, ohne den die ungewöhnliche Durchführung im Burggraben nicht möglich gewesen wäre.

Dieser Einsatz hat sich mehr als gelohnt, denn die Festveranstaltung war eine hervorragende Werbung für Hilchenbach und sein Wahrzeichen, die Ginsburg.

Die Stadt Hilchenbach dankt besonders den zahlreichen aktiven einheimischen Vereinen, Schulen, Gruppen und einzelnen Akteuren, die mit Ständen und Auftritten dafür gesorgt haben, dass Hilchenbach und die Ginsburg den zahlreichen Besuchern sehr positiv in Erinnerung bleiben werden, und dem Heimatbund Siegerland-Wittgenstein für die sehr gute Zusammenarbeit.

Wer den gelungenen Historischen Markt mit großer Hilchenbacher Beteiligung in Bildern nochmals oder zum ersten Mal erleben möchte, dem bietet die Stadt Hilchenbach einen sehenswerten Rückblick mit vielen Fotos.

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